Archiv von unseren Künstler:innen unterwegs

Martin Noël

in Bonn
Galerie Geißler Bentler
Martin NoëI – drunter und drüber
16.03.20.04.2024

Die Bonner Galerie Geißler Bentler zeigt in einer großangelegten Werkschau einen Querschnitt des Schaffens des Bonner Künstlers Martin NoëI, darunter Linolschnitte, Aquatintaradierungen auf Papier, geschöpftes Papier, Malerei und Hölzer.

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Thomas Wrede

in Dortmund
Dortmund Superraum
Die Konsequenz: Fotografische Positionen zum Zustand von Lebensräumen
22.03.20.04.2024

Jede Handlung zieht Konsequenzen nach sich – manchmal fast unbemerkt, manchmal mit großer Tragweite, manchmal positiv und manchmal mit vorher ungeahnten Folgen. Handlungen können natürlich auch Fehler erzeugen, aber sobald man diese erkennt, sollten sie nicht ständig wiederholt werden.

Die Ausstellung in Dortmund dokumentiert auf unterschiedliche Weise den Zustand der Welt. Die fotografischen künstlerischen Positionen zeigen die Auswirkungen von Entscheidungen in der Vergangenheit, die drohenden und daraus resultierenden Gefahren und den Versuch, Prozesse durch Aktivismus zu verändern. Zu sehen sind aber auch Ansätze für Auswege aus vermeintlich festgeschriebenen Lebensrealitäten. Die Fotograf:innen schauen auf Gruben und Landschaften, auf Relikte des Protestes, auf das, was passiert, wenn Flüsse zu reißenden Fluten werden und auf Städte, in die das Grün zurückkehrt. Sie schaffen eindringliche Dokumente, die das Unmögliche, aber auch das Mögliche festhalten. So zeigt der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede Arbeiten aus zwei Werkreihen, die sich beide mit der Thematik der „verpackten“ Landschaft in unterschiedlichen Kontexten beschäftigen. Die Werkreihe Samsø über die Deponierung von Folien in der Landwirtschaft ist bereits in den 90er Jahren entstanden. Durch Pressebilder, die abgedeckte Gletscher zeigten inspiriert, griff Thomas Wrede die Thematik erneut auf und arbeitet seit 2017 an dem Gletscherprojekt Weiß war der Schnee.

Neben Arbeiten von Thomas Wrede sind auch Werke von DOCKS Collective, Jan Richard Heinicke und Daniel Sadrowski zu sehen.

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Thomas Baumgärtel

in Berlin
JRGALLERY und Raab Galerie
Plakat: Thomas Baumgärtel und Otto Alexander Jahrreiss
16.03.16.04.2024

Als die Holländer im Befreiungskrieg im 16. Jahrhundert Flugblätter an die Hauswände klebten, entstand das Wort Plakat. Zu den schönsten Plakaten gehören seitdem die Plakate von Museen, die ihre Ausstellungen in Städten ankündigen und auf Litfaßsäulen zum Besuch der Ausstellung einladen. Die Künstler Thomas Baumgärtel und Otto Alexander Jahrreiss konservieren diese oft temporäre Kunst, jeder auf seine spezifische Art. So sind für den Kölner Künstler Baumgärtel die Grundlage von Kölner Mauern abgenommene Plakate, deren Struktur gemauerter Wände hindurchscheint. Er dreht die alten Motive und bemalt und besprüht die neue Vorderseite und gibt somit neuen Motiven eine Plattform. Die Arbeiten setzen in einer Zeit der Verwerfungen auf die Macht der Schönheit als wegweisendem Denkansatz. Auch auf andere Art hat Thomas Baumgärtel  bewiesen, wie man den Zerfall und das Vergessen verhindert. So malt er auf alten Unterlagen, oft Holz oder Aluminium, und reflektiert auch in diesen Arbeiten über die verschlungenen Wege des Entstehens von Kunst, um dieser neue Varianten und Erfindungen hinzuzufügen.

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Julia Steinberg

in Wertingen, Bayern
Städtische Galerie Wertingen
Großes Wiedersehen
03.03.14.04.2024

In der Stadt Wertingen hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten ein vielfältiges Kunstleben etabliert. Aus den zahlreichen Ausstellungen und Projekten wurden immer wieder Werke für die Städtische Sammlung angekauft. Im Rahmen des 750-jährigen Stadtjubiläums ist in der Städtischen Galerie Wertingen eine Vielzahl der Werke aus der Städtischen Sammlung erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich auch die Dortmunder Malerin Julia Steinberg.

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Günther Förg

in Berlin
Galerie Max Hetzler
The Code Factory – Works from the Eighties and Nineties
23.02.06.04.2024

Die renommierte internationale Galerie Max Hetzler zeigt mit The Code Factory eine Gruppenausstellung mit Arbeiten der achtziger und neunziger Jahre von Günther Förg, Katharina Grosse, Hans Hartung, Georg Herold, Albert Oehlen, Sean Scully und Thomas Struth. Der Titel der Ausstellung bezieht sich den Künstler Georg Herold, der darauf verweist, dass die Kunst der letzten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts vor allem durch eine Faszination mit gesellschaftlichen und politischen Codes, widergespiegelt durch das Vordringen innovativer Technologien in den Alltag und ausgedrückt in Sprachbildern über alle Medien der Kunst hinweg, geprägt war. Gezeigt werden u.a. drei Skulpturen des aus dem Allgäu stammenden Künstlers Günther Förg, die mit ihrer reliefartigen, zerklüfteten Oberfläche die Handschrift des Künstlers deutlich zeigen.

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Günther Förg

in Paris
Galerie Max Hetzler
On Paper
02.03.06.04.2024

Die Galerie Max Hetzler zeigt in ihrer Pariser Dependance mit On Paper eine Gruppenausstellung, die sich mit der Verwendung von Papier als Material beschäftigt. Anhand einer Reihe von Künstlern, die mit verschiedenen Techniken arbeiten, werden die Erwartungen an dieses Medium erörtert und der Reichtum und die Vielseitigkeit des Materials aufgezeigt. So zeigt die Ausstellung, dass Papier nicht nur eine Vorbereitung für die Malerei ist, sondern für mehrere Künstlergenerationen eine Quelle für immer neue Experimente und Forschungen war.

Neben Werken von u.a. Katharina Grosse, Jake Longstreth, Albert Oehlen und Richard Prince zeigt die Ausstellung auch Papierarbeiten von Günther Förg, die seine vielfältige Beschäftigung mit Material und Oberfläche verdeutlichen.

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Ulrich Erben

in Düsseldorf
Galerie Sies + Höke
12 Bilder für einen Raum
08.03.05.04.2024

Die Ausstellung 12 Bilder für einen Raum mit neuen Arbeiten des Düsseldorfer Malers Ulrich Erbens in der Galerie Sies + Höke ist ein radikales Nachdenken über die beiden Nullpunkte aller Malerei: Das Schwarz und das Weiß, das Dunkle und das Helle. Gerade indem Erben die Grautöne verweigert, zwingt er uns als Betrachterinnen und Betrachter, Teil dieser schwarz-weißen Rauminstallation zu werden.

Erbens Malerei hat viele Jahre lang die Farbigkeit des Hellen ausgelotet, in dem er mit verschiedenen Weißtönen auf der Leinwand subtile Kunstwerke erschaffen hat, die trotz ihrer Zweidimensionalität eine ungeheure Körperlichkeit besitzen. Danach hat er Farbe für sich entdeckt, vor allem klare Primärfarben und deren Nuancen bei Farbübergängen, die jeweils eine ganz besondere Dynamik entstehen lassen. Mit 12 Bildern für einen Raum geht Erben einen radikalen Schritt. Er verlässt die Welt der leuchtenden Farben, um einerseits zu seiner Auslotung des Hellen zurückzukehren, andererseits aber auch aufzubrechen zu neuen Erkundungen des Dunklen. Erben geht es so darum, in einem Raum ohne Fenster alle Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Lichts zu erobern. Die Ausstellung zeigt sechs schwarze und sechs weiße Leinwände, alle im gleichen Format, deren Farbflächen jeweils auf besondere Weise in Schwingung versetzt wurden durch eine manchmal kaum wahrnehmbare senkrechte und eine waagerechte Mittellinie, von der aus die hellen oder dunklen Flächen auslaufen oder auf die sie zulaufen. So ist jedes Bild ein Unikat, mit einer ganz anderen Stimmung und doch verbinden sich alle miteinander durch die einheitliche Größe und Bildstruktur.

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Olafur Eliasson

in Tokyo, Japan
Azabudai Hills Gallery
Olafur Eliasson: A Cycle of Harmony of Interconnected Moments
24.11.202331.03.2024

Die Azabudai Hills Gallery in Tokyo zeigt anlässlich der Eröffnung ihrer neuen Niederlassung die Ausstellung A Cycle of Harmony of Interconnected Moments des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson. Zu sehen sind eine Reihe neuer und alter Projekte Eliassons, darunter Installationen, Skulpturen, Gemälde und Fotografien. Das neueste Werk Eliassons, A harmonious cycle of interconnected nows, ist an der Decke der Bürolobby des Mori JP Tower aufgehängt. Es handelt sich dabei um eines der größten Werke, die Eliasson in Japan öffentlich ausgestellt hat. Das Werk besteht aus vier aufgehängten Spiralskulpturen, die aus sich wiederholenden geometrischen Modulen bestehen und deren Formen mathematisch abgeleitet sind.

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Inge Gutbrod

in Landshut
Neue Galerie Landshut
Inge Gutbrod – take a bath in my light-soaked bodies Vol. 2
02.03.24.03.2024

Mit dem Werkstoff Wachs hat Inge Gutbrod ein in der bildenden Kunst selten bearbeitetes Material gefunden. Sie experimentiert und spürt dem Werkstoff in immer neuen Werkreihen nach. In der Ausstellung in der Neuen Galerie Landshut führt die Fürther Künstlerin ihre zuletzt in Schweinfurt gezeigte Ausstellung take a bath in my light soaked bodies mit den für sie charakteristischen matt leuchtenden und stimmungsvollen Wachsgefäßen und sich schwebend im Raum befindlichen bearbeiteten Papieren fort.

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Timm Ulrichs

in München
Pinakothek der Moderne | Kunst
Glitch – Die Kunst der Störung
01.12.202317.03.2024

Zerbrochene Smartphone-Displays, ein Knistern in der Radioübertragung, eingefrorene Bilder im Videocall. Erst im Moment der Störung richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf die Beschaffenheit der technischen Medien, die uns täglich umgeben, ohne sich dabei jedoch selbst in den Vordergrund zu drängen. Als eine der jüngsten und unberechenbarsten Kunstformen lenkt die Glitch Art gezielt das Augenmerk auf die produktive Seite des Fehlerhaften. Zunächst in den 1950er Jahren im Fachjargon von Radio- und Fernsehtechniker:innen verwendet, beschreibt der Terminus Glitch im Kontext von Computerspielen Programmier- oder Grafikfehler. Ein Glitch ist somit das unerwartete Ergebnis einer Fehlfunktion, die neben Computerspielen auch bei anderweitiger digitaler Software auftritt. Im Kunstkontext finden technische Störungen ebenfalls ihren unmittelbaren Ausdruck im Bereich computergenerierter Bilder und des Digitalen. Die Wurzeln technischer Glitches gehen aber bereits auf die Frühzeit der Fotografie zurück; sie nehmen als künstlerische Gegenbewegung zu anerkannten Ausdrucksformen ihren Verlauf von der Fotografie über den Avantgardefilm, Video- und Soundkunst bis hin zu den digitalen Bildmedien und der Netzkunst, indem Bildstörungen bewusst provoziert oder gezielt programmiert werden.

Die Ausstellung Glitch in der Pinakothek der Moderne spürt der „Kunst der Störung“ als globalem Phänomen nach. Internationale Künstler:innen hinterfragen kritisch die Realitätsnähe der Medien, schaffen neue Welten oder decken normative Ordnungen und gesellschaftspolitische Disparitäten auf und machen nicht zuletzt Unsichtbares sichtbar.

Unter den gezeigten Künstler:innen befindet sich neben Chargesheimer, William Forsythe, André Kertész, Germaine Krull, Nam June Paik, Sigmar Polke, Timm Rautert, Man Ray, Johanna Reich, Pipilotti Rist, Wolfgang Tillmans und Peter Weibel auch Timm Ulrichs.

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Julia Steinberg

in Frankfurt am Main
KunstRaum Bernusstrasse
Julia Steinberg – Landschaft mit Wolken
31.01.16.03.2024

Der Frankfurter KunstRaum Bernusstrasse als freier Treffpunkt für Künstler:innen und Kunstliebhaber:innen zeigt eine Ausstellung mit neuen Arbeiten der Dortmunder Malerin Julia Steinberg. Steinbergs Malerei verbindet die strenge, mathematisch-architektonische Linie des Konstruktivismus mit einem Hang zum Spielerisch-Ornamentalen und der Heiterkeit des Impressionismus. Ihre Themenkreise sind Architektur, Interieurs, Landschaften, Binnen-Wasser-Idylle. So erschafft sie charakteristisch farbenfrohe Gemälde voller Komplexität.

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Yoana Tuzharova

in Neuss
Museum Insel Hombroich
Farbe Bild Raum. Bart van der Leck im Dialog
26.05.202325.02.2024

Die Stiftung Insel Hombroich zeigt im Ausstellungsraum Siza-Pavillon der Raketenstation Hombroich eine Ausstellung zum Werk des niederländischen Künstlers Bart van der Leck (1876–1958), der als einer der wichtigsten Vertreter der De-Stijl-Bewegung gilt. Erstmals werden die umfangreichen Bestände, die eine der größten Van-der-Leck-Sammlungen weltweit darstellen, in einer Werkschau zusammengeführt und in ihrer thematischen Vielfalt präsentiert. Im Dialog mit zeitgenössischer Kunst verdeutlicht die Ausstellung die künstlerische Relevanz und Konsequenz des Schaffens Van der Lecks. Werke von u.a. Karina Bisch, Imi Knoebel, Erik van Lieshout, Florian Meisenberg sowie der in Köln lebenden Künstlerin Yoana Tuzharova treten in einen Dialog mit denen Van der Lecks und führen die Fragen nach dem Verhältnis von Farbe, Bild und Raum in die Gegenwart.

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Brigitte Kowanz

in Ulm
Kunsthalle Weishaupt
Dynamic. Bewegung in der Sammlung
16.12.202325.02.2024

Die Kunsthalle Weishaupt zeigt künstlerische Positionen aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt, die Bewegung auf vielfältige Weise sichtbar machen. Vom dynamischen Pinselstrich bis hin zu mechanisch bewegten Reliefs – statt Stillstand erfahren die Besucher:innen Impulse, Schwingungen und Lebendigkeit. Die gezeigten Werke aus den Bereichen Zeichnung, Fotografie und Videokunst verdeutlichen dabei die Dynamisierung des starren, zweidimensionalen Bildes. So wird in der Kinetischen Kunst die statische Komposition durch elektromotorbetriebene Bildelemente ersetzt. Eindrucksvoll führen sie vor Augen, wie die tatsächliche mechanische Bewegung einmal langsam und stetig, einmal ruckelnd und zuckelnd Einzug hält in die Kunst des 20. Jahrhunderts. Bewegung bedeutet in der Kunst aber auch Aktivierung des Publikums. Gezeigt werden neben Werken von Robert Longo, Heinz Mack und Jean Tinguely auch Arbeiten der Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Jeppe Hein

in Paris, Frankreich
Le Bicolore
Multitude & Singularity
08.12.202325.02.2024

Zwei Begriffe, die mit dem Beginn des neuen Jahrtausends an Bedeutung gewonnen haben, sind die „Multitude“, also die Menge der Menschen, die über Netzwerke miteinander verbunden sind, und die technologische „Singularität“, also die Vorstellung, dass Maschinen dem Menschen irgendwann überlegen sein werden. Tatsächlich lassen sich die Begriffe der „Multitude“ und der „Singularität“ sowohl auf Menschen als auch auf Technologien anwenden. Wenn wir an die „Multitude“ denken, stellen wir uns unser demokratisches Engagement in den sozialen Medien vor, aber wir könnten den Begriff genauso gut für die Masse an Daten verwenden, mit denen die KI-Programme gefüttert werden, die derzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller stehen. Die „Singularität“, die uns beunruhigt, sind die Online-Identitäten oder -Profile, an denen wir ständig feilen, während wir dem Konzept der technologischen Singularität ebenso viel Aufmerksamkeit widmen sollten, da dieses Fragen zu unserer Beziehung zu den Maschinen aufwirft, von denen wir immer abhängiger werden. Die in der Ausstellung Multitude & Singularity im Maison du Danemark in Paris versammelten Kunstwerke spiegeln die Komplexität der Welt in ihrem digitalen Gewand wider. Unter den gezeigten Künstler:innen befindet sich neben Mogens Jacobsen, Jakob Kudsk Steensen und Cecilie Wagner Falkenstrøm auch der dänische Künstler Jeppe Hein.

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Brigitte Kowanz

in Amsterdam
Galerie Ron Mandos
Brigitte Kowanz: Another Time Another Place Another Place Another Time
20.01.25.02.2024

Die Amsterdamer Galerie Ron Mandos zeigt mit Another Time Another Place Another Place Another Time eine groß angelegte Einzelausstellung der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz. Die 2022 verstorbene Brigitte Kowanz machte das Licht zu ihrem wichtigsten künstlerischen Medium und erforschte seine vielfältigen Qualitäten und Erscheinungsformen in Objekten, Installationen, räumlichen Eingriffen und ausgedehnten Situationen. Mit Leuchtmitteln wie Neon, LED und fluoreszierenden Kabeln untersuchte Kowanz in ihren Arbeiten seit den 1980er Jahren vor allem die komplexe Beziehung zwischen Licht und Raum. Ihre Kunst ermöglicht es dem Betrachter, Licht als eigenständiges Phänomen, als Medium zur Vermittlung von Informationen und als Garant für Informationen selbst wahrzunehmen.

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Stephan Balkenhol

in Seoul, Südkorea
König Galerie Seoul
Stephan Balkenhol
16.12.202324.02.2024

Die König Galerie Seoul zeigt die erste Einzelausstellung des renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol in Korea. Präsentiert werden insgesamt zwölf Werke, von denen der Großteil hölzerne Wandreliefs sind. Außerdem sind eine Auswahl seiner charakteristischen Männer in schwarzen Hosen und weißem Hemd sowie neuerer Frauenfiguren zusammen mit einer großformatigen Bronzearbeit zu sehen. Bereits seit den 1980er Jahren widmet sich Balkenhol in seiner künstlerischen Praxis der Erforschung der menschlichen Figur in all ihrer Komplexität und Ambivalenz, wobei er die Medien Holz und Bronze verwendet, um zeitgenössische Form des anonymen Porträts zu realisieren. Balkenhol modelliert und schnitzt seine freistehenden Skulpturen in einem einzigen Stück aus Baumstämmen. Das zeigt sich an den massiven Sockeln, die als integraler Bestandteil der Skulptur konzipiert sind. Als Material wählt er leicht bearbeitbare Weichhölzer wie Pappel oder Zeder. Mit ihren grob bearbeiteten Oberflächen und farbigen Bearbeitungen tragen sie Balkenhols unverwechselbare Handschrift und zelebrieren das Handwerkliche des künstlerischen Prozesses.

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Günther Förg

in Berlin
Galerie Max Hetzler
Günther Förg – Häuser und Fenster
19.01.24.02.2024

Die internationale Galerie Max Hetzler zeigt in ihrer Berliner Dependance eine Auswahl von Werken des 2013 verstorbenen deutschen Künstlers Günther Förg.

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Karin Kneffel

in Kleve
Museum Kurhaus Kleve
Karin Kneffel: Face of a Woman, Head of a Child
29.10.202318.02.2024

Monumentale Gemälde mit bildfüllenden, vollreifen Äpfeln und Weintrauben haben Karin Kneffel international berühmt gemacht. Sie zeigen nicht nur bloßes Obst, sondern fungieren als frugale Verlockung und Betörung. Sie funktionieren bei Betrachter:innen auf einer intuitiven Ebene und erwecken sinnbildliche Assoziationen von Verführung und Fruchtbarkeit. Durch ihre Bilder mit vermeintlich klaren Botschaften, starken Farben und überbordendem Realismus ist Karin Kneffel heute eine der bedeutendsten und begehrtesten Malerinnen Europas.

Das Museum Kurhaus Kleve präsentiert eine neue, in Museen bislang noch nicht gezeigte Werkserie Kneffels, die sie während der durch das Coronavirus bedingten Isolation geschaffen hat. Bis auf wenige Ausnahmen macht Karin Kneffel erstmals überhaupt das Menschenbild zum Thema der neuen Serie. Sie malt mittelalterliche Madonnenstatuen des 14. bis 16. Jahrhunderts mit einer besonderen farbigen Fassung, die sie vornehmlich im süd- als auch norddeutschen Raum gefunden hat. Dabei konzentriert sie sich ausnahmslos auf die Gesichter der Figuren, die sie zum Hauptsujet ihrer eindrucksvollen neuen Werkgruppe erhebt. Diese besteht immer aus einem Diptychon: sowohl dem Madonnenantlitz als auch dem ihres dazu gehörigen Jesusknaben. Zwischen den skulpturalen Gesichtern werden vielfältige Bezüge deutlich: die Ekstase als auch Entrückung der Madonnen, die auf ihr Jesuskind herabsehen und dabei sowohl ihre eigene Rolle als Gottesmutter wie auch das Mitleid und Erbarmen im Angesicht des Schicksals ihres Kindes reflektieren. Die Kinder wiederum spiegeln kindlichen Frohsinn, liebevolle Hingabe oder prophetische Weitsicht wider.

Neben den Madonnenbildern wird die Ausstellung durch weitere Werkgruppen von Karin Kneffel ergänzt, so dass die Präsentation nicht nur eine religiös anmutende, sondern gesamtgesellschaftlich interessante Komponente erhält. So werden Obstbilder zu sehen sein (monumentale Äpfel, Weintrauben oder Pfirsiche), aber auch Bilder mit Putten, Kerzenbilder, Feuerbilder, Kirchen- und Beichtstuhlbilder, Tropfenbilder und mehr. Erstmals überhaupt werden Josephsbilder zu sehen sein, den Karin Kneffel nicht wegen seines christlich konnotierten Gehalts malte, sondern aus dem modern anmutenden Grund, dass er – wie Kneffel sagt – „ein uneheliches Kind großzog“.

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Yoana Tuzharova

in Münster
Galerie Laing
Yoana Tuzharova – High Lights
26.11.202318.02.2024

Die bulgarische Künstlerin Yoana Tuzharova zeigt in der Ausstellung in der Galerie Laing in Münster neue Lichtinstallationen, bei denen es der Künstlerin vor allem um die Verwendung von Farbkontrasten geht. Für die zwischen Architektur, Skulptur und Malerei angesiedelten Objekte setzt sie große Farbflächen gegen- und übereinander und lässt sie durch Licht erstrahlen. Dadurch präsentiert sich keines der verwendeten Elemente in klar erkennbarer Form, da das menschliche Auge diese Dimension nicht fassen kann. Alles verschiebt sich optisch ineinander und beeinflusst sich gegenseitig. Es entstehen neue Farbformationen, die sowohl das Wesen des Objekts als auch den Raum grundlegend verändern und hinterfragen. Auf diese Weise beschäftigt sich die Künstlerin mit den Grenzen und Möglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmung.

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Thomas Baumgärtel

in Köln
30works Galerie
Alles Banane? Thomas Baumgärtel
14.01.17.02.2024

Seit 40 Jahren ist die Spraybanane sein Markenzeichen: Thomas Baumgärtel, auch bekannt als „Bananensprayer“, kennzeichnet mit diesem Motiv weltweit Kulturorte, kommentiert und hinterfragt gesellschaftliche Themen kritisch, karikierend, amüsant, oder er nutzt die gelbe Frucht als bildnerisches Mittel. In seinen Werken verwandelt sich die Banane in Figuren und Statements, und sie prägt den neu entwickelten Stil des „Bananenpointilismus“. Oft, aber nicht immer, spielt sein Markenzeichen eine Rolle im Bildmotiv. Dabei bewegt sich der Künstler sicher zwischen verschiedenen Kunststilen und nutzt unterschiedlichste Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Verortung seiner Arbeiten zeigt die Wandlungsfähigkeit des Wahlkölners. Er macht Kunst im städtischen Raum (Urban Art), holt die Straße aber auch in den Innenraum. Fundstücke werden ebenso zu Bildträgern wie die Rückseiten abgerissener Plakatwände mit den Abdrücken der Ziegelwände, auf denen sie ehemals klebte. Sie gehören zum Konzept der Gestaltung: Hinter jedem Werk steckt eine Geschichte. Auf dem Bildträger, von manchem als Abfall bewertet, entstehen meist gesprühte Bilder; sie zeigen die Welt des Menschen in der von ihm gestalteten architektonischen oder ideellen Umgebung.

Ist all das Banane? Diese Frage stellt die große Einzelaausstellung in der 30works-Galerie in Köln. Gezeigt werden mit insgesamt 60 Werken aktuelle Arbeiten auf abgerissener Plakatwand (Billboards) sowie Malereien auf Fundobjekten, insbesondere auf Spaten und Schaufeln.

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Michael Broermann

Thomas Baumgärtel

in Bergisch Gladbach
Galerie Partout Kunstkabinett
Kunst zum Jahreswechsel
09.12.202316.02.2024

In der traditionellen Ausstellung Kunst zum Jahreswechsel zeigt die Galerie Partout Kunstkabinett aktuelle Arbeiten aller Galerie-Künstler:innen in großen und in kleinen Formaten. Darüber hinaus gibt es ebenfalls einen Kunst-Adventskalender, der sowohl in der Galerie selber als auch auf der Website sowie auf Instagram zu finden ist. Unter den ausgestellten Künstler:innen befinden sich auch Thomas Baumgärtel und Michael Broermann.

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Thomas Baumgärtel

in Darmstadt
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Grünzeug - Plants on Paper
15.11.202311.02.2024

Mit ihrem ewigen Zyklus von Keimen, Wachsen, Blühen und Verblühen ist die Pflanze Urbild des fortwährenden regenerationsfähigen Lebens. Grün ist die Farbe der Hoffnung und der erwachenden Natur. Seit dem Mittelalter meint Grün ausdrücklich den Anfang einer Liebe. Die grüne Seite spricht die Herzseite an – sie ist nicht nur der Sitz der Lebenskraft, sondern zugleich die liebenswürdigste Seite eines Menschen. Seit dem Mittelalter wird die Entwicklung der abendländischen Pflanzenikonographie geprägt vom Topos des Paradiesgartens als umzäunter Ort (hortus conclusus). In frühen Miniaturen und Einblattholzschnitten des 15. Jahrhunderts sehen wir Maria vor der Rasenbank sitzen oder das Jesuskind auf einem sprießenden Kohlkopf thronen. Die wechselseitige Befruchtung von Bildkunst und naturwissenschaftlichem Forschungsinteresse in der Renaissance markieren Albrecht Dürers präzise beobachtete Pflanzen. Die Nürnberger Malerin Barbara Regina Dietzsch dokumentiert im 17. Jahrhundert auf leuchtenden Deckfarbenblättern einheimische Rüben und Wurzelgemüse. Ein weiteres Thema ist das üppige niederländische Blumenstillleben des 18. Jahrhunderts. Die Zeichnung der Romantik entdeckt die Schönheit der kleinen unscheinbaren Naturdinge, um sie zum Sprechen zu bringen. Der Bogen spannt sich weiter über Jugendstil Expressionismus, Pop Art, frühe Wahlplakate der Partei Die Grünen, Fotografien bis zu ausgewählten Positionen der Gegenwart.

Passend zur Jahreszeit Herbst geht es in der Darmstädter Ausstellung nicht nur um die Farbe Grün und um Blüten, sondern ein Schwerpunkt liegt auf deren Erträgen: Früchte und Gemüse. Die Ausstellung zeigt so die kulturbildenden Prozesse der Flora auf, die von Künstler:innen seit Anbeginn als kommunikative und sensible Organismen gesehen wurden. Mit den rund 70 Arbeiten auf Papier aus sieben Jahrhunderten öffnet sich so ein Dschungel voller Geheimnisse und Überraschungen. Unter den gezeigten Künstler:innen befindet sich neben Joseph Beuys, Arnold Böcklin, Jim Dine, Albrecht Dürer, Gerhard Marcks, Otto Mueller, Karl Schmidt-Rottluff, Martin Schongauer auch Thomas Baumgärtel.

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Thomas Schütte

in München
Villa Stuck
Kafka: 1924
26.10.202311.02.2024

Anlässlich des 100. Todestags von Franz Kafka verweist das Museum Villa Stuck in einer groß angelegten Ausstellung mit zeitgenössischen Künstler:innen auf die grenzenlose Aktualität des Schriftstellers. Dort, wo Angst, Verzweiflung, unheimliche und klaustrophobische Verhältnisse, bürokratische Enge sowie Machtmissbrauch herrschen, wird oft eine gedankliche Brücke zu Kafka geschlagen. Daraus haben viele Künstler:innen wichtige Impulse erhalten. Zu sehen sind Positionen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich explizit oder implizit auf Kafka beziehen. Die Präsentation ist thematisch und räumlich so konzipiert, dass die Werke einander ergänzen. Es eröffnen sich stets neue Perspektiven, die den Rundgang zu einem Erfahrungsraum machen. Die Ausstellung sprengt dabei die bildungsbürgerliche Kafka-Rezeption und richtet sich an ein breites Publikum. Comics führen niedrigschwellig in die Thematik ein und zeigen unterschiedliche Facetten der einzelnen Protagonisten aus Kafkas Schriften. Neben Werken von u.a. Louise Bourgeois, Robert Crumb, Andreas Gursky, Roni Horn, Maria Lassnig und Jeff Wall ist auch der deutsche Künstler Thomas Schütte mit einer Arbeit vertreten.

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Sibylle Springer

in Bremen
Galerie K-Strich
Sibylle Springer: Mein Mann malt auch
04.11.202310.02.2024

In ihren neuen Arbeiten beschäftigt sich die Bremer Malerin Sibylle Springer mit dem Werk der Malerinnen Barbara und Maragretha Dietzsch. Die Schwestern lebten im 18. Jahrhundert in Nürnberg. Zeitlebens waren sie als Malerinnen international erfolgreich. Wie zahlreiche andere Künstlerinnen wurden auch sie von der Kunstgeschichte vergessen. Bekannt wurden sie vor allem durch ihre detailreichen Stillleben. Barbara Dietzsch malte originalgetreu Distelpflanzen und versah sie mit zahlreichen Insekten, die ebenfalls erstaunlich originalgetreu gemalt waren. Sibylle Springer interpretiert dieses Werk neu und setzt es in den Kontext einer feministischen Kritik. Auffallend viele Bilder der beiden Schwestern zeigen Disteln. In Sibylle Springers Interpretationen dieser Bilder funkeln die Stacheln und die Kanten der Blätter wie scharfe Messer oder Sicheln. Diese Bilder hat Springer in Schichten gemalt. Auf diese Weise wird die Wirkung der scharfen Schneiden verstärkt. Bleibt man in diesem feministischen Diskurs zur Malereigeschichte, so drängt sich eine Szene der Renaissancemalerin Artemisia Gentileschi auf: die blitzende Klinge, mit der Judith die Kehle des schlafenden Holofernes durchtrennt.

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Jeppe Hein

in Cape Schanck, Australien
The Artbarn
Jeppe Hein: Share your perspectives
04.11.202309.02.2024

Die im australischen Cape Schanck ansässige ARNDT Collection zeigt mit Jeppe Hein: Share your perspectives die erste Einzelpräsentation skulpturaler Werke des international anerkannten in Berlin lebenden dänischen Künstlers Jeppe Hein in Australien. Der Kunstraum The Artbarn zeigt eine Auswahl von Arbeiten aus den wichtigsten Werkserien des Künstlers, darunter auch Heins farbige Spiegelballons und seine Neontexte, die hinter Zwei-Wege-Spiegeln leuchten. Die Werkschau wird im Außengelände in der Natur fortgesetzt, u.a. mit einer Auswahl großformatiger Außenskulpturen aus der Serie der Bänke sowie mit einer der berühmten Spiegellabyrinth-Installationen des Künstlers.

Jeppe Hein lässt sich von Wahrnehmungsprozessen inspirieren und fordert den Betrachter auf, sich der elementaren Prozesse bewusst zu werden, die die sinnliche Realität formen. Hein ist bekannt für seine erfahrbaren und interaktiven Kunstwerken, die an der Schnittstelle zwischen Kunst, Architektur und technischen Erfindungen angesiedelt sind. Einzigartig in ihrer formalen Einfachheit und bemerkenswert durch den häufigen Einsatz von Humor, stehen seine Werke in einem lebendigen Dialog mit den Traditionen der minimalistischen Skulptur und der Konzeptkunst der 1970er Jahre. Die Arbeiten des Künstlers enthalten oft überraschende und fesselnde Elemente, die den Betrachter in den Mittelpunkt des Geschehens stellen und sich auf seine Erfahrung und Wahrnehmung des umgebenden Raums konzentrieren, was eine positive Interaktion und ein Gefühl der spielerischen Auseinandersetzung fördert.

Darüber hinaus beschäftigt sich Hein mit sozialen Themen und nutzt seine Skulpturen als Werkzeuge, um mit der Welt und anderen in Kontakt zu treten. Seine Bänke sind ein Beispiel für diesen Ansatz. Im Gegensatz zu typischen Bänken bestehen sie aus langgestreckten, kippenden, sich windenden und schnell ansteigenden oder abfallenden Sitzreihen. Diese Bänke bieten einerseits einen Platz zum Sitzen, Ausruhen und Beobachten der Umgebung. Ihr spielerischer Charakter macht sie aber auch zu Kommunikationsinstrumenten, die es den Benutzern ermöglichen, zu klettern, zu rutschen, zu springen und zu erkunden, während sie mit den Menschen, denen sie auf ihnen begegnen, ein Lächeln und ein Lachen teilen. Die Entwürfe der Bänke lehnen sich in ihrer Grundform an die allgegenwärtigen Park- oder Gartenbänke an, sind jedoch in unterschiedlichem Maße verändert, so dass das Sitzen auf ihnen zu einer bewussten körperlichen Anstrengung wird. Die Bänke sind durch ihre Veränderungen zwischen einem dysfunktionalen Objekt und einem funktionalen Möbelstück angesiedelt und demonstrieren somit den Widerspruch zwischen Kunstwerk und funktionalem Objekt.

Wie ein Großteil von Heins umfangreichem Werk sollen die Arbeiten in der Ausstellung Freude wecken, Wahrnehmungen verändern, den Betrachter für neue Erfahrungen öffnen und Bedingungen schaffen, die Momente der Empathie und Gemeinschaft fördern.

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Thomas Schütte

in Tilburg, Niederlande
De Pont Museum
Thomas Schütte. Westkunstmodelle 1:1
16.09.202304.02.2024

Mehr als vierzig Jahre nach seinen ersten Entwürfen zeigt der deutsche Künstler Thomas Schütte im De Pont Museum in Tilburg drei seiner Architekturmodelle aus der legendären Westkunst-Ausstellung (1981) in Originalgröße. Die Werke (Schiff, Bühne und Kiste) laden die Besucher ein, Treppen zu steigen, auf einer Bühne zu stehen oder sich in einen verborgenen Innenraum zurückzuziehen. In den letzten vier Jahrzehnten hat Schütte ein Werk geschaffen, das zu den einflussreichsten und zugleich schwer fassbaren Werken der zeitgenössischen Kunst gehört. Die Westkunstmodelle markieren den Ausgangspunkt sowohl für sein Werk als auch für diese Ausstellung, die eine Retrospektive seiner Architekturmodelle von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart bietet. Die Architekturmodelle dienen auch als Bindeglied in Schüttes unglaublich vielfältigem Werk: Sie führen in konzentrierter Form die vielfältigen visuellen Formen und Themen zusammen, die seine künstlerische Praxis prägen.

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Timm Ulrichs

in Emden
Kunsthalle Emden
Kunst∙Stoff – Textil als künstlerisches Material
16.09.202328.01.2024

Die Ausstellung Kunst∙Stoff in Emden stellt das Textile als Impulsgeber, Thema und Material der Kunst vor. Der historische Ausgangspunkt liegt in der Webereiwerkstatt des Bauhauses, der wohl einflussreichsten Bildungsstätte für Architektur, Kunst und Design im 20. Jahrhundert. Mit dieser Pionierleistung treten Textilarbeiten erstmals aus dem Bereich des Angewandten heraus. Fortan experimentieren und spielen Künstler:innen auf vielfältige Weise mit Stoffen. Die sogenannte Fiber Art-Bewegung schließlich verhilft dem textilen Gestalten in den 1960er und -70er Jahren gänzlich zur Emanzipation von der angewandten Kunst.

Neben dieser Geschichte von Material und Technik beleuchten die versammelten „Kunst-Stoffe“ das Textile aus feministischen, interkulturellen und ökologischen Perspektiven. So wird beispielsweise Kleidung, also konfektionierter Stoff, zum Ausgangspunkt künstlerischer Auseinandersetzung – ob als schützende Hülle, als Stellvertreter des abwesenden Körpers oder als Ausdruck gesellschaftlicher Codes. Immer faszinieren die Werke durch ihre sinnliche Präsenz und zeigen, dass textile Kunst besonders berührt.

Die Ausstellung zeigt insgesamt über 60 Arbeiten von 44 künstlerischen Positionen, darunter neben Magdalena Abakanowicz, Anni Albers, Phyllida Barlow, Joseph Beuys, Cosima von Bonin, Claes Oldenburg, Meret Oppenheim, Sigmar Polke, Slavs and Tatars, Sophie Taeuber-Arp und Rosemarie Trockel auch Timm Ulrichs.

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Jeppe Hein

in Saarbrücken
Stadtgalerie Saarbrücken
Wildes Morgen – Kuratiert von Kindern und Jugendlichen
20.10.202328.01.2024

Die Ausstellung Wildes Morgen in der Stadtgalerie Saarbrücken wird von Kindern und Jugendlichen kuratiert. Dazu haben zwei Schulklassen haben sechs Künstler:innen ausgewählt, darunter auch den in Berlin lebenden dänischen Künstler Jeppe Hein. Die Gruppenausstellung vereint so regionale und internationale künstlerische Positionen zur Frage: Wie wünschen wir uns unsere Zukunft? Darüber hinaus beschäftigen sich die Schüler:innen mit Fragen über Kunst und Kuratieren: Wie wähle ich als Kurator:in Werke aus? Wie entscheide ich mich für ein bestimmtes Werk? Wie argumentiere und überzeuge ich andere von meiner Entscheidung?

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Inge Gutbrod

in Schweinfurt
Museum Otto Schäfer
Attracted to Paper – Inge Gutbrod und Helmut Dirnaichner
19.11.202328.01.2024

Die Ausstellung Attracted to Paper im Museum Otto Schäfer in Schweinfurt zeigt eine Zusammenschau zweier künstlerischer Positionen, die von ihrer Materialität unterschiedlicher kaum sein könnten: Wachs und Stein. Die Künstlerin Inge Gutbrod bearbeitet das im Museum allgegenwärtige Papier mit Wachs zu einem durchscheinenden, samtenen Stoff. Ihre Schüttungen spielen dabei mit dem Element des Zufalls, während durchscheinende Vorhang- und Fensterkonstruktionen das transluzierende Element ihres Rohstoffs deutlich machen. Die Künstlerin ist bekannt für ihre atmosphärischen Rauminstallationen und bringt deren besondere Stimmung nun auch in den „Roten Salon“ des Museums. Der Münchner Helmut Dirnaichner klopft die bunten Minerale dagegen wortwörtlich in seine Handschöpfungen. Jedes Werk ist bei ihm ein Unikat: Die Papierfasern vermengt der Künstler mit gesammelten Naturpigmenten, die er überall auf seinen Reisen entdeckt. Wo andere Erde sehen, findet Dirnaichner Farben und verarbeitet sie zu stimmungsvollen Kompositionen. Im Kontrast der beiden Kreativen und ihrer Arbeiten liegt die Spannung – in ihrem Dialog finden sich die vielfältigen Facetten des künstlerischen Umgangs mit Papier.

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Thomas Baumgärtel

in Herford
Herforder Kunstverein
Gesellschaftliche Umbrüche
10.11.202328.01.2024

Die Ausstellung im Herforder Kunstverein widmet sich anhand ausgewählter Werke der beiden Künstler Thomas Baumgärtel und Max Grimm dem Thema der gesellschaftlichen Umbrüche. Dabei betonen die künstlerischen Positionen insbesondere die Themen „Leben“, „Freiheit“ und „Verantwortung für die Zukunft“ und liefern so hervorragende Belege für das gesellschaftliche Verlangen nach positiver Veränderung, Freiheit und Verantwortung.

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Thomas Zitzwitz

in Berlin
Projektraum „Die Möglichkeit einer Insel“
Der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand
18.01.28.01.2024

Die Gruppenausstellung in dem Projektraum „Die Möglichkeit einer Insel“ in Berlin Mitte zeigt Werke von u.a. Alicja Kwade, Anselm Reyle, Gregor Hildebrandt und Thomas Zitzwitz.

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Stephan Balkenhol

in Berlin
Kunsthaus Artes Berlin
On Surface – Christoph Bouet & Stephan Balkenhol
17.11.202327.01.2024

Die Werke des Malers Christoph Bouet (*1974) und des Bildhauers Stephan Balkenhol (*1957) könnten, auf den erst Blick, nicht unterschiedlicher sein. Dennoch legt die Auswahl der Künstler für die Ausstellung im Kunsthaus Artes den Vergleich ihrer Werke deshalb nahe, weil diese häufig direkt auf einander Bezug nehmen, darunter vor allem die Verwendung „offener“ Materialien und Werkstoffe, sei es die grobe unverfälschte Struktur der hölzernen Balkenhol-Figuren oder die expressive Farbschichtung in Öl bei Bouet. Das Ergebnis ist ein taktiler Reiz, dessen tiefe Resonanz dazu einlädt, die unverkennbaren Arbeiten der beiden Künstler zu einer haptischen Erfahrung werden zu lassen.

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Timm Ulrichs

in Ludwigshafen
Wilhelm Hack Museum
Re-Inventing Piet. Mondrian und die Folgen
09.09.202321.01.2024

Ob Kleider, Kosmetikverpackungen, T-Shirts, Taschen oder ganze Häuserfassaden – vielerorts begegnen uns die eingängigen und schnell wiedererkennbaren Kompositionen Piet Mondrians, die sich durch die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie durch strenge schwarze Linien auszeichnen und von zahlreichen Künstler*innen aufgegriffen und weitergesponnen werden. Nicht nur die Bildende Kunst, sondern auch Mode und Werbung, Architektur und Design bezogen und beziehen sich auf den Begründer des Neoplastizismus und zitieren, variieren, adaptieren und karikieren seine künstlerischen Gestaltungen. Ausgehend von den Werken Mondrians und seiner Zeitgenoss:innen bietet die Ausstellung erstmalig einen Einblick in eine 100-jährige Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des Neoplastizismus, wobei neben Kleidern im Mondrian-Style, Objekten der Angewandten Kunst und Architektur auch Arbeiten und Installationen zeitgenössischer Künstler:innen gezeigt werden, darunter Werke von John Baldessari, Georg Baselitz, Anna und Bernhard Blume, Sylvie Fleury, Isa Genzken, Mary Heilmann, Gregor Hildebrandt, Barbara Kasten, Imi Knoebl, Louise Lawler, Bart van der Leck, Robert Motherwell, Kurt Schwitters, Sophie Taeuber-Arp sowie Timm Ulrichs.

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Inge Gutbrod

in Schweinfurt
Kunsthalle Schweinfurt
Inge Gutbrod – take a bath in my light-soaked bodies, vol.1
10.11.202321.01.2024

Mit dem Werkstoff Wachs hat sich die Fürther Künstlerin Inge Gutbrod ein Material gesucht, das in der bildenden Kunst selten ist. Seine Ausdrucksmöglichkeiten lotet sie in den Bereichen Form, Farbe und Licht experimentell und zugleich sinnlich aus und spürt der Lichtdurchlässigkeit von Wachs in fortwährend neuen Werkreihen nach. Unter dem Titel take a bath in my light-soaked bodies, vol.1 zeigt die international tätige und vielfach ausgezeichnete Künstlerin einen Querschnitt ihres umfangreichen Schaffens. Speziell für die große Ausstellungshalle der Kunsthalle Schweinfurt entwickelte sie neue Rauminstallationen, die erstmalig gezeigt werden.

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Wiebke Siem

in Salzburg
Museum der Moderne Salzburg
Arch of Hysteria. Zwischen Wahnsinn und Ekstase
21.07.202314.01.2024

Unter dem Titel Arch of Hysteria. Zwischen Wahnsinn und Ekstase widmet das Museum der Moderne Salzburg dem Motiv der Rückbeuge eine große Themenausstellung. Der sogenannte „arc de cercle“, der „Große Bogen“, ist mit seiner Ambivalenz zwischen Kontrollverlust und Beherrschung ein verführerisches Motiv, das eine lange Tradition in der Kunst- und Kulturgeschichte hat. Es findet sich einerseits in Darstellungen von Tanz und Akrobatik, andererseits in solchen von physischer oder psychischer Krankheit: Der überstreckte (Frauen-)Körper kann ekstatische Entrückung oder psychotische Gestörtheit ebenso wie virtuose Körperbeherrschung und Expressivität ausdrücken. Arch of Hysteria ist die erste Ausstellung, die sich ganz auf dieses bildmächtige Motiv konzentriert. Kunstwerke der letzten rund 100 Jahre aus verschiedenen Kontexten zeigen die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten, die der Pose innewohnen – bis hin zu ihrer Umwandlung in abstrakte, aber dennoch expressive und unverkennbare Formen. Die Ausstellung beleuchtet die (kunst-)geschichtlichen Wurzeln des Motivs ebenso wie aktuelle Fortschreibungen in Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie sowie Video- und Performancekunst. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben u.a. Joseph Beuys, Salvador Dalí, Max Ernst, Gustav Klimt, Käthe Kollwitz und Auguste Rodin auch Wiebke Siem.

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Walker Evans

in Charleston, USA
Gibbes Museum of Art
The Bitter Years: Dorothea Lange and Walker Evans Photographs from the Martin Z. Margulies Collection
08.09.202314.01.2024

Die Ausstellung im Gibbes Museum of Art in Charleston ist eine Hommage an die von Edward Steichen für das Museum of Modern Art in New York kuratierte Fotoausstellung Bitter Years aus dem Jahr 1962 und zeigt Fotografien der bekannten amerikanischen Fotografen Dorothea Lange, Walker Evans, Marion Post Wolcott, Jack Delano und anderer, die ihre Karriere als Dokumentaristen der Großen Depression begannen. Diese Fotografen arbeiteten für die Farm Security Administration, eine Abteilung von Roosevelts New-Deal-Programm, und wurden angeheuert, um die soziale Situation des Landes einzufangen und die Herausforderungen, mit denen die Amerikaner zwischen 1935 und 1944 konfrontiert waren, zu beleuchten. Die Ausstellung zeigt auch eine Serie von Polaroids, die Walker Evans in den Jahren 1973 und 1974 produzierte und die auf die Themen der früheren Arbeiten zurückgreifen.

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Jeppe Hein

in Lille, Frankreich
Tripostal
Au bout de mes rêves
06.10.202314.01.2024

Im Rahmen des Festivals lille3000 zeigt das Tripostal in Lille auf drei Etagen die Sammlung der in Belgien ansässigen Vanhaerents Art Collection. Die Vanhaerents Art Collection ist eine der größten privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Belgien. Die Ausstellung Au bout de mes rêves möchte gerade in schwierigen Zeiten ein Gefühl von Licht und Faszination vermittelt. Der Titel spielt darauf an, dass es da, wo Träume existieren, eine Hoffnung auf Veränderung oder einen Neuanfang gibt. Unter den ausgestellten Künstler:innen ist neben u.a. Matthew Barney, David Hockney, Takashi Murakami, Bruce Nauman, Laure Provost, Daniel Richter, Ugo Rondinone, Tomas Saraceno und Bill Viola auch der in Berlin lebende dänische Künstler Jeppe Hein.

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Boris Becker

Felix Schramm

in Düsseldorf
Bilker Bunker
Vom Schutzraum zum Freiraum
30.08.202307.01.2024

Die Eröffnungsausstellung im neuen Düsseldorfer Ausstellungs- und Performanceraum Bilker Bunker konzentriert sich auf die spezielle Architektur und den besonderen Raum des Ortes. Der Bunker gibt einen massiven, in Beton gegossenen Rahmen vor, innerhalb dessen maximale Freiheit und Experimentierfreude möglich sind. Künstlerische Positionen, Fragen und Antworten stehen im Dialog mit der Architektur und der Historie des Bunkers. Die sich diesen Themen widmende Ausstellung zeigt Werke von Mara Lilli Bohm, Florian Etti, Tristan Ulysses Hutgens, Moritz Karweick, Rosell Meseguer sowie von Boris Becker und Felix Schramm.

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Stephan Huber

in Bamberg
Kunstverein Bamberg
200 Jahre Sehnsucht – 200 Jahre Kunstverein
26.11.202307.01.2024

Der Kunstverein Bamberg feiert 2023 sein 200-jähriges Bestehen. Für die dazugehörige Ausstellung 200 Jahre Sehnsucht – 200 Jahre Kunstverein werden aus der Geschichte des Kunstvereins Themen destilliert, die mithilfe aktueller künstlerischer Positionen neu ins Blickfeld rücken, darunter Konstruktionen wie „romantische“ Naturerfahrungen, „schöner“ Alltag, „ästhetische“ Subjekte und „ermächtigende“ Bildung. Anhand verschiedener Sehnsuchtsräume reflektiert die Schau damit bedeutende Momente einer Geschichte bürgerlicher Kunstrezeption, die heute noch nachwirken: Sichtbar wird beispielweise die Rolle der Landschaftsmalerei als Situierung eines neu entworfenen ästhetischen Subjekts. So zeigen sich die aufklärerischen Bemühungen eines aufstrebenden Bürgertums, das sich über Bildungsprozesse gegenüber bisherigen kulturtragenden Schichten ermächtigen möchte. Die Ausstellung wirft Fragen danach auf, wohin sich unsere heutigen Sehnsüchte richten. Dazu lenkt sie den Blick auch nach vorn in die Zukunft und beleuchtet aktuelle künstlerische, auch utopische Positionen. Unter den gezeigten Positionen befindet sich auch der Münchener Künstler Stephan Huber.

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Stephan Balkenhol

in Zürich
Mai 36 Galerie
Stephan Balkenhol
02.11.202306.01.2024

Die Züricher Mai 36 Galerie, die bereits seit über 30 Jahren mit dem Künstler zusammenarbeitet, zeigt neue Skulpturen des international renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol.Seit den 1980er Jahren beschäftigt sich der Künstler intensiv mit der figurativen Bildhauerei und hat eine eigene, unverwechselbare Formensprache entwickelt. Nach seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg schuf er 1983 seine ersten figurativen Holzskulpturen und stellte damit die menschliche Figur in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit, wobei er die grundlegenden Prototypen immer wieder variierte. Die grob behauenen und mehrfarbigen Skulpturen machen durch ihr Erscheinungsbild den handwerklichen Entstehungsprozess und damit den bildhauerischen Prozess sichtbar. Grobheit und Präzision verbinden sich. In stoischer Pose scheinen die aus einem massiven Holzstamm geschnitzten Figuren schweigend und mit sich selbst im Reinen in den Raum zu blicken. Auffallend ist die Ambivalenz ihres Ausdrucks. Sie lassen sich keinem Gemütszustand zuordnen, verweilen anonym und rätselhaft. Sie fungieren als hölzerne Spiegel für ihre Betrachter, in denen sie sich selbst reflektieren. Ihre Anwesenheit wirft fast automatisch Fragen nach der eigenen Wahrnehmung und Existenz auf. Balkenhols Œuvre umfasst sowohl Skulpturen und Reliefs, die aus Holz geschnitzt oder in Bronze gegossen sind, als auch ein breites Spektrum an Zeichnungen. Bei den Zeichnungen handelt es sich oft um Vorstudien zu Skulpturen, um Ideenskizzen oder Konzepte, die jedoch nicht unbedingt skulptural ausgearbeitet werden müssen und so zu eigenständigen Werken werden.

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Thomas Baumgärtel

in Neuss
Kunstinitiative Wurzeln und Flügel im Schloss Reuschenberg
Fussball
17.09.31.12.2023

Fußball überwindet Grenzen und Hürden, ist bunt und vielfältig wie die Kunst. Aus diesem Grund hat die Kunstinitiative Wurzeln und Flügel verschiedenste Künstler zusammengebracht, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln, Betrachtungen und Herangehensweisen mit dem Thema Fußball auseinandersetzen. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben u.a. Petra Ellert und Otmar Alt auch Thomas Baumgärtel.

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Diango Hernández

in Mailand
Wizard Galerie
Diango Hernández. Cantos de Sirenas
09.11.31.12.2023

Die Wizard Galerie in Mailand zeigt neue Gemälde und Zeichnungen des in Deutschland lebenden kubanischen Künstlers Diango Hernández. Hernández ist bekannt für seine zum Nachdenken anregenden Werke, die sich mit Themen wie Identität und kulturellem Aufbruch auseinandersetzen. In seinen jüngsten Gemälden mischen sich abstrakte und figurative Elemente, durchdrungen von dem, was er „Olaismo“, die Sprache des Meeres, nennt. Seine Werke sind von den Rhythmen und Stimmungen des Ozeans geprägt und vermitteln ein Gefühl von Flüssigkeit und Bewegung, das den Betrachter in die Tiefen des Meeres zieht. Dort weht auch der himmlische Gesang der Sirenen durch die salzige Meeresbrise und lockt die Seeleute an die felsigen Küsten. Verlockende Bilder von Meerjungfrauen und Meerestieren tanzen in den Köpfen derjenigen, die von ihren verführerischen Melodien hypnotisiert sind. Das Rauschen der Wellen bildet den rhythmischen Hintergrund für die eindringlichen Melodien, und die Segler verlieren sich in der hypnotischen Schönheit des Sirenengesangs. Die Bilder von Gefahr und Verlockung vermischen sich und weben ein komplexes Netz, dem man unmöglich widerstehen kann. Das Meer birgt viele Geheimnisse, und der Gesang der Sirenen ist eines seiner verführerischsten.

Die neuen Werke von Hernández, darunter Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, zeigen sein Interesse an verschiedenen Ausdrucksformen. Die Werke zeigen seine Vorliebe für die Kombination verschiedener Stile, Techniken und Medien, um eine eklektische Bildsprache zu schaffen. Mit seiner Beherrschung verschiedener Ausdrucksmittel bietet Hernández dem Betrachter ein frisches, innovatives Erlebnis, das klassische und zeitgenössische Elemente miteinander verbindet.

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Karin Kneffel

in Istanbul
Museum Istanbul Modern
Floating Islands
01.05.31.12.2023

Die Ausstellung Floating Islands ist die neunte Sammlungsausstellung von Istanbul Modern und vereint mehr als 280 Werke von 112 Künstler:innen. Die Ausstellung beleuchtet schlaglichtartig Themen, mit denen sich Künstler:innen aus der Türkei und dem Ausland auseinandergesetzt haben und zeigen deren gemeinsame Sensibilität in der Produktion zeitgenössischer Kunst. Die Auswahl widmet sich dabei künstlerischen Antworten auf Themen wie Stadt, Mensch, Natur, Grenzen, Geografie, Politik, Kultur, Klang und Musik

Unter den gezeigten Künstler:innen sind neben der renommierten Malerin Karin Kneffel auch Refik Anadol, Georg Baselitz, Mark Bradford, Daniel Buren, Tony Cragg, Richard Deacon, Ayşe Erkmen, Gilbert & George, Katharina Grosse, Camille Henrot, Alicja Kwade und Laure Prouvost.

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Günther Förg

Ulrich Erben

in München
Walter Storms Galerie
Hommage à Günter Fruhtrunk
09.11.23.12.2023

Die Walter Storms Galerie in München zeigt eine Hommage à Günter Fruhtrunk mit Werken von 18 international renommierten Künstlern, die zum 100. Jubiläum des Künstlers neu geschaffen wurden oder aus Sammlungen stammen. Manche der Künstler haben Fruhtrunk persönlich gekannt, andere folgten ihm als Akademielehrer oder nehmen ihn als Inspiration für ihre eigene Arbeit in Anspruch. Unter den gezeigten Positionen sind neben Jean-Marc Bustamante, Rupprecht Geiger, Gregor Hildebrandt, Gerhard Merz, Sean Scully und Günther Uecker auch Ulrich Erben und Günther Förg,

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Kyoung Jae Cho

in Seoul, Südkorea
Amado Art Space
The 10th Amado Photography Award
19.11.20.12.2023

Der Amado Art Space in Seoul, Korea, vergibt zum 10. Mal seinen mittlerweile etablierten Fotografiepreis. Unter den im Rahmen des Preises gezeigten Künstler:innen befindet sich auch der ehemalige Student der Kunstakademie Münster Kyoung Jae Cho.

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Julia Steinberg

in Stuttgart
Release Stuttgart – Foyer der EnBW
Release und Kunst
10.11.14.12.2023

Unter dem Titel Release und Kunst organisiert die Stuttgarter Drogenhilfe Release e.V. seit 1994 ein anspruchsvolles künstlerisches Ausstellungsprogramm zur finanziellen Unterstützung der Vereinsarbeit. So werden renommierte und junge Künstler:innen in jährlichen Verkaufsausstellungen präsentiert, deren Editionen der Arbeit zugutekommen. In der Ausstellung des Jahres 2023 werden Arbeiten von u.a. Horst Antes, HAP Grieshaber, Francois Morellet, Günther Uecker, Victor Vasarely sowie von Julia Steinberg gezeigt.

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HA Schult

Thomas Baumgärtel

in Eitorf
Galerie Incontro
Kunst in der Villa Keysers
12.11.10.12.2023

Die Galerie Incontro in Eitorf öffnet für die Ausstellung aktueller Arbeiten von Künstler:innen der Galerie die sich neben den eigentlichen Galerieräumen befindliche Villa. Unter den gezeigten Künstler:innen befinden sich neben Banksy, Erich Heckel, Arnulf Rainer, Cornelia Schleime und Andy Warhol auch HA Schult und Thomas Baumgärtel.

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Thomas Baumgärtel

in Düsseldorf
Burkhard Eikelmann Galerie
Nudes
29.10.09.12.2023

In der Nacktheit erkennen wir die Essenz der Schönheit, eine Schönheit, die nicht durch Kleidung oder Masken verdeckt wird. Die nackte Wahrheit, sei es auf der Leinwand, in der Fotografie oder in der Skulptur, ist weit mehr als eine bloße Darstellung des Menschen; sie ist eine Huldigung an die künstlerische Vision. Diese Werke erzählen von der unermüdlichen Suche der Künstler nach der Vollkommenheit des Körpers. So lässt die Ausstellung Nudes die Betrachter:innen tief in die Welt der menschlichen Nacktheit und ihrer zeitlosen Schönheit eintauchen und enthüllt die menschliche Form ohne Scham und Vorbehalte. Die nackte Form wird zur Leinwand für unsere eigenen Reflexionen über Schönheit, Identität und Verletzlichkeit. In der Vielfalt von Blickwinkeln und Ausdrucksformen wird deutlich, dass die Schönheit nicht nur ein Ideal ist, sondern in der Einzigartigkeit eines jeden Körpers gefunden werden kann.

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Günther Förg

in Frankfurt
Galerie Bärbel Grässlin
Günther Förg
28.10.09.12.2023

Die Frankfurter Galerie Bärbel Grässlin, langjährige Vertretung des Malers Günther Förg, zeigt eine Auswahl an Arbeiten des 2013 verstorbenen deutschen Künstlers.

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Thomas Baumgärtel

in Euskirchen
Galerie Spectrum
Thomas Baumgärtel – Im Auftrag der Kunst
05.11.02.12.2023

Die Galerie Spectrum zeigt mit Thomas Baumgärtel – Im Auftrag der Kunst die erste Einzelausstellung des Kölner Künstlers in der Euskirchener Galerie. Die reichhaltig bestückte Ausstellung bietet mit verschiedenen Bildträgern, Werkgrößen, Techniken und Entstehungszeiten einen spannenden Überblick über die Kompositionsbreite und den Radius der frischen, frechen und frohen Kunstsprache des Bananensprayers Thomas Baumgärtel, der mit seinen einmaligen Ideen zu den besonders produktiven Kunstschaffenden Deutschlands zählt.

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Shannon Bool

in Florenz, Italien
Villa Romana
a house is a house is a home
16.09.19.11.2023

Die Ausstellung in der Villa Romana in Florenz beschäftigt sich auf künstlerische Art und Weise mit der Geschichte der Villa Romana und mit ihrem aktuellen Prozess der Neuausrichtung, der noch stärker als bisher Themen wie Interaktion, Beziehung und Transformation in den Blick nehmen wird. Indem so die Konzepte Haus und Zuhause betrachtet werden, wird deutlich, dass die Wände eines Hauses nicht statisch sind, sondern manchmal auch sprechen und tanzen, bröckeln und verstauben, schützen und bedrücken können. Auch das Zuhause ist nicht nur ein Gebäude, ein Ort oder eine physische Einheit, sondern vielmehr das temporäre Ergebnis permanenter Aushandlungsprozesse, in denen sich gesellschaftliche Normen und Machtstrukturen widerspiegeln und in denen ungleiche Chancen und Ressourcen in der Arbeitsteilung entstehen können. Ausstellende Künstler:innen sind u.a. Emeka Ogboh, Zara Julius, Aline Benecke, Erik Tollas und Ivana Franke sowie Shannon Bool.

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Timm Ulrichs

in Berlin
CSR.Art
Vermeer Contemporary (with Madeleine Boschan)
25.08.18.11.2023

Johannes Vermeer ist der große Unbekannte der niederländischen Malerei, in dessen Arbeiten er das Unsichtbare durch das Sichtbare ans Licht brachte. Der Altmeister erreichte eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Unmittelbarkeit in der Darstellung seiner Protagonisten und wurde so zum Vorbild für eine junge zeitgenössische Malergeneration. Die aktuelle Ausstellung in Berlin widmet sich dem Gesamtwerk Vermeers. Erstmals werden alle Motive des Künstlers in Bearbeitungen, Neuinterpretationen und Arrangements gezeigt. Die Ausstellung bietet das gesamte Spektrum der Kunst, von Malerei, Assemblage, Fotografie, Videokunst über Installation, Skulptur und Zeichnung bis hin zu AI Art. Die bedeutenden Museumsausstellungen in Dresden und Amsterdam sind für den Europäischen Kunstverein der Ausgangspunkt für eine Gegenüberstellung mit berühmten Werken wie Magd mit Milchkrug (1658/60), Briefschreiber und Magd (1670) oder Das Mädchen mit dem Perlenohrring (1665) durch international renommierte zeitgenössische Künstler, die in ihren Arbeiten die Auseinandersetzung mit den Gemälden des niederländischen Meisters suchen. Unter den ausstellenden Künstler:innen ist neben u.a. Thomas Zipp und Jorinde Voigt auch Timm Ulrichs.

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Stephan Balkenhol

in Mailand
Galerie Monica de Cardenas
Stephan Balkenhol
21.09.18.11.2023

Die international renommierte Galerie Monica de Cardenas zeigt in ihrer Mailänder Dependance eine Ausstellung mit neuen Werken von Stephan Balkenhol, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer. Seit über 30 Jahren erweckt Balkenhol die figurative Bildhauerei zu neuem Leben, indem er die Komplexität des menschlichen Daseins erforscht und tief in die Bereiche der Identität, der Individualität und des Zusammenspiels zwischen dem Menschen und der Welt, in der wir leben, eindringt. Seine Werke sind auffallend gegenwärtig und von zeitloser Qualität. Sie verbinden das Vertraute mit dem Rätselhaften und schaffen einen kraftvollen visuellen Dialog, der den Betrachter sowohl herausfordert als auch fesselt.

Bekannt für seine Holzskulpturen, deren Figuren akribisch aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt und mit Farbe akzentuiert werden, zeichnet sich Balkenhols Werk durch die Beherrschung der Holzschnitztechnik aus. Die so entstandenen Figuren – Männer und Frauen, manchmal mit ironischen Tiergesichtern – strahlen eine Lebendigkeit und Individualität aus. Diese Fähigkeit, seine Skulpturen mit ausgeprägten Emotionen und Persönlichkeiten zu versehen, hat ihm internationale Anerkennung eingebracht. Die Materialität des Holzes ist immer präsent, die Gesten des Bildhauers bleiben sichtbar und betonen die Lebendigkeit der Oberfläche. Inspiriert von den Werken großer Meister wie Wilhelm Lehmbruck, Honoré Daumier und Auguste Rodin fängt Balkenhol gekonnt das Wesen der menschlichen Existenz in einer von Technologie und digitaler Darstellung beherrschten Zeit ein.

Die in der Ausstellung gezeigten Werke spiegeln dabei Balkenhols fortwährende Erforschung der menschlichen Form und ihrer Beziehung zur Umgebung wider, wie sie sich in den Werken der vergangenen Jahre niederschlägt.

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Martin Noël

in Köln
Kunsthandlung Osper
Figur trifft Struktur
27.10.18.11.2023

Die Kölner Galerie Kunsthandlung Osper zeigt in der Gruppenausstellung Figur trifft Skulptur Arbeiten der beiden Künstler Hannes Helmke und Martin Noël. Den Bronzeskulpturen von Hannes Helmke und dem überwiegend grafischen Werk von Martin Noël ist eine zutiefst humane Haltung gemein, die sich in ihrer Kunst kongenial zum Ausdruck bringt.

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Thomas Baumgärtel

in Hattingen
LWL-Museum Henrichshütte
12. Revierkunst | Der Kunstevent im Ruhrgebiet
03.11.12.11.2023

Einmal im Jahr präsentieren auf der Revierkunst, dem Kunstevent im Ruhrgebiet, 75 herausragende Künstler:innen ihre neuen Werke. Insgesamt über 600 neue Arbeiten werden in der historischen Gebläsehalle, in den Katakomben und im Foyer in Szene gesetzt. Gezeigt werden zeitgenössische Kunst gepaart mit Hüttenatmosphäre – Skulpturen aus Papier, Stoff, Stein, Stahl und Holz – Malerei und digitale Kunst vom modernen Realismus bis zur Abstraktion, Streetart und Video-Installationen. Unter den ausstellenden Künstler:innen befindet sich auch der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel.

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Gertrud Neuhaus

in Münster
Ateliergemeinschaft Schulstraße
40 Jahre Atelierhaus Schulstraße Münster
10.11.12.11.2023

Anlässlich der im Rahmen der Offenen Ateliers stattfindenden Jubiläumsfeier zum 40jährigen Bestehen des Atelierhauses Schulstraße zeigt die Münsteraner Künstlerin Gertrud Neuhaus filmische Arbeiten, die u.a. auch einen Rückblick auf die Werke der vergangenen Jahrzehnte geben.

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Thomas Baumgärtel

in Neuwied
Stadtgalerie Mennonitenkirche
Vandals – Töchter und Söhne der Streetart
04.05.05.11.2023

Die Ausstellung Vandals – Töchter und Söhne der Streetart gibt mit mehr als 20 Künstler:innen einen Einblick in die aktuelle Street Art-Bewegung. Diese Arbeiten sind dafür bekannt, sich provokant gegen kommerzielle Werbung zu behaupten, im trostlosen Niemandsland für Verzauberung zu sorgen und sich an sozialen Brennpunkten mit prägnanten Messages zu äußern. Werke der Street Art sind flüchtig und verschwinden innerhalb kürzester Zeit wieder, werden übermalt oder behördlich entfernt. Auftragswerke der Street Art bleiben in der Regel zeitlich länger im öffentlichen Raum bestehen und werden als schützenswertes Kulturgut hin oder wieder aufwändig restauriert und unter Plexiglas vor weiteren Übermalungen geschützt. Unter den gezeigten Arbeiten befinden sich neben Werken von u.a. Banksy und Blek le Rat auch Werke des Kölner Künstlers Thomas Baumgärtel.

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Josef Albers

in Sakura, Japan
Kawamura Memorial DIC Museum of Art
Josef Albers – Pedagogical Experiments
29.07.05.11.2023

Der Maler, Designer und Pädagoge Josef Albers (1888-1976) wurde in Bottrop geboren und studierte am Bauhaus, wo er später als Professor für die Grundkurse zuständig war. Nach der Schließung der Schule siedelte er in die Vereinigten Staaten über und unterrichtete am Black Mountain College sowie an der Yale University und bildete wichtige Künstler der amerikanischen Nachkriegszeit aus. Albers erklärte, das Ziel seines Unterrichts sei es, „Augen zu öffnen“. So vermittelte er nicht einfach nur Wissen, sondern ermutigte die Student:innen, mit ihren Händen zu denken. Er wollte, dass sie durch solche Untersuchungen die neuen Möglichkeiten von Farben und Materialien entdecken. Albers selbst forschte sein Leben lang weiter. Das Ergebnis ist ein außerordentlich vielfältiges Oeuvre, das von den Glasarbeiten seiner Bauhauszeit über Möbel- und Geschirrentwürfe bis hin zu der Gemäldeserie Hommage to the Square reicht. Die Ausstellung im Kawamura Memorial DIC Museum of Art ist die erste Retrospektive von Albers in Japan und präsentiert sein Werk zusammen mit Fotografien und Filmen aus seinem Unterricht sowie mit Werken seiner Schüler und beleuchtet seine Karriere als Künstler und Pädagoge.

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Jeppe Hein

Olafur Eliasson

in L’Isle-sur-la-Sorgue, Frankreich
Fondation Villa Datris
Mouvement et lumiere
19.05.01.11.2023

Die Fondation Villa Datris präsentiert mit Mouvement et lumiere eine leuchtende Ausstellung, die die wichtigsten Werke der kinetischen Kunst oder der Kunst mit Bewegung von ihren Anfängen in den 1950er Jahren bis zu der heutigen Generation von Künstlern zeigt. Die 81 Werke von 60 französischen und internationalen Künstler:innen, teilweise bereits etabliert, teilweise aufstrebend, verwenden dabei sowohl natürliches als auch künstliches Licht. Unter den Werken sind Arbeiten von u.a. Dan Flavin, Jenny Holzer und Jean Tinguely sowie von Jeppe Hein und Olafur Eliasson.

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Jeppe Hein

in Marseille
Frac Sud
Solaris
25.03.29.10.2023

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens präsentiert das Frac Sud eine Auswahl von Werken aus der Sammlung des Museums, die eine Hommage an die Architektur von Kengo Kuma darstellen. Die Ausstellung basiert auf dem Science-Fiction-Roman Solaris von Stanislaw Lem aus dem Jahr 1961 und dem gleichnamigen Film von Andrej Tarkowskij. Die Geschichte ist eine Fabel über Metaphysik und Erinnerung, in der der Besuch einer Expedition auf einem fernen Planeten beschrieben wird, die von seltsamen Phänomenen heimgesucht wird, die wiederum von einem riesigen protoplasmatischen Ozean hervorgerufen zu werden scheinen. Diese mysteriöse Masse verhält sich wie ein gewaltiges Gehirn, das in der Lage ist, physische Wesen aus der Vergangenheit zu reproduzieren. Die Architektur des von Kengo Kuma entworfenen Museumsgebäudes wirkt mit seinen Glaspaneelen an der Fassade, seinen Panoramaöffnungen, seinen Stegen und Gängen wie ein Schiff, in dem Solaris spielt. Die Besucher:innen aktivieren auf ihrem Weg durch die Ausstellung und beim Betrachten der Kunstwerke einzelne Elemente der Geschichte über Erinnerung und Metamorphosen. Unter den zu erfahrenen Kunstwerken sind Arbeiten von u.a. Richard Deacon, Ugo Rondinone sowie von Jeppe Hein.

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Sibylle Springer

in Bremen
Kunsthalle Bremen
Resonanz. Interventionen in die Sammlung
15.07.29.10.2023

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Kunstvereins zeigt die Kunsthalle eine Ausstellung, in der eine Auswahl zeitgenössischer Bremer Positionen gezeigt wird. Arbeiten von 16 Künstler:innen treten so in einen unmittelbaren Dialog mit der Sammlung, der Geschichte des Kunstvereins und der Architektur des Hauses. Die Ausstellung bringt die Werke der ausgewählten Künstler:innen mit jenen der Institution in ein Spannungsfeld, das ein Sich-Begegnen, -Sehen und -Reiben ermöglicht. Dabei werden produktive Widersprüche hervorgerufen und Fragen nach Identität und Zukunft gestellt. Die Ausstellung zeigt auch Werke der Bremer Künstlerin Sibylle Springer.

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Emil Schumacher

Ernst Hermanns

in Hagen
Emil Schumacher Museum
Emil Schumacher – Durchbruch: Neuhängung der Sammlung
20.08.29.10.2023

Unter dem Titel Durchbruch zeigt das Emil Schumacher Museum eine neukonzipierte Sammlungspräsentation, in deren Mittelpunkt die späten 1950er Jahre stehen. Zu diesem Zeitpunkt war Emil Schumacher aus dem internationalen Kunstgeschehen nicht mehr wegzudenken. Die Verleihung des Guggenheim Awards 1958, seine Teilnahme an der 29. Biennale von Venedig und im folgenden Jahr die Beteiligung an der II. documenta in Kassel sowie Schumachers erste Einzelausstellung in New York bestätigten das große Interesse von Ausstellungsmachern sowie Publikum und Kritik. Schumacher wurde als einer der bedeutendsten Maler der jungen Bundesrepublik wahrgenommen. In der neuen Ausstellung machen wichtige Positionen, denen man in diesen Jahren ebenso auf allen wichtigen Ausstellungen begegnete, u.a. von Rupprecht Geiger, Gerhard Hoehme, Karl Otto Götz und Fritz Winter in der Malerei sowie von Emil Cimiotti, Ernst Hermanns und Norbert Kricke in der Bildhauerei die abstrakte Kunst der 50er Jahre lebendig.

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Olafur Eliasson

in Doha, Katar
National Museum of Qatar
Olafur Eliasson – The curious desert
18.03.28.10.2023

The curious desert ist die erste Einzelausstellung von Olafur Eliassons Werk in der Golfregion. Die Ausstellung zeigt ein Dutzend neuer, ortsspezifischer Installationen in der Wüste in der Nähe der Al Thakhira Mangrove im Norden Katars. Die Außeninstallation besteht aus zwölf temporären Pavillons, die für den isländisch-dänischen Künstler Eliasson ein künstlerisches Labor in der Wüste bilden. Viele der Experimente in den Pavillons nutzen Naturphänomene wie Wind, Wasser und Sonnenlicht, um Kunstwerke zu schaffen, die im Laufe des Tages oder, je nach Jahreszeit, während der Dauer der Ausstellung entstehen.

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Timm Ulrichs

in München
Galerie Renate Bender
In Touch with Light
08.09.28.10.2023

Die Münchner Galerie Renate Bender zeigt zum Saisonstart 2023 mit In Touch with Light eine Ausstellung, die das Thema Licht in den Mittelpunkt rückt. Unter den präsentierten Werken befinden sich auch Arbeiten des ehemaligen Münsteraner Kunstakademie-Professors Timm Ulrichs, der mit hintergründig-humorvollen Arbeiten vertreten ist.

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Stephan Huber

in München
Galerie Max Weber | Six Friedrich
Stephan Huber – Drawings, Prints, Lightboxes and Multiples
08.09.27.10.2023

Die Münchener Galerie Max Weber | Six Friedrich zeigt neue Arbeiten in verschiedenen Medien des Münchner Künstlers Stephan Huber.

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Thomas Wrede

in New York City
Deutsches Haus at New York University
Thingstätten
07.09.27.10.2023

Das Deutsche Haus an der NYU präsentiert Thingstätten, eine von der Fotografin Katharina Bosse kuratierte Ausstellung. Zwischen 1933 und 1936 wurden im frühen Nazi-Deutschland sogenannte „Thingstätten“ als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsorte errichtet. Vierhundert Thingstätten wurden geplant und etwa sechzig gebaut. Viele dieser kaum bekannten Stätten finden sich noch immer verstreut in Deutschland, Polen und Russland – einige vergessen, andere noch immer aktiv als Freilichtbühnen genutzt. Die Ausstellung, im Zusammenspiel mit einem Fotobuch und einer interaktiven Website, ermöglicht so eine kritische Auseinandersetzung mit der ungewöhnlichen Geschichte der „Thingstätte“ und mit der Fortsetzung der räumlichen Vergangenheit in unserer Gegenwart. Die Ausstellung umfasst Arbeiten der Künstler:innen Katharina Bosse, Doug Fitch, Jan Merlin Friedrich, Jakob Ganslmeier, Erica Shires sowie des Münsteraner Fotografen Thomas Wrede.

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Brigitte Kowanz

in Rohr im Burgenland, Österreich
Gasthaus Kaufhaus Thomas Supper | Laurenz
local supply
01.10.26.10.2023

Die Ausstellung, kuratiert vom Kollaborativ Laurenz, zeigt im Gasthaus Kaufhaus Thomas Supper in Rohr im Burgenland, jeweils zu den Öffnungszeiten des Gasthauses, Arbeiten zeitgenössischer Künstler:innen, darunter neben Brishty Alam und Karine Fauchard auch der Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Günther Förg

in Shanghai, China
Long Museum West Bund
Günther Förg: Trunk Road and Branch Roads
26.08.25.10.2023

Das Long Museum West Bund in Shanghai präsentiert mit Günther Förg: Trunk Road and Branch Roads die erste große museale Einzelausstellung von Günther Förg in Asien. Mit der Sprache der Abstraktion in seiner Malerei eignete sich Förg Tropen aus der modernen Kunst und Architektur in seinen unaufhörlichen Transformationen von Farbe, Form und Komposition an, wobei er Gesten oder Prinzipien der Bildgestaltung sowohl imitierte als auch auf sie reagierte, und diese so bis an ihre Grenzen trieb und neu einsetzte. Unter dem Titel Trunk Road and Branch Roadsversammelt diese Präsentation ca. 100 Gemälde aus dem gesamten Schaffen des Künstlers, und verbindet so Förgs charakteristische Serien wie die der Spot Paintings, Grid Paintings und Grey Paintings miteinander. Darüber hinaus werden selten gezeigte Werke präsentiert, darunter eine Gruppe von Gemälden mit Luftlack aus dem Jahr 1993, die einen Überblick über die Bandbreite von Förgs Ausdrucksmöglichkeiten geben.

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Jeppe Hein

in Thy, Dänemark
Statens Museum for Kunst Thy
Jeppe Hein: Under the Surface
01.04.22.10.2023

In der Ausstellung Under the Surface im SMK Thy lädt der international renommierte dänische Künstler Jeppe Hein die Besucher:innen dazu ein, sich auf sich selbst einzustimmen und selber vier verschiedene Kunstwerke zu schaffen. Leitfragen von Heins Ansatz sind dabei: Wie geht es Ihnen heute? Wie fühlen Sie sich in der Welt um Sie herum? Können Sie Ihre Gedanken loslassen und einfach nur sein, im Hier und Jetzt? Jede:r Besucher:in ist eingeladen, einen Pinsel in die Hand zu nehmen und den eigenen Atem im Werk Breathe with Me an die Wand zu malen oder die aktuelle Stimmung mit Kreide in Today I Feel Like ... zu zeichnen. Das titelgebende Werk Under the Surface wurde eigens für diese Ausstellung geschaffen und lädt dazu ein, auf Fotos der Westküste von Thy zu malen. Darüber hinaus können sich die Betrachtenden in Your Mirror... My Mirror... Our Mirrors! selbst und ihre Umgebung in Spiegeln reflektiert sehen, die Anwohner:innen von Thy dem SMK Thy zur Verfügung gestellt haben. Alle vier Kunstwerke sind ganz auf die Beteiligung der Besucher:innen angewiesen und bieten einen fruchtbaren Boden für Spiel, Gespräch und Gegenwart. Sie fordern uns auf, unseren Geist zu öffnen und uns tief in uns selbst und die Welt um uns herum zu vertiefen.

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Timm Ulrichs

in Hannover
Kunstverein Hannover
90. Herbstausstellung
20.08.22.10.2023

Als größte Ausstellung niedersächsischer Künstler:innen gehört die Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 1907 zu den wichtigsten Ausstellungen in Niedersachsen. Die Jubiläumsausgabe der traditionsreichen Ausstellung konzentriert sich auf ihren historischen Ort, die Räume des Kunstvereins im Künstlerhaus (errichtet 1856), strahlt aber über performative Projekte in die Landeshauptstadt aus. Aus einer Vielzahl von Bewerber:innen wurden 45 Positionen ausgewählt, darunter Künstler:innen unterschiedlichster Herkunft, die gerade erst oder bereits lange in der Region arbeiten und zwischen 1931 und 1999 geboren wurden. Die Gruppenschau gewährt so einen Einblick in das zeitgenössische Kunstschaffen im niedersächsischen Raum – in lokales Arbeiten zu globalen Themen. Unter den gezeigten Künstler:innen befindet sich auch der Hannoveraner Künstler Timm Ulrichs.

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Boris Becker

Jürgen Becker

in Erfurt
Kunsthalle Erfurt
Becker & Becker. Fotografien
20.08.20.10.2023

Die Ausstellung Becker & Becker. Fotografien in der Kunsthalle Erfurt stellt die künstlerische Beziehung von Jürgen Becker (*1932, Köln) und seinem Sohn Boris Becker (*1961, Köln) vor. Beide sind in unterschiedlichen Metiers beheimatet: Jürgen Becker ist einer der wichtigen deutschsprachigen Lyriker, Prosaschriftsteller und Hörspielautoren. Boris Becker studierte u. a. bei Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seitdem ist er als Fotograf sowie Filmemacher tätig. Sein künstlerisches Werk konzentriert sich auf Architektur- und Landschaftsfotografie, neben Einzelbildern entstehen verschiedentlich Serien, die konzeptuell geprägt sind. Anlass zur fotografischen Zusammenarbeit von Vater und Sohn gaben die New-York-Aufnahmen, die Jürgen Becker im Anschluss einer Lesereise durch die USA und Kanada 1972 machte und die sein Sohn erstmalig 2012 publizierte.

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Thomas Wrede

in London
Troy House London
About Water & Plants: Artistic Positions on Sustainability
12.08.17.10.2023

Die Troy House Art Foundation London präsentiert ein interdisziplinäres Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Rostock sowie dem Botanischen Garten der Universität Rostock entwickelt wurde und in dem wissenschaftliche Forschung und Kunst in einen Dialog treten. Die Schau führt das Publikum durch aktuelle künstlerische Auseinandersetzungen mit der Natur in Form von Installationen, Objekten, Gemälden, Skulpturen, Fotografien und ortsspezifischen Arbeiten, die sich auf fünf Themen konzentrieren: Die Faszination der Natur, Die Symbiose mit der Natur, Die Analyse der Natur, Die Erforschung der Natur und Die Wahrnehmung der Natur. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich auch Thomas Wrede.

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Yoana Tuzharova

in Köln
Galerie Dietrich
Yoana Tuzharova – lichtraumordnung
01.09.15.10.2023

Die in Köln lebende bulgarische Künstlerin Yoana Tuzharova beschäftigt sich in ihren Werken, die sich zwischen Malerei, Skulptur und architektonischen Strukturen bewegen, mit der Wirkung von Licht und Farbe. Durch überlagerte, intensive Farbflächen, die von verschiedenen Lichteinflüssen umspielt werden, haben die Arbeiten eine große Raumwirkung und Anziehungskraft. Die gezielt erzeugten Kontraste, sei es in der Farb- oder Lichtauswahl, aber auch das Spiel mit Licht- und Schattenwürfen, bewegen die Betrachtenden dazu, sich eingehend mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen und sich auf die vielseitige Farbigkeit einzulassen. Es wird einem vor Augen geführt, dass Farbe nicht einfach Farbe ist, sondern in jedem Kontext (Untergrund, Lichteinfluss, Umgebung) anders wirkt und einem wird so die schier unendliche Vielseitigkeit von Farbgebungen sehr präsent vor Augen geführt.

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Thomas Baumgärtel

in Köln
Bistro Verde
21. Kunstmeile Rodenkirchen
17.09.15.10.2023

Im Rahmen der 21. Kunstmeile Rodenkirchen zeigt das bekannte Restaurant und Jazz-Bistro Bistro Verde im Kölner Stadtteil Rodenkirchen Werke des Kölner Künstlers Thomas Baumgärtel.

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Boris Becker

in Köln
Michael Horbach Stiftung
Tribüne Eins – Inszenierung des Affekts
09.09.15.10.2023

Die Michael Horbach Stiftung in Köln zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung Werke, die sich Affekten auseinandersetzen. Unter den präsentierten Werken befinden sich neben Arbeiten von u.a. Peter Piller, Friederike Haug, Burkhard Mönnich und Ilka Helmig auch Fotografien des Kölner Fotografen Boris Becker.

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Claudia Desgranges

in Köln
Galerie Floss & Schultz
Zur Immaterialität von Farbe
01.09.13.10.2023

Die Ausstellung beschäftigt sich mit visuellen Phänomenen, die jenseits des Farbauftrags entstehen und zum Bestandteil, bei manchen Künstler:innen zur Essenz, des Kunstwerkes werden. Spiegelungen und Reflexionen beeinflussen die Wahrnehmung von Kunstwerken, indem die Umgebung – die Wand, der Raum, der Betrachter – einbezogen werden. Die Zufälligkeit des Lichteinfalls ist dabei häufig eine unberechenbare Variable, die von den KünstlerInnen bewusst eingesetzt wird, um mit der Veränderung des Kunstwerkes z.B. über den Tagesverlauf eine zusätzliche Spannung zu erzeugen. Diese Kunstwerke werden nicht statisch, sondern dynamisch wahrgenommen und sind damit eher Film als Bild. Neben dem Licht als wahrnehmungsbeeinflussendem Phänomen werden auch Positionen gezeigt, die das Licht als Quelle der Farbe thematisieren. Die Ausstellung möchte so verschiedene Facetten der Immaterialität der Farbe und den sehr persönliche Umgang der Künstler:innen mit den Möglichkeiten der Erweiterung der Farbwahrnehmung jenseits des Farbmaterials zeigen. Unter den ausgestellten künstlerischen Positionen befindet sich u.a. auch Claudia Desgranges.

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Karin Kneffel

in Düsseldorf
Galerie Schönewald
Karin Kneffel – Face of a Woman, Head of a Child
01.09.13.10.2023

Die Düsseldorfer Galerie Schönewald präsentiert in der Ausstellung einen neuen Themenkomplex im Oeuvre von Karin Kneffel: das menschliche Portrait. Damit nimmt sich die Düsseldorfer Malerin eines der ältesten Themen im westlichen Kanon an, der Darstellung von Maria und dem Jesuskind, die unendliche Male in der Kunstgeschichte dargestellt worden sind, von byzantinischen Ikonen bis zu Raffaels Sixtinischer Madonna. Kneffel stellt sich in diese Tradition und schert gleichzeitig aus. Sie hat ein eigenes Vorgehen gewählt: Zum einen verteilt sie Mutter und Kind auf getrennte Leinwände, so dass die Betrachter:innen die Beziehung zwischen beiden herstellen müssen. Zum anderen greift sie auf historische Vorlagen zurück, bemalte Holzskulpturen, die sie seit Jahren fotografisch dokumentiert. So gibt es neben einer rotwangigen Maria mit weißem Gesicht und passendem Jesuskind auch eine mit leidenden Zügen und wieder eine, die so merkwürdig aussieht, dass man befürchtet, sie könnte beim Restaurieren in falsche Hände geraten sein. Ihnen allen jedoch verleiht Kneffel eine je eigene Würde. Mit Pinsel und Farbe fängt die Malerin nicht nur die zerbrechlichen Oberflächen der Figuren ein, sondern auch die kunstvollen Tiefen des alten Schnitzwerks. Mutter und Kind erscheinen in berührenden Nahaufnahmen, schlicht und ohne religiöses Beiwerk. Kein Schleier, kein Heiligenschein. Kneffel lässt so Symbolismus und Realismus, Ikonographie und Oberfläche, Kunst und Leben aufeinandertreffen.

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Felix Schramm

in Münster
LVM-Campus – Gebäude LVM-Kristall
The Shadow of the Future: Multilayer, Darksites und Skulpturen aus der Serie Accumulation
26.08.11.10.2023

Die Ausstellung The Shadow of the Future zeigt einen Überblick über das jüngere Werk des Düsseldorfer Bildhauers und Fotografen Felix Schramm, darunter mehrere großformatige wandhängende Arbeiten aus der Serie der fotografischen Multilayer, Objekte der Darksites und freistehende Skulpturen aus der Serie Accumulation. Die Ausstellung wird im Rahmen des Schauraums 2023 in Anwesenheit des Künstlers eröffnet.

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Josef Albers

in Bochum
Kunstmuseum Bochum
Squares and Roses
23.04.08.10.2023

Die Bochumer Ausstellung Squares and Roses erkundet das wechselseitige Verhältnis von Gemälden, Skulpturen und Alltagsgegenständen, wie Stühlen und Teppichen, sowie die diesen Gegenständen zugrundeliegenden Ideen. Das Kunstmuseum Bochum wirft dabei grundlegende Fragen auf nach dem Bestand modernistischer Utopien des 20. Jahrhunderts, die eine Verschmelzung von Leben und Kunst propagierten sowie nach der Dauerhaftigkeit bestimmter Motive. Das Künstler*innenpaar Karina Bisch & Nicolas Chardon wurde eingeladen, Werke aus der Museumssammlung auszuwählen und diese mit Arbeiten aus dem eigenen Schaffen und ihrer privaten Sammlung in ein gemeinsames Gefüge zu bringen und so diese Fragen spielerisch zu erkunden. Entstanden ist eine Ausstellung voller Zitate und Bezugnahmen, mit vielen schwarzen Quadraten, die nie so ganz quadratisch sind und genähten Blumen, die selbst aus Quadraten bestehen. Zwischen Quadraten und Blumen, Museum und Wohnzimmer und privater und öffentlicher Sammlung wird letztlich auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Gegensätze gestellt.

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Stephan Balkenhol

in Wuppertal
Skulpturenpark Waldfrieden
Home Game – 15 Jahre Skulpturenpark
02.09.08.10.2023

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens zeigt der Skulpturenpark Waldfrieden die Ausstellung „Home Game“. Der Titel bezieht sich auf die Herkunft der ausgestellten Werk, denn erstmals seit Eröffnung des Museums im Jahr 2008 wird die gesamte verfügbare Ausstellungsfläche genutzt, um Kunstwerke des Sammlungsbestandes zu präsentieren. Unter den Werken, die der Bildhauer Tony Cragg, Gründer und künstlerischer Leiter des Museums, für die Ausstellung ausgewählt hat, befindet sich mit einem lasziv räkelnden „Satyr“ auch eine Arbeit des Bildhauers Stephan Balkenhol.

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Jan Paul Evers

in Frankfurt
Kunststiftung DZ Bank
Erde. Verwobenes Leben
02.06.07.10.2023

Die Ausstellung Erde. Verwobenes Leben begibt sich anhand von ausgewählten Kunstwerken aus der Sammlung der DZ Bank auf eine Erkundungsreise in die Welt der Bakterien und Pilze, der Pflanzen, der Bäume und der Naturgewalten und zeigt so die Verwobenheit der Dinge auf und hinterfragt die Rolle des Menschen in der Natur. Die ausgestellten Künstler:innen konfrontieren die Besucher:innen mit ihren jeweiligen Sichtweisen auf das Zusammenwirken aller Organismen und verhelfen damit zu neuen Erkenntnissen, u.a. darüber, wie die Vielfalt unserer Erde bewahrt werden kann. Die über 30 Werke von insgesamt 24 Kunstschaffenden zeigen nicht nur die Vielschichtigkeit des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur sondern werden mithilfe von Leihgaben der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung durch Fossilien ergänzt und so um eine naturwissenschaftliche und interdisziplinäre Komponente erweitert. Unter den gezeigten Werken befinden sich Arbeiten von u.a. Julius von Bismarck, Lena von Goedeke, Axel Hütte Sowie von dem Fotografen Jan Paul Evers.

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Thomas Zitzwitz

in Köln
Galerie Norbert Arns
Thomas Zitzwitz – Nocturne
02.09.07.10.2023

Die Kölner Galerie Norbert Arns zeigt neue Arbeiten des Kölner Künstlers Thomas Zitzwitz unter dem Titel Nocturne.

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Yoana Tuzharova

in Köln
Matjö BBK Raum für Kunst
and when the ears see, the eyes listen – Yoana Tuzharova
07.09.05.10.2023

Die Kölner Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage nach der Manifestation eines festen Körpers und seiner Entstehung aus dem Grundelement der Zeichnung – die Linie. Die fremd gesteuerten Linienformen von computergenerierten Datensätzen, die von Menschen verursachten globalen Prozesse darstellen wie globale Erderwärmung, Energieverbrauch, Inflation usw., sind der Ausgangspunkt der Arbeit. Die Linie wird als Naturphänomen betrachtet, das seinen Aggregatzustand vom digitalen bzw. ephemeren Zustand in einen festen oder sich in Schall und Licht transformieren und materialisieren kann. In diesen Prozessen entsteht eine Legierung verschiedener Muster, Verfahren und Traditionen, wodurch das Material zu einem Informationsträger wird, der die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet.

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Brigitte Kowanz

in Wien
Belvedere Wien
Public Matters: Zeitgenössische Kunst im Belvedere-Garten
13.05.01.10.2023

Seit ihrer Öffnung für die Allgemeinheit in den 1780er-Jahren werden die Gärten des Belvedere intensiv als Orte der Erholung und der Gemeinschaftlichkeit genutzt. Dass sie auch Orte der Kunst sind, wird anlässlich des 300-Jahr-Jubliläums verstärkt in den Blick gerückt. Das barocke Skulpturenprogramm rund um die drei Standorte des Belvedere wird für die Ausstellung um ein umfangreiches zeitgenössisches Skulpturenprojekt ergänzt

Ortsspezifisch entwickelte wie auch bereits existierende Arbeiten internationaler und regionaler Künstler:innen verbinden alle Gartenanlagen des Museums und machen diese als gewachsenes Ensemble wahrnehmbar. Public Matters folgt einem erweiterten Skulpturenbegriff, der zeit- und prozessorientierte Ansätze einschließt. Als kritische Hommage adressiert die Schau die Repräsentation von Macht in Geschichte und Gegenwart und deren Transformation über die Zeit. Im Fokus stehen insbesondere Aspekte des Öffentlichen und der Öffentlichkeit, die mit und durch die Kunst entsteht. Gezeigt werden Arbeiten von u.a. Louise Bourgeois, Hans Op de Beeck, Kara Walker, Lawrence Weiner, Franz West, Heimo Zobernig sowie der Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Stephan Balkenhol

in Salzburg
Galerie Thaddaeus Ropac: Villa Kast und Salzburg Halle
1983 | 2023 – 40 Jahre
29.07.30.09.2023

Die bedeutende internationale Galerie Thaddaeus Ropac wurde 1983 in Salzburg gegründet und so markiert 2023 das 40-jährige Bestehen der Galerie. Die Ausstellung 40 Jahre, die an beiden Salzburger Standorten präsentiert wird, zeigt historische Kunstwerke aus dem Gründungsjahr sowie aktuelle, für diesen Anlass geschaffene Werke von Künstler:innen der Galerie. Diese beiden Sektionen vermitteln so den Zeitgeist der frühen 1980er Jahre und zeigen gleichermaßen die fortwährende Entwicklung des Galerieprogramms. Unter den gezeigten Positionen befindet sich neben u.a. Cory Arcangel, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Tony Cragg, Gilbert & George, Ilya & Emilia Kabakov, Alex Katz, Imi Knoebel, Maria Lassnig, Robert Rauschenberg, Sean Scully und Erwin Wurm auch Stephan Balkenhol.

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Thomas Wrede

in Kaiserslautern
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Artists for Nature
06.05.24.09.2023

Die Ausstellung Artists for Nature im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern versammelt künstlerische Positionen, die die Bedrohung der Natur zum Thema machen. Auf ganz unterschiedliche Weise – von subtil über direkt bis zu wissenschaftlich – nähern sich die Künstler:innen Fragen wie „Ist unser Planet noch zu retten?“ oder „Was braucht es, damit wir stärker ins Handeln kommen?“ Kunstschaffende können dabei die Gesellschaft zusätzlich aufrütteln und in unterschiedlichen Medien den Naturzerstörungen, dem Klimawandel und seinen lebensbedrohlichen Folgen einen gleichermaßen deutlichen wie vielschichtigen Fokus geben. So zeigt der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede beispielsweise monumentalen fotografische Arbeiten, in denen er das Abschmelzen alpiner Gletscher drastisch vor Augen führt. Die Ausstellung wirft damit auch die grundsätzliche Frage auf: „Was ist uns Natur wert?“ Neben Wrede sind Arbeiten von u.a. Betty Beier, Julius von Bismarck, Gabriela Oberkofler und Johanna Reich zu sehen.

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HA Schult

in Bad Lippspringe
Burg Bad Lippspringe
Blue Castle – Die Blaue Burg in Bad Lippspringe
05.08.24.09.2023

Der Kölner Aktionskünstler HA Schult hat mit der einzigartigen Kunstinstallation Blue Castle die historische Burg am Quellort der Lippe in strahlendem Blau gefärbt. Damit wird das historische Bauwerk selbst zum künstlerischen Ausdrucksträger, der zum Schutz von Wasser als Ressource aufrufen soll. Die Aktion von Schult nimmt der Burg dabei den Charakter des verwitterten Steins und steigert ihre Erscheinung gleichzeitig zum weltweit einmaligen farbigen Auftritt in Ultramarin. Die Burg wird nicht farbig illuminiert, wie sonst üblich, sondern wird als Ruine zum autonomen Kunstwerk und Hinweisgeber auf den Zustand unser aller Tuns. Im Innenhof der Burg zeigt Schult darüber hinaus Exemplare der ebenfalls als Mahnung zum Umweltschutz gedachten Serie der Trash People.

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Martin Noël

in Zürich
WOS Galerie
Hals über Kopf
08.06.23.09.2023

Mit der unverwechselbaren Liniensprache seiner Arbeiten leistet der Bonner Künstler Martin Noël einen höchst individuellen Beitrag zur Neuentdeckung und Weiterentwicklung des Holzschnittes am Anfang des 21. Jahrhunderts. So gelingt es Noël, das alte, traditionsreiche Medium in die Kunst der Gegenwart zu transferieren. Mehrere Stipendien u.a. in Venedig und in New York regten ihn zu Linol- und Holzschnittserien an, die oft eng an seine Aufenthaltsorte geknüpft sind. Auf Streifzügen schuf Noël einen „Fundus des Sehens“, bestehend aus Skizzen und Fotografien, die als Grundlage für das malerische, zeichnerische und druckgraphische Werk dienten.

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Gertrud Neuhaus

in Münster
VolksbankForum
Andererseits
26.08.23.09.2023

Das VolkbankForum in Münster zeigt eine genre- und generationsübergreifende Gruppenausstellung über Lebenswege und Nebenstrecken mit Arbeiten von u.a. Johannes Brus, Katharina Fritsch und der Münsteraner Künstlerin Gertrud Neuhaus.

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Thomas Baumgärtel

in Oberhausen
Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
It’s a Passion: We proudly present: Die Porzellane aus der Sammlung Ludwig
14.05.17.09.2023

Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen zeigt anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums erstmals die Porzellansammlung der Namensgeber des Museums, Peter und Irene Ludwig. Über Jahrzehnte hat das Aachener Mäzenenpaar Porzellan gesammelt und besondere Freude an der Darstellung menschlicher Tätigkeiten gehabt. Vor allem im 18. Jahrhundert war es populär, den Bauern und den Quacksalber, die Hirtin und den Schneider, die Hutverkäuferin und den Tanzmeister, die Columbine und den Soldaten in feinstem Meißener Porzellan zu zeigen. Als große Tischdekorationen wurden diese niederen Berufsstände bei adeligen Festen zum Amüsement zusammengestellt, wobei die Figuren sowohl Anlässe für höfische Gespräche und Maskenbälle boten als auch häufig metaphorische Bedeutungen hatte. Teil der Ausstellung sind neben einer Vielzahl der sonst in Bamberg gezeigten Porzellanfiguren auch Werke der zeitgenössischen Kunst, die sich mit Figurendarstellungen auseinandersetzen, oft auf eine humoristische Art und Weise. Unter den gezeigten Künstler:innen ist auch der als Bananensprayer bekannte Thomas Baumgärtel.

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Wiebke Siem

in Bonn
Kunstmuseum Bonn
Wiebke Siem. Das maximale Minimum
01.06.17.09.2023

Die in Berlin lebende deutsche Künstlerin Wiebke Siem wurde in den 1990er-Jahren mit raumgreifenden Installationen bekannt, in denen sie Alltagsdinge wie Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen oder Spielzeug verfremdete oder in überdimensionierte Objekte übersetzte. Aus Möbelstücken, häuslich konnotierten Gegenständen und Materialien sowie skurrilen, oft marionettenartigen Figuren entstehen psychologisch aufgeladene, ebenso beklemmende wie humorvolle Installationen, die Fragen nach gesellschaftlichen Rollenbildern aufwerfen. Siem bedient sich in ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder einer Formensprache und Präsentationsweise, die auf den Kontext ethnologischer Sammlungen verweisen. Damit kommentiert sie die problematischen Strategien, die in der Moderne bei der Aneignung außereuropäischer Kunst verfolgt wurden. Neben motivischen Anleihen aus der Kunst- und Kulturgeschichte spielt die kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen des männlich dominierten Kunstbetriebs eine wichtige Rolle in Wiebke Siems Schaffen. Die Bonner Ausstellung bietet einen Überblick über das plastische Werk von Wiebke Siem von den 1980er-Jahren bis heute. In der interaktiven Installation Der Traum der Dinge können die Besucher:innen aus von Wiebke Siem bereitgestellten Einzelteilen eigenständig Figuren oder abstrakte Gebilde zusammenstellen und schlüpfen so in die Rolle der Künstlerin.

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Timm Ulrichs

in Ahlen
Kunstmuseum Ahlen
Timm Ulrichs – Nichts als Theater
25.06.17.09.2023

Der selbsternannte „Totalkünstler“ Timm Ulrichs fühlt sich dem Kunstmuseum Ahlen seit vielen Jahren verbunden, und so befinden sich ca. 70 Werke, sowohl Multiples als auch Unikate, in der Sammlung des Hauses. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Museums zeigt dieses eine umfangreiche Einzelausstellung des Hannoveraner Künstlers. Kunst versteht Ulrichs als Materialisierung von Ideen – und als Reflexion über das, was Kunst ist, sein will, sein könnte. Widersprüche und Absurditäten der Lebenswirklichkeit werden in seinen Objekten, Fotografien, Collagen und Aktionen durchschaubar und finden im Museum ihre Bühne. So wie Theater nur funktioniert, wenn es ein Publikum gibt, das sich auf die Regeln des Rollenspiels einlässt, ist der künstlerische Kosmos von Timm Ulrichs auf Kommunikation angelegt. Der Mensch als Beziehungswesen steht dabei im Mittelpunkt. Der unterhaltsame und dennoch anspruchsvolle Ausstellungsparcours des Museums leitet die Besucher:innen durch ein weitläufiges Ulrich-Universum, in dem auch und gerade der Tod eine wesentliche Rolle spielt.

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Thomas Wrede

in Zwolle, Niederlande
Centrale Harculo
Shared (s)oil – Gruppenausstellung von Künstlern aus Münster
17.06.17.09.2023

Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels machen nicht an nationalen Grenzen halt. Gegenseitige Verbindung und Zusammenarbeit sind daher für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich. Die Ausstellung im Rahmen der IJsselbiennale 2023 nutzt die bestehende hanseatische Verbindung zwischen den Städten Zwolle und Münster, um drängende länderübergreifende Themen – die Gemeinsamkeiten – in den Mittelpunkt zu stellen. Kunst zeigt dabei, dass sie ein mächtiger Katalysator sein kann, um neue Ideen, Verbindungen und Gespräche anzustoßen. Die Ausstellung versammelt die Arbeiten von fünf in Münster ansässigen Künstler:innen, die alle auf ihre eigene Weise über den Einfluss des Menschen auf die Natur nachdenken. Neben Werken von Maike Denker, Hyun-Gyoung Kim, Ruppe Koselleck und Johanna K. Becker präsentiert die Ausstellung auch Werke des Fotografen Thomas Wrede, der in seinen Fotografien nicht nur die Auswirkungen des Klimawandels einfängt, sondern auch aufzeigt, wie dieser die Eingriffe des Menschen in die Landschaft immer stärker verstärkt.

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Josef Albers

in London
Cristea Roberts Gallery
Portraiture in Print: Josef Albers, Georg Baselitz, Jim Dine, Richard Hamilton, Pablo Picasso
30.06.16.09.2023

Die Ausstellung Portraiture in Print in der Cristea Roberts Gallery vereint fünf der innovativsten, engagiertesten und bedeutendsten Grafiker des zwanzigsten und frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen acht bahnbrechende Drucke von Pablo Picasso, die seine jüngst verstorbene Muse Françoise Gilot abbilden. Picasso huldigt ihrer Schönheit mit einer Reihe von Porträts, die die Entwicklung ihrer Beziehung nachzeichnen, die über zehn Jahre dauerte. Daneben zeigt die Ausstellung auch seltene, frühe Studien von Josef Albers und Drucke in verschiedenen Medien von Richard Hamilton, der viele alteingesessene Drucktechniken übernahm und auch einige eigene erfand. Zu den neueren Werken gehören Porträtradierungen von Georg Baselitz, die andere Künstler darstellen, und eine Gruppe intensiver Selbstporträts von Jim Dine.

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in Düsseldorf
Künstlerverein Malkasten
Rainer Eisch – SERDAR_02
31.07.15.09.2023

Seit über 25 Jahren greift Rainer Eisch auf die Möglichkeiten von 3D-Computerprogrammen zurück, wie sie in Wissenschaft, Forschung und Filmindustrie zum Einsatz kommen. Anders als dort nutzt der Künstler die Technik nicht, um Realität auf digitalem Weg zu simulieren. Eher gegenteilig strebt er nach einer gezielten Verunklärung des Sichtbaren. Dies zieht Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen digitaler Medien nach sich. Dabei nutzt er die unterschiedlichsten Techniken, von Trickfilmkameras für 16mm Filmarbeiten bis zu Cloud Computing und Data Models, welche unter anderem von der Wissenschaft für Neuronale Netze, sogenannte selbstlernende künstliche Intelligenz (KI) benutzt wird. Die in der Rotunde des Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf gezeigte neue Arbeit wurde durch Reflexe von optischen Systemen inspiriert. Die als Endlosloop gezeigten digitalen Simulationen auf schwarzem Fonds entbehren physikalischer Korrektheit und ermöglichen dadurch ein intensives Eintauchen in eine eigene Bildsprache.

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Jeppe Hein

in Barcelona
Fundació Joan Miró
Imaginary Friends
16.03.11.09.2023

Die zeitgenössische Kunst verändert sich ständig, wenn neue Künstler auf der Bildfläche erscheinen, innovative Sprachen entstehen, Materialien diversifiziert und neue Diskurse formuliert werden. Imaginary Friends in der Fundació Joan Miró in Barcelona ist eine interaktive Ausstellung, die Besucher:innen jeden Alters, vor allem aber den Jüngsten, Einblicke in diese sich wandelnde Kunst geben soll.

Künstler:innen und ihre Kunstwerke als imaginäre Freunde müssen in der Lage sein, einen Raum zwischen denBetrachtenden und der Realität zu schaffen, in dem alles möglich ist –  einen Raum zum Spielen und Entdecken. Imaginary Friends ermöglicht es den Besucher:innen, auf angenehme, unterhaltsame und zugängliche Weise in die Welt der zeitgenössischen Kunst einzutauchen. Die Ausstellung soll die Betrachtenden beim Entdecken und Kennenlernen renommierter Künstler:innen begleiten und sie ermutigen, ihre Scheu vor zeitgenössischer Kunst zu verlieren. Die Ausstellung zeigt dazu neun großformatige Installationen, von denen einige klassisch sind und andere neu geschaffen wurden. Die meisten Installationen sind interaktiv und spiegeln aktuelle Themen im Zusammenhang mit Spiel und Freizeit sowie andere Anliegen wider, die die Künstler:innen in ihren Werken aufgegriffen haben. Zu sehen und zu erleben sind u.a. Werke von Polly Apfelbaum, Afra Eisma, Pipilotti Rist, Martin Creed, sowie von Erwin Wurm und Jeppe Hein.

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Volker Döhne

in Krefeld
Kunstmuseen Krefeld – Haus Lange
Produktive Räume. Kunst und Design aus Krefeld
26.03.10.09.2023

Das Ausstellungsprojekt der Kunstmuseen Krefeld dokumentiert aktuelle Positionen aus Kunst und Design. Dazu wurden über 50 Kunst- und Designschaffende aller Generationen und Sparten, die in Krefeld und Umgebung arbeiten oder durch einen längeren Aufenthalt hier eine wesentliche Prägung erfahren haben, eingeladen. Zu sehen sind Exponate der Malerei, Skulptur, Fotografie oder Performance, aber auch aus dem Produkt-, Kommunikations- und Social-Design. Die Kunstwerke werden in Haus Lange, die Designobjekte in Haus Esters präsentiert; die Gärten sind mit Außenskulpturen ebenfalls einbezogen. Ob sozialer, politischer, kommunikativer, ökonomischer oder virtueller Raum, ob Landschafts- oder Denkraum – die Ausstellung untersucht das Räumliche aus unterschiedlichen Perspektiven – in engem Bezug zu Krefeld und seiner Stadtgesellschaft, aber auch weit darüber hinaus. Das Zusammenspiel von analogen und digitalen Räumen, von realen und virtuellen Orten wird so auf vielfältige Weise sichtbar. Ganz im Zeichen des Jubiläumsjahrs zum 650. Geburtstag der Stadt Krefeld beleuchtet die AusstellungProduktive Räume damit die Vielfalt der künstlerischen Produktion, die Krefeld und seine Region als Design- und Kunstlandschaft schon lange geprägt haben – und weiterhin prägt. Unter den in Haus Lange ausgestellten Künstlern ist neben u.a. Otto Boll und Astrid Busch auch der Krefelder Fotograf Volker Döhne.

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Gertrud Neuhaus

in Berlin
studio im HOCHHAUS
ALLES V
05.07.10.09.2023

Das Studio im Hochhaus in Berlin zeigt eine Gruppenausstellung mit Beteiligung der Münsteraner Künstlerin Gertrud Neuhaus.

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Thomas Baumgärtel

in Eschweiler
Galerie Art Engert
Tanzende Wesen – Tanzende Stars
06.08.10.09.2023

Die Eschweiler Galerie Art Engert zeigt neue Arbeiten von Künstlern der Galerie und von Gastkünstlern, darunter neue Leinwandarbeiten im Bananenpointillismus von Thomas Baumgärtel.

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Jeppe Hein

in Knokke, Belgien
Maruani Mercier Gallery
Jeppe Hein: When you close your eyes, what do you see?
05.08.10.09.2023

Die renommierte belgische Galerie Maruani Mercier zeigt ihre erste Einzelausstellung des dänischen Künstlers Jeppe Hein, in der Arbeiten präsentiert werden, die sich mit Themen wie Introspektion, Zweisamkeit und Spiel auseinandersetzen. Die für Hein charakteristischen verspiegelten Werke und verblüffenden Installationen werden mit Wandgemälden kombiniert, die blaue Wellen darstellen, die mit dem Atem des Künstlers gemalt wurden und Zeitlichkeit, Fantasie und Fluss vereinen. Mit dem so in Bewegung gesetzten Galerieraum bietet Hein eine Möglichkeit an, die Welt aus einer unendlichen Anzahl von Perspektiven zu sehen. Zwei seiner ikonischen Bänke – eine an der Uferpromenade des Zeedijk und die andere in der Galerie Kustlaan – laden die Besucher ein, mit den skurrilen Strukturen zu interagieren, die mehr als nur einen Sitzplatz bieten.

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Thomas Baumgärtel

in Berlin
JRGALLERY und Raab Galerie
45 Jahre RAAB Galerie
19.08.10.09.2023

Anlässlich des 45jährigen Bestehens der Berliner Raab Galerie wurden über 50 Künstler:innen der Galerie gebeten, eine Blume für eine Jubiläumsausstellung beizusteuern. Unter den beteiligten Künstler:innen befindet sich neben u.a. Jim Dine, Chuck Close, Rainer Fetting, Thomas Florschütz, Alex Katz, Markus Lüpertz und Rosa von Praunheim auch der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel.

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Brigitte Kowanz

in Burgdorf, Schweiz
Museum Franz Gertsch
Transformationen: Werke aus der Sammlung der Mobiliar Genossenschaft
25.03.03.09.2023

Die Ausstellung Transformationen im Museum Franz Gertsch beruht auf der kuratorischen Überzeugung, dass die Beschäftigung mit Kunst auf verschiedenen Ebenen sinnstiftend wirkt: Kunstwerke bieten Gedankenfutter; Kunstwerke regen zu neuen Ideen und neuen Sichtweisen an; Kunstwerke unterstützen dabei, verschiedene Themen des Wandels bewusst, neugierig und mutig anzugehen – im persönlichen wie im beruflichen Umfeld. Und so erzählt die Ausstellung einerseits Geschichten des Wandels aus dem Blickwinkel verschiedener Künstler:innen und zeigt, wie Kunstschaffende auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren. Künstler:innen sind Seismografen, die mit ihren künstlerisch-transformativen Mitteln aktuelle und brisante Themen aufgreifen, meist schon lange bevor diese in den Diskussionen der breiten Öffentlichkeit angekommen sind. Die Ausstellung macht dies anhand von Themen wie Verantwortung, Gemeinsinn, Klimawandel, Solidarität, Unsicherheit, Glück, Macht, Zeitmanagement oder persönliche Freiräume deutlich.

Andererseits baut Transformationen Brücken zu Aspekten des individuellen und persönlichen Wandels und bietet damit einen inspirierenden Reflexionsraum für die Beschäftigung mit sich selbst, dem privaten und beruflichen Umfeld.

Im Zentrum der Ausstellung Transformationen steht eine Auswahl von 300 Exponaten aus der Sammlung der genossenschaftlich verankerten Mobiliar. Zu sehen sind Objekte, Skulpturen, Malereien, Zeichnungen, Druckgrafiken, Videos und Fotografien von über 100 Künstler:innen, darunter neben John Baldessari, Daniele Buetti, Fischli / Weiss, Sylvie Fleury, Ferdinand Hodler, Matt Mullican, Meret Oppenheim und Oscar Tuazon auch von der Wiender Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Jeppe Hein

in Basel
Kunsthaus Baselland / Freilager-Platz
Appearing Rooms
26.05.03.09.2023

Die institutionenübergreifende Projektinitiative PUBLIC ART@FREILAGER-PLATZ verfolgt das gemeinsame Ziel, den Freilager-Platz in Basel mit wechselnder, öffentlich zugänglicher Kunst zu beleben, um seine Aufenthaltsqualität nachhaltig zu steigern und die Nachbarschaft zu stärken. Den Auftakt der jährlich wechselnden Ausstellungen macht der international renommierte und sozial engagierte dänische Künstler Jeppe Hein mit seinem Wasserspiel Appearing Rooms. Mit diesem Projekt soll erstmals eine Brunnenskulptur auf dem Freilager-Platz Einzug halten und die Anwohner:innen zum Verweilen einladen.

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Ulrich Erben

in Bottrop
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Quadrat Bottrop. Die Sammlung
30.04.03.09.2023

Das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zeigt auf der gesamten Ausstellungsfläche des Museums die Bottroper Kunstsammlung jenseits von Werken Josef Albers‘. Die Ausstellung zeigt damit erstmals einen Gesamtüberblick über die seit 40 Jahren gesammelten Arbeiten. Unter den ausgestellten Künstler:innen ist neben u.a. Joseph Egan, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Günter Haese, Donald Judd, Verena Loewensberg, Adolf Luther, Simone Nieweg, Bridget Riley, Ulrich Rückriem, Günther Uecker und Victor Vasarely auch der Maler Ulrich Erben.

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Karin Kneffel

in Berlin
Galerie Friese
Figur
30.06.31.08.2023

Die Berliner Galerie Friese zeigt mit Figur eine Ausstellung mit Werken von Horst Antes, Willi Baumeister, Karl H. Hödicke, Karin Kneffel, Walter Stöhrer und Cornelius Völker, die sich allesamt mit dem Thema der Figur steht. Von der in München lehrenden Malerin Karin Kneffel ist eine neue Arbeit zur Figur des Huhns zu sehen.

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Armin Weinbrenner

in Bad Zwischenahn
Galerie Moderne
Spannungsbögen
17.06.27.08.2023

Die Galerie Moderne in Bad Zwischenahn zeigt eine Gruppenausstellung mit Werken von u.a. dem Münsteraner Künstler Armin Weinbrenner.

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Shannon Bool

in Toronto, Kanada
Daniel Faria Gallery
Shannon Bool, Marlon Kroll, Élise Lafontaine and Kristine Moran: ear to the ceiling, eye to the sky
29.07.26.08.2023

Die Daniel Faria Gallery in Toronto zeigt mit ear to the ceiling, eye to the sky eine Ausstellung mit Werken von Shannon Bool, Marlon Kroll, Élise Lafontaine und Kristine Moran. Die Schau versammelt Werke, die die Beziehung zwischen Abstraktion und Metaphysik erkunden. Die Entwicklung der abstrakten Malerei hat historische Verbindungen zu spirituellen und okkulten Philosophien des späten 19. Jahrhunderts. So waren die theosophischen und anthroposophischen Schriften des Philosophen Rudolf Steiner einflussreich für Künstler wie Wassily Kandinsky und Hilma af Klint. Die Künstler in der Ausstellung setzen sich mit der Abstraktion architektonischer Räume auseinander, seien sie nun real oder imaginär. Die Beziehung zwischen Körpern und ihrer Umgebung kommt dabei ins Spiel: die emotionalen und physischen Auswirkungen, die sich vom Raum auf den Körper übertragen und umgekehrt. Der Titel der Ausstellung suggeriert eine Ausrichtung der eigenen Sinnesorgane nach oben, in dem Versuch, etwas jenseits des Physischen zu finden, und sich über die Decke hinaus in Richtung Himmel zu orientieren.

In der Ausstellung werden neue Arbeiten von Shannon Bool gezeigt. Ihre Seidenmalereien basieren auf architektonischen Strukturen, die dann durch digitales Collagieren von über diese gelegten Rastern abstrahiert werden. So bezieht sich The Spine of Rome auf die Decke eines verlassenen Projekts des Architekten Santiago Calatrava namens Città dello Sport außerhalb von Rom. Das Stadion, das aus zwei symmetrisch angeordneten, identischen, fächerförmigen Pavillons besteht, war Teil von Calatravas Masterplan für den Campus der Universität Rom Tor Vergata, mit der Sportstadt an einem Ende und dem Rektorat der Universität am anderen, verbunden durch einen weitläufigen Stadtpark. Bool verwendet eine Batiktechnik aus Wachs, Öl und Textilfarbe auf Chiffonseide, die anschließend über einen Spiegel gespannt wird. Die gerasterte, halbtransparente Oberfläche der Seide verdoppelt und verdreifacht sich im Spiegel, der auch Hinweise auf die Umgebung des Gemäldes reflektiert und den eigenen Körper des Betrachters in das Werk einbezieht. In Bools Händen öffnet sich das statische modernistische Gitter für seine Umgebung, wird unflexibel und formbar.

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Brigitte Kowanz

in Sindelfingen
Schauwerk Sindelfingen
Untiefen
19.03.20.08.2023

Mit dem Begriff „Untiefe“ sind im Deutschen zwei gegensätzliche Bedeutungen verbunden: flache Stellen im Wasser, die eine Gefährdung für die Schifffahrt darstellen, wie auch Abgründe und bodenlose Tiefe. Diese spannende Polarität greift die Ausstellung Untiefen im Schauwerk Sindelfingen auf, bei der ca. 30 Werke von 19 Künstler:innen aus der Sammlung Schaufler gezeigt werden. Scheinbar seichten, verführerisch schönen Arbeiten stehen Werke gegenüber, die zeitkritische Inhalte und aktuelle Fragen behandeln. Unter den gezeigten künstlerischen Positionen sind Nobuyoshi Araki, Sylvie Fleury, Katharina Grosse, Anselm Kiefer, Joseph Kosuth, Robert Longo, Ugo Rondinone, Franz West, Erwin Wurm sowie die Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Ulrich Erben

Diango Hernández

in Lingen
Kunsthalle Lingen
40 Jahre Kunstverein Lingen – 40 Jahre – 40 Künstler:innen
03.06.20.08.2023

Der Kunstverein Lingen wurde im Jahr 1983 durch Lingener Bürger:innen gegründet. Bis heute ist er Träger der Kunsthalle Lingen, die seit 1997 am aktuellen Standort am Bahnhof Lingen ein Ort der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst ist. Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums des Kunstvereins präsentiert die Kunsthalle Lingen eine Übersicht über 40 Künstler:innen, die in den letzten 40 Jahren eine Einzelausstellung in Lingen hatten. Unter den ausgestellten Künstler:innen befinden sich neben Nel Aerts, Bettina von Arnim, Johannes Brus, Karl Otto Götz, Leiko Ikemura, David Jablonowski, Rune Mields, Mel Ramos und Daniel Spoerri auch Ulrich Erben und Diango Hernández.

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Günther Förg

in Berlin
Galerie Max Hetzler
Das gelbe Licht 6 Uhr nachmittags
23.06.19.08.2023

Die Gruppenausstellung Das gelbe Licht 6 Uhr nachmittags in der Berliner Galerie Max Hetzler unternimmt mit 30 individuellen Blicken auf Landschaft und Natur den Versuch der Darstellung von Landschaft in der durch Fragilität und Zerstörung geprägten Moderne. Soe betrachten die ausgestellten künstlerischen Positionen Landschaft einmal als wehmütiges Nachsinnen über menschgemachte Verwüstungen, als stoische Betrachtung eines zerbrechlichen Alltagsgeflechts und einmal als Erfindung einer ungewissen Zukunft. Allen Positionen ist gemein, dass Menschen zwar weitestgehend abwesend sind, jedoch durch die Gemachtheit der Werke zwangsläufig mitgedacht werden. So sind den in rotbraunen und rotockernen Erdfarben gehaltenen Bildern von Günther Förg nicht nur geographische sondern auch persönliche biographische Geschichten eingeschrieben. Neben Arbeiten von Förg zeigt die Ausstellung auch Werke von u.a. Georg Baselitz, Katharina Grosse, Alex Katz und Sean Scully.

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Claudia Desgranges

in Ansbach
Kunsthaus Reitbahn3
Johann Sebastian Bach | Goldberg-Variationen | Ein Musik-Malerei-Projekt
27.07.19.08.2023

Die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach sind ein Höhepunkt der barocken Musikgeschichte. Die Komposition besteht aus 30 Thema-Variationen, eingerahmt von einer Aria bzw. Aria da capo. Diese musikalischen Variationen werden in der Ausstellung in Ansbach Malereien gegenübergestellt. Die Werke von zehn Künstler:innen, darunter die Kölner Malerin Claudia Desgranges, können anhand der jeweils dreiteiligen Gemälde in direkte Verbindung mit den musikalischen Stücken gebracht werden.

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Volker Döhne

in Krefeld
Museum Burg Linn
Niederrhein Limes - Fotos von Volker Döhne
15.06.13.08.2023

Seit vielen Jahrzehnten erforscht das Museum Burg Linn in Krefeld das Areal des ehemaligen römischen Kastells Gelduba, gelegen unmittelbar am Rhein. In der Antike war es Teil der römischen Grenzbefestigungen, deren von Bonn bis zur niederländischen Nordseeküste reichender Abschnitt als „Niedergermanischer Limes“ 2021 zum Unesco Welterbe erklärt wurde. Viele der zahlreichen Funde aus den archäologischen Grabungen sind heute im Museum Burg Linn zu sehen. Aber auch in der dicht besiedelten niederrheinischen Landschaft gibt es immer wieder Hinweise und Spuren, die von der Anwesenheit der Römer zeugen. So verlaufen die heute genutzten „Römerstraßen“ noch nach 2000 Jahren auf den Trassen, die römische Truppen angelegt haben. Der renommierte Krefelder Fotograf Volker Döhne verfolgt die antiken Spuren und dokumentiert den Wandel in seinen Bildern aus seinem ganz persönlichen Blickwinkel. In den Jahren 1993/94 entstanden Fotos entlang des Limes vom ehemaligen Bonner Bundeskanzleramt bis zur Colonia Ulpia Traiana in Xanten – zwei Zentren der Macht, die heute Geschichte sind. Die Fotos bezeugen darüber hinaus im Vergleich mit jüngeren Aufnahmen, wie sich in kürzester Zeit das Landschaftsbild des Niederrheins ein weiteres Mal geändert hat.

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Thomas Baumgärtel

in Bergisch Gladbach
Partout Kunstkabinett
Thomas Baumgärtel – Spraywald & 40 Jahre Kunstbanane
24.03.05.08.2023

In der Ausstellung Spraywald in Bergisch Gladbach entwickelt der als Bananensprayer bekannte Kölner Künstler Thomas Baumgärtel sein Werk konsequent weiter. Mit dem Wortspiel Spraywald verweist Baumgärtel auf die bekannte Kulturlandschaft Spreewald in Brandenburg und vor allem auf deren bekanntestes Gemüse, die Spreewaldgurke. Für Baumgärtel ist dabei die Verbindung zwischen Banane und Gurke, den anderen „krummen Dingern“, ästhetisch naheliegend. Eine von Baumgärtel eigens für die Ausstellung entworfene Spraywaldbanane verdeutlicht die Verwandtschaft. In der Ausstellung anlässlich des 40jährigen Bestehens der Spraybanane tritt dieses Markenzeichen des Künstlers dennoch zugunsten der Erkundung des Spraywalds zurück.

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Josef Albers

in Dallas, USA
Dallas Museum of Art
Movement: The Legacy of Kineticism
18.09.202230.07.2023

Die Ausstellung Movement: The Legacy of Kineticism erforscht die Kraft der Kinetik in der Kunst und zeigt 80 Werke aus der Sammlung des Museums. Präsentiert werden Arbeiten von Künstler:innen aus mehreren historischen Epochen, die optische Effekte oder mechanische oder manipulierbare Teile verwenden, um die Betrachtenden physisch oder in ihrer Wahrnehmung zu fesseln. Die Ausstellung zeigt, wie heutige Künstler:innen vom langen Erbe der dynamischen Abstraktion beeinflusst wurden. Dieser Werke beziehen die Besucher:innen in ihre Umgebung ein und machen oft eine Partizipation an den Werken möglich. Gezeigt werden u.a. Werke von Lygia Clark, Piet Mondrian, Victor Vasarely sowie von Josef Albers.

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Emil Schumacher

in Hagen
Emil Schumacher Museum
Emil Schumacher – Das frühe Werk und die Sammlung Lepke
27.11.202230.07.2023

Bei der Ausstellung im Emil Schumacher Museum in Hagen handelt es sich um die Präsentation einer Kollektion von Werken Emil Schumachers aus historischer Sammlersicht. Die Sammler waren Ruth und Rudolf Lepke, deren Sohn Rudolf Jr. die Sammlung der Eltern übernahm und pflegte. Für Emil Schumacher führte die erste Begegnung mit dem Ehepaar Lepke 1946 zu einer entscheidenden Sammlerfreundschaft. Dank der Lepkes und einer kleinen Gruppe von Hagener Sammlern war es ihm überhaupt erst möglich, als Maler voranzukommen. Gerade diese frühe Förderung, noch bevor Kunstkritik und Museen auf ihn aufmerksam geworden waren, ermöglichte es Emil Schumacher, sich auf seine Kunst zu konzentrieren und schließlich als einer der wichtigsten Vertreter einer neuen Künstlergeneration aus der jungen Bundesrepublik zu internationaler Anerkennung zu gelangen. Die Familie Lepke begleitete Schumacher als Sammler bis in die 1970er-Jahre. Die persönliche Zuneigung blieb jedoch auch darüber hinaus generationenübergreifend bis zum Tod von Emil und Ulla Schumacher bestehen. Heute ist die Sammlung Lepke die einzige nahezu geschlossen erhaltene Sammlung aus diesen Jahren in Privatbesitz. Sie ist geprägt vom Neuaufbruch im Werk des noch stark vom späten Expressionismus seiner Professoren an der Kunstgewerbeschule in Dortmund geprägten Künstlers sowie dem persönlichen Geschmack der insbesondere auch literarisch gebildeten Sammler.

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Thomas Schütte

in Neuss
Skulpturenhalle
Thomas Schütte – Skulpturen
13.01.30.07.2023

Die Skulpturenhalle der Thomas Schütte Stiftung am Rande von Neuss ist der bisher größte und ambitionierteste Bau, der nach einem Modell von Thomas Schütte erstellt wurde. Modelle für imaginäre Bauten gehörten zu Schüttes frühen Tätigkeitsfeldern, doch blieben sie bis vor wenigen Jahren fiktive poetische Bilder für Leben und Schaffen des Künstlers. Der Ausstellungsraum im Inneren der Halle zeigt unter dem Motto „Wiedergefundenes“ eine Ausstellung mit älteren Skulpturen des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte aus den 1970er Jahren im Dialog mit jüngsten Arbeiten, die erst in den letzten Monaten entstanden sind.

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Thomas Baumgärtel

in Köln
EKTRA-Offspace
Thomas Baumgärtel – Billboards Extended
30.04.30.07.2023

Die Frühjahrsausstellung im EKTRA-Offspace zeigt mit Billboards Extended ausgewählte Werke des Kölner Künstlers Thomas Baumgärtel. Als „Bananensprayer“ international bekannt geworden, besinnt sich Baumgärtel mit den Billboards auf seine Anfänge als Vorreiter der deutschen Urban Art, denn die Plakatkunst, die auf Abrissen von Plakaten und ihrer Wiederverwendung zu Collagen und Mixed-Media-Werken basiert, markierte in den frühen 1950er Jahren die Geburtsstunde urbaner Kunst. Unter dem Namen „Affichisten“ avancierten die Plakatkünstler Jacques de la Villeglé und Mimmo Rotella zu den Wegbereiten des neuen Realismus und schrieben mit ihren Arbeiten aus Papierfetzen Kunstgeschichte. Thomas Baumgärtels neue Arbeiten stehe in dieser Tradition und sich doch nicht nur eigenständige, sondern auch räumlich auf Köln bezogene Werke.

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Jan Paul Evers

in Klagenfurt
Kunsthaus : Kollitsch
SCHAU....8
30.09.202206.07.2023

Mit 82 Werken von 31 internationalen Künstler:innen reiht sich die SCHAU….8 in die jährlich stattfindende Ausstellungsreihe im Kunsthaus : Kollitsch ein. Die Ausstellungsreihe nimmt Neuankäufe aus dem jeweils vergangenen Jahr als Ausgangspunkt, die mit Werken aus den Sammlungsbeständen sowie mit Leihgaben in Bezug werden, wodurch immer wieder neue inhaltliche und formale Zusammenhänge zwischen einzelnen Positionen sichtbar werden. Durch diese Zusammenstellung lässt sich die Aktualität der Sammlung ebenso erkennen wie die Freude des Sammlerpaares Sigrun und Günther Kollitsch an zeitgenössischer Kunst. Unter den ausgestellten Werken sind Werke von u.a. Natalie Czech, Joel Meyerowitz, Hans Op de Beeck sowie von Jan Paul Evers.

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Olafur Eliasson

in Turin
Castello di Rivoli
Olafur Eliasson: Trembling horizons
03.11.202202.07.2023

Seit den späten neunziger Jahren verbindet der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson in seiner künstlerischen Praxis die persönliche Erinnerung an Naturbegegnungen mit verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und des ökologischen Denkens und schafft Werke, die den Betrachter zur aktiven Teilnahme einladen. Mit Trembling Horizonszeigt das renommierte Turiner Museum für zeitgenössische Kunst Castello die Rivoli neue Werke, die aus Experimenten des Künstlers in seinem Berliner Atelier hervorgegangen sind. Eliasson lässt sich von wissenschaftlichen Instrumenten inspirieren, wobei er die ambivalente Rolle berücksichtigt, die diese im Laufe der Geschichte gespielt haben. Die im vergangenen Jahr entstandenen Arbeiten betonen die enge Beziehung zwischen Körper und Geist und den Wert der subjektiven und sensorischen Erfahrung. Eröffnet wird die Ausstellung mit dem aktuellen Werk Navigation Star for Utopia, einem hängenden Lichtkunstwerk, das die Besucher empfängt und dessen Strahlen aus farbigem Licht die Umgebung beleuchten und mit den Lichteffekten fast an ein Orientierungsinstrument der Zukunft erinnern. In einem Gebäudeteil des Museums hat Eliasson eine großformatige Installation einer neuen Serie von Kaleidoramen mit sechs keilförmigen, optischen Geräten-ähnlichen Kunstwerken installiert, mit der der Künstler deren Wahrnehmung verändern möchte. In jeder der Arbeiten kann der Betrachter beobachten, wie sich komplexe Muster in fließender Bewegung in einem 360-Grad-Panoramaraum entfalten, der größer zu sein scheint, als es physisch möglich ist – eine optische Täuschung, die durch Spiegel und Lichtprojektionen entsteht. Neben weiteren aktuellen Arbeiten Eliassons, darunter Your Non-human Friend and Navigator, in der Eliasson sich mit Meeresströmungen beschäftigt, zeigt die Ausstellungen auch Werke aus der Sammlung des Museums, wie z.B. die Installation The Sun Has No Money aus dem Jahr 2008.

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Julia Steinberg

in Emsdetten
Emsdettener Kunstverein
40 Jahre Kunstverein Emsdetten
04.06.02.07.2023

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Emsdettener Kunstvereins zeigt der Kunstverein eine Gruppenausstellung mit aktuellen Werken von Künstler:innen, die seit der Gründung des Vereins ausgestellt haben. Unter diesen Werken sind auch Arbeiten der Dortmunder Künstlerin Julia Steinberg.

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Diango Hernández

in Basel
Nicolas Krupp Gallery
Diango Hernández – All Hands
06.05.01.07.2023

Die renommierte Basler Galerie Nicolas Krupp zeigt aktuelle malerische und skulpturale Arbeiten des in Deutschland lebenden kubanischen Künstlers Diango Hernández, in denen dieser sich vertieft mit dem für ihn charakteristischen und symbolischen Form der Welle auseinandersetzt.

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Brigitte Kowanz

in Berlin
Galerie Max Goelitz
4≠4 | Brigitte Kowanz
27.04.24.06.2023

Für die Einzelausstellung 4≠4 der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz wird die Berliner Galerie Max Goelitz in einen Schwarzlichtraum transformiert und präsentiert erstmalig eine Gesamtinstallation mit Kowanz‘ phosphoreszierenden und fluoreszierenden Werken. In den frühen 1980er Jahren begann Kowanz mit Schwarzlicht und reflektierenden Pigmenten zu experimentieren. Die Arbeit mit Schwarzlicht als Material sowie die Inszenierung von phosphoreszierenden und fluoreszierenden Installationen in Schwarzlichträumen begleitete ihre künstlerische Praxis fortan über Jahrzehnte. Die Ausstellung zeigt exemplarisch frühe Werke als historische Bezugspunkte. So hängt im Zentrum Kowanz‘ bislang kaum gezeigte Installation Light Steps (1990), eine minimalistische Treppe aus Schwarzlichtröhren. Daran anschließend sind jüngere Werke, beispielweise aus ihrer Flashback-Serie (1988/2021) präsentiert, in der sie ihre eigenen früheren Arbeiten wiederum zitierte und weiterentwickelte. Durch diese Gegenüberstellung wird deutlich, wie Kowanz bereits ab den frühen 1980er Jahren in ihren Arbeiten konsequent den Einfluss von lichterzeugenden neuen Medien auf Gesellschaft und Kunst reflektierte. Diese analytische Auseinandersetzung thematisierte von Beginn an Aspekte der Virtualisierung sowie neuer Bild- und Raumformen. Als eine Pionierin des medienreflexiven Ansatzes entwickelte Kowanz destabilisierte, bewegte Räume. Licht diente dabei als Mittler der Überschreitung und Präzisierung – es entstand ein integratives Verhältnis zwischen Werk, Raum und Rezipient:innen. In vielen ihrer bekanntesten Werke bevorzugte Brigitte Kowanz weißes Licht, da sich darin alle Farben gebündelt wiederfinden. Hingegen werden mit dem Einsatz von Schwarzlicht nicht nur Sehgewohnheiten hinterfragt, sondern der Raum sowie die Verbindung der Werke zu architektonischen Elementen treten auf neue Weise hervor. Durch die vermeintliche Umkehrung von Licht und Dunkelheit oder vielmehr die Erzeugung von Licht durch ein anderes Licht, schuf Kowanz raumfüllende, erlebbare Objekte und Installationen. In diesem Zusammenhang wird ihr experimenteller Umgang mit Licht als primäres künstlerisches Gestaltungsmedium sowie die Erkundung der Möglichkeiten und Grenzen seiner Erscheinungsformen besonders sichtbar.

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Stephan Balkenhol

in Antwerpen
Keteleer Gallery
Stephan Balkenhol
13.05.24.06.2023

Die Keteleer Gallery in Antwerpen zeigt in einer Einzelausstellung repräsentative Arbeiten des renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol, darunter eine völlig neue Serie von Skulpturen und eine Auswahl von Zeichnungen. Balkenhol hat sich mit dem unverwechselbaren Stil seiner grob geschnittenen, vereinfachenden figurativen Skulpturen von anonymen und doch charakteristischen Menschen einen besonderen Platz in der zeitgenössischen Skulptur erarbeitet. Neben stehenden, aus Holz geschnitzten Skulpturen unterschiedlicher Größe, fertigt Balkenhol auch zweidimensionale, Malerei und Bildhauerei verbindende Relieftafeln, sowie Bronzestatuen, die für eine Aufstellung im Freien gedacht sind. Die neben den Skulpturen in Antwerpen gezeigten Zeichnungen ermöglichen dabei einen ganz eigenen und wieder neuen Blick auf Balkenhols Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur.

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Thomas Schütte

in Florenz
Fondazione Palazzo Strozzi
Reaching for the Stars
04.03.18.06.2023

Die Ausstellung Reaching for the Stars in Florenz erkundet die wichtigsten Strömungen der zeitgenössischen Kunst und liefert den Besucher:innen mit aktuellen Werken der Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Video und Performancekunst eine Entdeckungsreise zu den Stars der globalen Kunst der letzten Jahrzehnte. Aus der Perspektive von mehr als 50 Künstler:innen aus der ganzen Welt will die Ausstellung dem Besucher die Möglichkeit geben, über die Gegenwart und die Zukunft der Kunst nachzudenken, indem sie ihre Vielfalt, ihre Entwicklung und ihre Beziehung zur zeitgenössischen Gesellschaft offen darlegt. Dabei erstreckt sich die Ausstellung über alle Räume des Palazzo Strozzi, vom Piano Nobile über die Strozzina bis hin zum Renaissance-Innenhof des Palazzo. Gezeigt werden bedeutende Werke britischer Künstler wie Damien Hirst, Anish Kapoor und Sarah Lucas sowie eine umfangreiche Auswahl an Werken von Maurizio Cattelan, einem Künstler, dessen Werk für das Verständnis der zeitgenössischen italienischen Kunst von entscheidender Bedeutung ist, sowie Arbeiten von Künstlern wie Paola Pivi und Lara Favaretto. Parallel dazu entfaltet sich die Ausstellung in Abschnitten, die sich mit Identität, Körper und zeitgenössischen Mythen befassen und Themen wie Zerbrechlichkeit und Entfremdung, rassistische und geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie die Beziehung zwischen Gemeinschaft und Individuum behandeln, mit ikonischen Werken von Künstlern wie Cindy Sherman, Barbara Kruger, Pawel Althamer und Shirin Neshat. Neben den genannten Künstler:innen sind auch Arbeiten des deutschen Künstlers Thomas Schütte zu sehen.

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Gertrud Neuhaus

in Köln
Zündorfer Wehrturm
Gertrud Neuhaus – Grauzone
28.05.18.06.2023

Die Münsteraner Künstlerin Gertrud Neuhaus beschäftigt sich hauptsächlich mit Installationen. Auch wenn ihre Arbeiten immer wieder auch malerisch, fotografisch oder skulptural sind und als eigenständige Arbeiten funktionieren, werden sie am Ende doch meist in einen Ausstellungszusammenhang gesetzt. Ihre raumbezogenen Installationen sind dreidimensionale Kompositionen, die zwischen Einrichtungshaus, Bühnenbild, privatem Wohnraum und Kunstausstellung changieren und damit der Unterscheidung von Kunst und Leben misstrauen. Neben künstlerischen Arbeiten werden auch gefundene Alltagsdinge und Supermarktprodukte gleichwertig in Szene gesetzt. So entsteht ein durchkomponierter Raum mit vielen Details, der zusammengehalten wird durch ein Netz aus formalen und inhaltlichen Bezügen. Die Kölner Ausstellung im Zündorfer Wehrturm zeigt eine aktuelle Rauminstallation mit dem Titel Grauzone.

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Thomas Zitzwitz

in Otterndorf
Museum gegenstandsfreier Kunst
Thomas Zitzwitz – Totalement tendrement tragiquement
05.03.16.06.2023

Die Gemälde des Kölner Künstlers Thomas Zitzwitz wirken alle durch ein ausgeprägtes Spannungsverhältnis zwischen Oberfläche und Tiefe. Am stärksten ist diese Spannung jedoch in seinen gesprayten Bildern. Sie zeigen ein wogendes Meer von Farben und Formen, schwebende Züge, die nach Art der Wellen sich heben und senken, und sie erzeugen den Eindruck einer großen Tiefe, die darunter liegt. Diese Tiefe ist jedoch ein Effekt der Oberfläche, denn Leinwände sind glatt gespannt und der Eindruck einer Tiefe dahinter ist nur eine Illusion, die wir uns vor dem Bilde machen. Hier verbinden sich ästhetische und soziale Erfahrungen der Moderne, Malerei und Zivilisation. Das Museum gegenstandsfreier Kunst im niedersächischen Otterndorf zeigt in Thomas Zitzwitz – Totalement tendrement tragiquement Beispiele Zitzwitz‘ Spraybilder.

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Armin Weinbrenner

in Bad Zwischenahn
Galerie Moderne
Kunstfrühling
12.03.12.06.2023

Die Galerie Moderne in Bad Zwischenahn zeigt zum Frühlingsbeginn die Ausstellung Kunstfrühling mit Werken der Künstler:innen der Galerie, darunter der Münsteraner Künstler Armin Weinbrenner.

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Inge Gutbrod

in Nürnberg
Kunstvilla Nürnberg
Naturstoff / Kunststoff: Materialität in der Nürnberger Kunst
03.12.202211.06.2023

Mit der Ausstellung Naturstoff / Kunststoff greift die Kunstvilla Nürnberg ein aktuelles ökologisches Thema auf, nämlich den Verbrauch an Plastik und vor allem den daraus entstehenden Müll, der unsere Ökosysteme bedroht und dadurch in Verruf geraten ist. Kunststoff in seinen verschiedenen Formen stellt jedoch stellt seit dem frühen 20. Jahrhundert ein bedeutendes Material zeitgenössischer Kunst dar, welches, ebenso wie Naturstoffe, beispielsweise Wachs, Schellack und Grünspan, Eingang in die Kunst gefunden hat. Die Ausstellung untersucht die Verwendung von Natur- und Kunststoffen in der Nürnberger Kunst des 20. Jahrhunderts. Häufig sind es gerade Natur- und Landschaftseindrücke, die mit künstlichen Mitteln erzeugt werden. So entstehen anthropomorphe und florale Formen aus Astralon, Polyester und Polypropylen. Von besonderer Bedeutung erweisen sich die spezifischen Materialeigenschaften der Natur- und Kunststoffe, die sich die Künstler:innen aneignen, um sie für ihre Kunst wirksam werden zu lassen. Gezeigt werden Werke von u.a. Hubert Baumann, Karin Blum, Fred Ziegler sowie von Inge Gutbrod.

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Jeppe Hein

Olafur Eliasson

in Berlin
Haus Kunst Mitte – House for Contemporary Art
Gedanken Spielen Verstecken
25.02.11.06.2023

Die Berliner Kunstvermittlungsinitiative Ephra zeigt mit Gedanken Spielen Verstecken eine Ausstellung bei der 22 international renommierte Künstler:innen das Haus Kunst Mitte über zwei Etagen bespielen. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass den Besucher:innen alle Fragen erlaubt sind und Ephra damit auf spielerische Art einen lebendigen Zugang zur Gegenwartskunst ermöglichen möchte. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Positionen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit aktuellen Fragestellungen bewegen und berühren und dazu einladen, Kunst mit allen Sinnen zu erfahren. Die künstlerischen Begegnungen auf Augenhöhe öffnen sowohl den Kindern als auch den Künstler:innen neue Gedankenwelten und Perspektiven. So fordert der dänische Künstler Jeppe Hein beispielsweise die Betrachter:innen seines Werkes dazu auf, ihre momentane Gefühlsstimmung als Selbstporträt an die Wand zu malen. Neben Jeppe Hein und Olafur Eliasson sind u.a. Christian Jankowski, Karin Sander und Tomás Saraceno in der Ausstellung vertreten.

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Diango Hernández

in Hannover
Kestner Gesellschaft
Diango Hernández – Bañistas (Bathers)
25.06.202204.06.2023

Der in Düsseldorf lebende kubanische Künstler Diango Hernández hat für die Kestner Gesellschaft in Hannover ein ortsspezifisches Projekt mit dem Titel Bañistas (dt. Badende) entwickelt. Die große Wandarbeit im Café Tender Buttons ist sowohl eine Hommage an die persönliche Biografie des Künstlers und die Erinnerung an seinen Geburtsort als auch eine Reflexion über die ursprüngliche Funktion des aktuellen Gebäudes der Kestner Gesellschaft, das früher das Goseriedebad beherbergte. Hernández‘ Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, dem Strand, den Früchten und der Sprache prägt sein bildhauerisches und malerisches Werk, das immer auch seine Vergangenheit und Erziehung sowie die revolutionäre Kultur im kommunistischen Kuba abbildet. Die kubanische Tradition der Wandmalerei, die nationale, gesellschaftskritische und historische Themen reflektiert, bleibt eine der wichtigsten Inspirationsquellen dieses Künstlers. Sein Werk Bañistas symbolisiert mit der Wasserwelle den Atlantischen Ozean. Drei vor den Wellen platzierte Metallskulpturen gehören zu einer Reihe von Werken mit dem Titel Instopia. Diese Objekte sind Reminiszenzen an Aktivitäten aus dem sozialen Netzwerk Instagram. Bevor diese in ihrer materialisierten Form geschaffen wurden, gab es sie zunächst nur als digitale Objekte. Diese wurden von Hernández virtuell in Fotos von real existierenden Räumen mit luxuriösem Interieur hineinkopiert. Damit entsteht ein verwirrender Moment von Realität und Virtualität. Letztlich möchte Hernández damit auch eine Verbindung zwischen den Welten der Kunst und der sozialen Medien herstellen.

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Karin Kneffel

in Reykjavík
National Gallery of Iceland
Forty Years of The Corridor
03.02.04.06.2023

The Corridor ist ein von Künstlern geführter Ausstellungsraum, der 1979 von dem Künstler Helgi Þorgils Friðjónsson gegründet wurde, und damit wahrscheinlich Islands am längsten bestehende privat betriebene Galerie. Helgis Hauptziel bei der Einrichtung eines Ausstellungsraums in seinem Haus war es, die Arbeiten zeitgenössischer Künstler:innen aus anderen Ländern in Island zu präsentieren; Damals gab es in Island kaum Gelegenheit, internationale zeitgenössische Kunst zu sehen. Die überwiegende Mehrheit der in The Corridor ausgestellten Künstler:innen sind keine Isländer, allerdings haben die meisten eine Verbindung zu Island. Helgi hat stets versucht, die Arbeiten von Künstlern auszustellen, die für andere künstlerische Strömungen repräsentativ sind als die, die in Island vorherrschen, wie Hyperrealismus, magischer Realismus, Neo-Surrealismus, die geometrische Abstraktion und Konzeptkunst. Eigentlich sollte die Ausstellung 2020 anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung von The Corridor begangen werden. Da dies durch die globale Covid-19-Pandemie immer wieder verschoben werden musste, wird die Jubiläumsschau in der National Gallery of Iceland mit insgesamt 90 Werken von 68 Künstler:innen aus 20 Ländern erst jetzt gezeigt. Unter den ausgestellten künstlerischen Positionen befindet sich neben Jenny Watson, Thomas Huber und Lisa Milroy auch die deutsche Malerin Karin Kneffel.

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Thomas Baumgärtel

in Eitorf
Galerie Incontro
Ubi Bene Ibi Patria − Was ist Heimat
30.04.29.05.2023

Die Gruppenausstellung in Eitorf beschäftigt sich mit der Frage „Was ist Heimat?“, indem sie verschiedene Aspekte von Heimat künstlerisch darstellt und untersuchen lässt. Neben Werken des sozialkritischen Kölner Street Art Künstlers Thomas Baumgärtel sind Arbeiten sieben weiterer Künstler:innen zu sehen.

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Berthold Socha

in Bocholt
GrenzBlickAtelier
Der letzte Blick – Fotografien von Berthold Socha
12.03.28.05.2023

Das Bocholter GrenzBlickAtelier präsentiert in Erinnerung an den 2021 verstorbenen Fotografen Berthold Socha eine Auswahl seiner unverwechselbar faszinierenden Fotografien. Gezeigt werden analoge Handabzüge auf Barytpapier, welche die unverkennbare Handschrift des Fotografen zeigen. Sein sensibler Blick für das Motiv und der Stil seiner Arbeit in der Dunkelkammer sind immer wieder ein Augenschmaus.

Berthold Socha (1940 – 2021) war über 60 Jahre mit Leib und Seele ein Fotograf, der lebenslang dem analogen schwarz-weiß Film treu geblieben ist. Als Referent der Kulturabteilung arbeitete er von 1977 bis 2004 beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Soweit es ihm im prallgefüllten Tagesgeschäft möglich war, hatte er stets seine Leica griffbereit – in seiner Freizeit ohnedies immer über der Schulter. Seinem fotografischen Blick entging keine besondere Situation, jedes sehenswerte oder dokumentarisch wertvolle Motiv wurde von ihm erfasst. Socha, der im allerbesten Wortsinn ein „Amateurfotograf“ war, hatte keinen Auftrag, keine Terminvorgaben, kein Konzept. So konnte er ohne Druck von außen seine Motive intuitiv und mit unbändiger Freude am Fotografieren selbst ablichten. Durch die schwarz-weiß Aufnahmen war die Konzentration auf das Wesentliche gegeben. Ihm waren Formen, Strukturen und der besondere Moment wichtig, hierzu benötigte er für seine feinfühligen Bildaussagen keine Farbe. Die Filme entwickelte er selbst und die Abzüge entstanden in der eigenen Dunkelkammer. So blieb seine unverkennbare Handschrift vom Auslösen bis hin zum fertigen Barytabzug bestehen.

Wenige Tage vor seinem Tod hat Berthold Socha seinen letzten Film belichtet. Eines dieser Fotos ist Anlass der Ausstellung mit Werken aus seinem umfangreichen Oeuvre. „Der Film ist voll, die Erinnerung bleibt“, dieses Vermächtnis hinterlässt Berthold Socha, dem mit der Schau im GrenzBlickAtelier gedacht werden soll.

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Günther Förg

in London
Galerie Max Hetzler
Surface Works
25.04.27.05.2023

Die Gruppenausstellung in der Londoner Dependance der Galerie Max Hetzler zeigt Künstler:innen, die sich mit der farblichen, gestischen und materiellen Gestaltung der Oberfläche der Leinwand beschäftigen. So versuchen die Arbeiten des Münchner Malers Günter Förg, die kunsthistorische Anbindung, die die zeitgenössische Kunst häufig in einen Dialog mit der Vergangenheit bringt, zu kommentieren, aber auch aus ihr auszubrechen. Die ausgestellte Serie, die alle 2009 entstanden sind, zeigt Förgs Versuch, Farbe und Form auf seine eigene Weise zu verstehen. In allen Arbeiten besteht eine enge Verbindung zwischen der Architektur der Komposition und ihrer Materialisierung auf der Grundfläche. Insgesamt handelt es sich bei Förgs Werken um Oberflächenarbeiten, die eine Beschäftigung mit Prozessen der Fragmentierung und Erinnerung erkennen lassen. Neben Werken von Günter Förg werden auch Arbeiten von Ida Ekblad, Joan Mitchell, Albert Oehlen und Rebecca Warren gezeigt.

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Jan Paul Evers

in Frankfurt/Main
Kunststiftung DZ Bank
Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung
09.02.20.05.2023

Der Blick in den Himmel begleitet die Kulturgeschichte der Menschheit von Anfang an. Schon in alten Hochkulturen bestimmen astronomische Beobachtungen das Verständnis von Gesetzmäßigkeiten und nahezu alle religiösen und philosophischen Systeme der letzten Jahrtausende sind durch die Annahme überirdischer Ordnungen geprägt. Seit der Astronomie als neuzeitlicher Wissenschaft und der modernen Astrophysik bedient sich die Erforschung des Universums hoch technologisierter Untersuchungsmethoden und Bildgebungsverfahren – und entdeckt den Sternenstaub als Grundstoff unseres Planeten. In der Ausstellung Himmel – Die Entdeckung der Weltordnung spürt die Kunststiftung DZ Bank der Faszination für das Universum nach und stellt die Frage, was uns der Blick in den Himmel über die Erde und unseren Aufenthalt auf ihr erzählen kann. Unter den gezeigten künstlerischen Positionen ist auch der Fotograf Jan Paul Evers.

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Josef Albers

in Burlington, USA
Fleming Museum of Art, University of Vermont
Josef Albers – Formulation: Articulation
07.02.20.05.2023

Die Ausstellung Formulation: Articulation in Burlington, USA, bietet die Möglichkeit, Farben mit anderen Augen zu sehen, nämlich durch die Linse des Lehrmaterials des Bottroper Künstlers Josef Albers. Dieses Material zeigt, wie unsere Wahrnehmung von Farben durch die Umgebung, in der sie betrachtet werden, beeinflusst wird. In Farbstudien wie Homage to the Square zeigt der Künstler und Pädagoge Josef Albers (1888 – 1976), wie die unmittelbare Nähe unsere Wahrnehmung von Farbtönen und -werten verändert. Die Ausstellung präsentiert Albers‘ Siebdruckportfolio aus dem Jahr 1972. Sein Lehrmaterial über Farbinteraktionen wird seit langem in den Kursen der Universität Vermont verwendet, und auch heutige Studierenden verwenden Albers‘ Werk in ihrem Studium der Malerei, Farbfotografie und der Druckgrafik, um ihre Studien auf seine Beobachtungen zu gründen. Die Ausstellung Formulation: Articulationergänzt die Farbstudien von Albers mit Kunstwerke aus der Sammlung des Museums, darunter Arbeiten von Künstlern wie Glenn Ligon, Ellsworth Kelly und David Powell.

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Julia Steinberg

in Nümbrecht
Kunstverein Nümbrecht
Julia Steinberg – Landschaft mit Wolken
23.04.14.05.2023

Der Kunstverein Nümbrecht im Bergischen Land zeigt mit Julia Steinberg – Landschaft mit Wolken eine Ausstellung neuer Arbeiten der Dortmunder Künstlerin.

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Brigitte Kowanz

in Hall, Tirol, Österreich
Klocker Museum
Die Kunst des Sammelns – Teil I
26.03.202212.05.2023

Die Lust am Sammeln von Kunst verband die Mitglieder der Familie Klocker. Spätestens seit 1981 begann Emmy Klocker mit dem Aufbau einer Sammlung, die ihren Schwerpunkt auf österreichischer Kunst nach 1945 hat. Der Grundstock der Sammlung zeigt den Versuch, die besten Leistungen zeitgenössischer Tiroler Malerei und Skulptur in einem österreichischen Kontext zusammenzuführen. Weibliche Positionen blieben, nicht untypisch für die Zeit, im Hintergrund. Seit dem Tod der Stifterin 2006 wird die Sammlung systematisch erweitert und werden Fehlstellen gedeckt. Der Fokus ist Tirol, der Kontext Österreich, der Horizont international. Unter den gezeigten Künstlerinnen befindet sich neben Martha Jungwirth und Maria Anwander auch die Anfang 2022 verstorbene Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Thomas Baumgärtel

in Ratingen
Galerie Art-Limited
40 Jahre Bananensprayer – Retrospektive 1983 bis 2023
01.05.30.04.2023

Die Ratinger Galerie Art-Limited zeigt anlässlich des 40. Jubiläums der künstlerischen Arbeit von Thomas Baumgärtel eine Retrospektive des Kölner Pioniers der Street und Urban Art in Deutschland. Gezeigt werden ausgewählte Werke, insbesondere aus Baumgärtels berühmter Serie der Spraybananen.

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Günther Förg

in London
Galerie Hauser & Wirth
Günther Förg – Tupfenbilder
01.02.29.04.2023

Der Münchener Maler Günther Förg ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegsgeneration. In der Breite seines Schaffens, von monochromer Malerei bis zu Farbstudien, von Fotografie bis zu Wandmalereien, von Bronzereliefs bis zu Skulpturen, erkundete Förg das Sehen als solches, und wechselte zwischen Medien und Serien mit einer raschen Abruptheit, die den Künstler und sein Werk so charakteristisch machte.

Günther Förg war ein außerordentlich produktiver Maler, Bildhauer, Grafikdesigner und Fotograf, der in seinen kühnen konzeptionellen Arbeiten die Themen der Moderne aufgreift und kritisiert. Die Ausstellung in der Londoner Dependance der renommierten Galerie Hauser & Wirth zeigt Förgs Tupfenbilder, die letzte Serie des Künstlers, die zwischen 2005 und 2010 entstand, bevor er 2010 nach einem Schlaganfall aufhörte zu malen. In diesen Arbeiten wird der Pinselstrich selbst zum Hauptdarsteller, mit dem eine ultimative Rückkehr zur expressiven Malerei vollzogen wird – eine Ankunft im Kreis der Malerei als eine Synthese von Experimenten, die in der Kunstgeschichte verwurzelt ist. Die Tupfenbilder wurden teilweise von Fotografien beeinflusst, die Förg von Francis Bacons Atelier sah, das mit bunten Farbklecksen übersät war, die entstanden, als der Künstler seine Pinsel an den Wänden und der Tür des Ateliers abwischte, um überschüssige Farbe zu entfernen. Die kontrastierenden Farben innerhalb einer lebhaften Komposition spiegeln die konzeptionellen Prinzipien wider, die Förgs Praxis zugrunde liegen: ein formaler Purismus, ein Sinn für das Kunstwerk als Objekt und ein architektonisches, analytisches Interesse am Raum.

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Stephan Balkenhol

in München
Galerie Rüdiger Schöttle
Stephan Balkenhol
17.02.29.04.2023

Zum 55. Jubiläum der Münchener Galerie Rüdiger Schöttle wird eine Ausstellung des renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol mit neuen Skulpturen aus Holz, Reliefs und Zeichnungen gezeigt. Neben der Bildhauerei war Balkenhol immer auch Zeichner. Die Ausstellung untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dreidimensionalen Skulpturen und zweidimensionalen Zeichnungen. Dabei können sich die Betrachtenden der Präsenz von Balkenhols Figuren nicht entziehen, sei es auf dem Papier oder im dreidimensionalen Raum. Deren Erscheinungsbild ist so alltäglich und vertraut, dass die Gesichter des Künstlers oft auch als Spiegel unserer Zeit bezeichnet werden. Die Figuren bevölkern seit Jahren die kulturelle Landschaft, vor allem im europäischen Raum, und so scheinen die Arbeiten unweigerlich vertraut. Doch gerade die feinen Unterschiede sowie die Ambivalenz in ihrem jeweiligen Blick lässt immer wieder Raum für Neues und eigene Fantasien.

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Jan Paul Evers

in Bremen
Weserburg Museum für moderne Kunst
What is the Proper Way to Display a Flag?
19.11.202223.04.2023

Flaggen sind starke politische Symbole, die vielfältig in künstlerischen Werken aufgegriffen werden. Sie stehen für gemeinschaftliche Überzeugungen und Werte, betonen nationale Souveränität, markieren territoriale Grenzen, schließen ein und aus. Flaggen werden aber auch für Protest und Widerstand genutzt. Sie sind fester Bestandteil gesellschaftlicher Konflikte, die auf den Straßen dieser Welt ausgetragen werden. Die Ausstellung What is the Proper Way to Display a Flag? im Bremer Museum Weserburg konzentriert sich auf aktuelle Positionen aus einem internationalen Kontext, um mittels zeitgenössischer Kunstproduktion über die Bedeutung, die Wirkmacht und den Einsatz von Flaggen nachzudenken. Die ausgewählten Werke zeigen künstlerische Strategien, die Flaggen als Material oder als inhaltlichen Bezugspunkt nutzen, darunter raumgreifende Installationen, Malerei, Fotografie und Videoarbeiten. Dabei geht es um Sichtbarmachung historischer Kontexte, um aktuelle gesellschaftskritische Setzungen und Gegenbilder, um inhaltliche Umdeutungen von Symbolen und Herrschaftszeichen, bisweilen aber auch um poetisch-hintergründige Annäherungen. Fragen über unterschiedliche Vorstellungen von Identität, Nation und Herkunft kommen in den Blick, und damit zugleich Fragen über Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, über Aktivismus, Empowerment und Respekt. Beteiligte Künstler:innen sind u.a. Yael Bartana, Igor Grubić, Shilpa Gupta, Jaune Quick-to-See Smith sowie der Kölner Fotograf Jan Paul Evers.

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Ulrich Erben

in Berlin
Galerie Bastian
Ulrich Erben – Das Licht in den Farben
11.03.22.04.2023

Die bekannte Berliner Galerie Bastian zeigt neue Arbeiten des Düsseldorfer Malers und ehemaligen Professors an der Kunstakademie Münster Ulrich Erben.

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Thomas Zitzwitz

in Paris
Galerie Richard
Thomas Zitzwitz – Les étoiles quand l’aube peu à peu les efface
11.03.18.04.2023

Die Pariser Galerie Richard zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung neue Arbeiten des in Köln lebenden und arbeitenden Malers Thomas Zitzwitz.

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Emil Schumacher

in Paderborn
Kunstmuseum im Marstall
Intermezzo#5: Sammlung Scheffelt – Emil Schumacher, Joseph Beuys, Antoni Tapies
03.02.16.04.2023

Die Städtischen Kunstsammlung Paderborn verfügt seit 2021 über Dauerleihgaben der Künstler Emil Schumacher, Joseph Beuys und Antoni Tapies aus der Freiburger Sammlung Scheffelt. Dr. Magda Scheffelt und ihr Sohn Michael Scheffelt sammelten Kunstwerke mit dem Schwerpunkt auf Porzellan des 18. Jahrhunderts. Aber auch bildende Kunst aus dem 20. Jahrhundert ist in der Sammlung mit Künstlern wie Schumacher, Beuys und Tapies stark vertreten. Die Ausstellung zeigt die informelle Kunst bei Schumacher und Tapies in ihrer Expressivität und als sinnliches Phänomen. Hinzu kommen Werke von Beuys, darunter 18 Offsetdrucke nach Fotografien sowie ein Reagenzglas mit Korallensand.

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Josef Albers

in London
David Zwirner Gallery
Josef Albers: Paintings Titled Variants
28.02.15.04.2023

Die Londoner Zweigstelle der renommierte David Zwirner Galerie zeigt eine in Zusammenarbeit mit der Josef und Anni Albers Foundation organisierte Ausstellung, die sich auf Albers‘ bahnbrechende Variant/Adobe-Serie konzentriert, eine Werkgruppe, die zum Teil von der Kunst, Architektur und Landschaft inspiriert wurde, die Albers bei seinen zahlreichen Besuchen in Mexiko und im amerikanischen Südwesten beobachtete. Wie die Bilder von Albers‘ Homage to the Square-Serie folgen auch die Arbeiten von Variant/Adobe einem seriellen Format, in dem Albers mit endlosen Farbkombinationen und Wahrnehmungseffekten experimentierte. Die Variant/Adobe-Serie entstand 1947, als Albers noch als Lehrer am berühmten Black Mountain College in North Carolina tätig war und leitete eine neue Phase in seinem Werk ein.

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Thomas Zitzwitz

in Sindelfingen
Galerie Stadt Sindelfingen
What I like!
23.09.202210.04.2023

In der Sindelfinger Ausstellung What I like! geht es um den persönlichen Geschmack. Verschiedene Akteur:innen, das Kurator:innen-Team der Galerie, weitere Mitarbeitende der Galerie, Kolleg:innen aus der Stadtverwaltung Sindelfingen und Kunstschaffende wurden eingeladen, sich ein Kunstwerk aus dem Sammlungsbestand auszuwählen, das sie mögen. Die ausgewählten Kunstwerke werden so in einer demokratisch kuratierten Ausstellung gezeigt. Der Prozess wird durch kurze Statements der Auswählenden nachvollziehbar. Darüber hinaus hat die Kuratorin Madeleine Frey weitere zeitgenössische Kunstschaffende eingeladen, die sich in ihrer Arbeit mit Demokratisierungs- und Öffnungstendenzen in der Kunst beschäftigen. Diese ergänzen die Sammlungsbestände durch eigene Arbeiten. Das Ergebnis ist eklektisch und doch können verschiedenen Tendenzen ausgemacht werden: im Geschmack der Menschen, in dem was Menschen mit Kunst verbinden und welche Emotionen Kunst hervorruft. Neben dem Kunstwerk selbst wird also auch eine ganz persönliche Sichtweise präsentiert. So eröffnet die Ausstellung eine niederschwellige Vermittlungsperspektive, die für alle gleichwertig und nachvollziehbar ist. What I like! ist ein diskursiver Beitrag zur Demokratisierung und Öffnung des Museums. Unter den gezeigten Werken befinden sich Arbeiten von u.a. Katharina Dörr, Alfred Hrdlicka, Ulrich Kittel, Antonia Low, Rune Mields, Hans Thoma, Damaris Wurster sowie von Thomas Zitzwitz.

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Jeppe Hein

in Santiago de Compostela, Spanien
Gaiás Centre Museum
Camiños creativos
09.11.202209.04.2023

Die Ausstellung Camiños creativos in Santiago de Compostela untersucht die Verbindung von Bewegung und Kunst und beschäftigt sich mit dem Reisen zu Fuß als einem bestimmenden Faktor im kreativen Prozess. Die Schau zum Abschluss des Jakobinerjahres 2021-22 zeigt mehr als hundert Werke vom 18. Jahrhundert bis heute aus etwa dreißig Museen und Sammlungen in acht europäischen Ländern. Präsentiert werden Werke von u.a. J. M. W. Turner, John Constable, Gustave Courbet, Camille Corot, Théodore Rousseau und damit eine der wenigen Gelegenheiten, Werke großer englischer Landschaftsmaler in Galicien zu sehen. Darüber hinaus wird eine Auswahl zeitgenössischer Künstler wie David Hockney, Jesús Rafael Soto einem der einflussreichsten lebenden Kunstmaler des 20. Jahrhunderts, Jeppe Hein, Cristina Iglesias sowie Jeppe Hein mit einer seiner verspielten Installationen gezeigt. Interaktion und Dialog mit dem Publikum sind eine der Grundlagen von Camiños creativos und es gibt viele Werke, die die Teilnahme der Besucher erfordern, da sie Überraschung, Reaktion oder menschliche Bewegung erfordern, um den eigentlichen Schöpfungsprozess abzuschließen. Einige dieser Installationen zeichnen sich durch ihre Größe, ihre innovative Perspektive oder überraschende Ausführung aus und manche Werke bewegen sich von selbst durch den Raum während andere betreten werden müssen, um sie zu erleben. Ein Gang durch die Ausstellung lädt zum Spielen, Entdecken und Durchschreiten als moderne Flaneure ein. So gibt es keine Grundrisse der Räume, verirren ist also erlaubt.

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Brigitte Kowanz

in München
Max Goelitz Galerie
forking paths
02.02.06.04.2023

Die Gruppenausstellung forking paths bringt erstmals die vier Künstler:innen Channa Horwitz, Brigitte Kowanz, Jenna Sutela und Gabriella Torres-Ferrer zusammen, die ein Interesse an Kunst und Technologie verbindet. In den historischen und aktuellen Werken ist die Auseinandersetzung mit Codes, Daten, Mustern und Sprache, die sie individuell interpretieren, transformieren oder in eigene Systeme überführen von zentraler Bedeutung. In den Werken der Ausstellung existieren damit verschiedene Realitäten und Systeme nebeneinander und können eigene Logiken formen. Über die Wahrnehmung von Datenverarbeitung und Wissenschaftssystemen stellen die Künstler:innen ebenso Fragen über die Bedeutung von Kontrolle und Zufallsprinzipien. In ihrem Werk kombiniert die verstorbene Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz so Morsezeichen und alphanumerische Darstellungsweisen mit Neonlicht.

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Shannon Bool

in Chicago, USA
Museum of Contemporary Photography | Columbia College
Shannon Bool: 1:1
10.11.202202.04.2023

In ihren Wandteppichen, Fotografien und Skulpturen kritisiert die in Berlin lebende Künstlerin Shannon Bool die Moderne und verbindet Architektur- und Kunstgeschichte mit feministischen Anliegen. Die Ausstellung 1:1 in Chicago zeigt Werke, die sich auf subtile Weise mit der Architekturgeschichte auseinandersetzen und dabei verborgene Aspekte berühmter männlicher Architekten und ihrer Werke offenlegen.

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Stephan Huber

in München
Galerie Wolfgang Jahn
Berg . Weitsicht
15.02.01.04.2023

Mit der Ausstellung Berg. Weitsicht zeigt die Münchener Galerie Wolfgang Jahn eine kuratorische Auswahl generationsübergreifender künstlerischer Positionen, die sich mit der Darstellung von Bergen als thematischem Motiv auseinandersetzen. Zu sehen sind neben Malereien von u.a. Herbert Brandl, Felix Rehfeld und Bernd Zimmer Skulpturen des Münchener Bildhauers Stephan Huber.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Darstellung von Bergen in der Landschaftsmalerei ihren Höhepunkt. Mit den aufkeimenden nationalistischen Tendenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere im deutschen Nationalsozialismus, wurden Berge zum Sinnbild monumentaler, unverrückbarer Erscheinungen politisch ideologisiert und als Ausdruck von Macht und Stärke wie auch tief empfundener Heimatverbundenheit propagandistisch instrumentalisiert. Aufgrund dieser verknüpften und ihren Schatten vorauswerfenden Sehkonvention galt die Darstellung von Bergen in der Gegenwartskunst lange Zeit als ein Tabu. Bergdarstellungen hielten daher erst wieder zaghaft Einzug in die Kunstwelt. Die Berge mussten entideologisiert und in ihrer ursprünglichen Schönheit und Faszination neu entdeckt werden. Die gezeigten Künstler interpretieren das Bergthema in individuell unterschiedlichen stilistischen wie auch thematischen Ausrichtungen. Dabei reicht die Bandbreite von expressiv gestischen, auf die Wirkmacht der Farbe und den Schwung des Malvorgangs setzenden Abstrahierungen über formale Dekonstruktionen mittels stilisierter Formen und bis zu pastosen Farbflächen reduzierten Landschaftselementen. Demgegenüber stehen Stephan Hubers raumgreifende Skulpturen, die schlicht in weiß gehaltene, ihren Sockeln entwachsende Bergmassive zeigen, welche eindrucksvoll und aussagekräftig als Miniaturmodelle wiedergegeben werden.

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Thomas Wrede

in Berlin
BCMA Galerie Berlin
get together
14.03.01.04.2023

Die Berliner BCMA Galerie präsentiert mit get together eine große Gruppenausstellung von 60 Künstler:innen, die ein Aufeinandertreffen unterschiedlichster künstlerischer Positionen ermöglicht und damit vielfältigen Raum für Gespräche schafft. Unter den gezeigten Künstler:innen befindet sich neben Myriam Holme, Marlen Letetzki, Manfred Peckl, Sophia Schama, und Tim Trantenroth auch der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede.

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Wiebke Siem

in Basel
Kunstmuseum Basel
Fun Feminism
24.09.202219.03.2023

Werke von Künstlerinnen sind in der Sammlung des Kunstmuseum Basel bis heute untervertreten. Die Institution befindet sich damit in bester Gesellschaft. Denn nach wie vor müssen Frauen ihre Bedeutung als Protagonistinnen der (westlichen) Kunstgeschichte behaupten. Die Ausstellung nähert sich dem Problemfeld von einer eher ungewohnten Seite: In der Verbindung feministischer Themen mit Humor lässt die Kunst ihrer Autor:innen als Aktivismus und als Aufruf verstehen. Humor, Komik und Satire sind dabei in vielfältiger Weise die bestimmenden Stilmittel einer künstlerisch-feministischen Haltung, die auf ein gemeinsames, befreiendes Lachen setzt. Mittlerweile haben wichtige Werke von Künstlerinnen Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums Basel gefunden, darunter Werke von den Guerrilla Girls, Pipilotti Rist, Martha Rosler oder Rosemarie Trockel. Eine Auswahl dieser Werke bildet den Dreh- und Angelpunkt der Gruppenausstellung Fun Feminism, die eine Aufforderung ist, die Sammlung aus feministisch-humorvoller Perspektive zu durchleuchten. Gezeigt werden herausragende, selten gezeigte Sammlungswerke der späten 1960 bis 90er Jahre mit feministischen Subtexten zusammen mit jüngeren Arbeiten von Gegenwartskünstler:innen. Neben Werken von u.a. Monika Baer, Sylvie Fleury, Guerrilla Girls, Pipilotti Rist, Martha Rosler, Karin Sander, Cindy Sherman, Rosemarie Trockel zeigt die Ausstellung auch Arbeiten der mit dem Goslarer Kaiserring ausgezeichneten Künstlerin Wiebke Siem.

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Ulrich Erben

in München
Walter Storms Galerie
Inventur II
10.01.18.03.2023

Die wechselnde Gruppenausstellung der Münchener Galerie Storms, die den Düsseldorfer Maler Ulrich Erben seit langer Zeit repräsentiert, zeigt Künstler:innen der Galerie, darunter auch neue Arbeiten von Ulrich Erben.

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Ulrich Erben

in Euskirchen
Galerie Haus Schlangeneck
Blaue Stunde
13.12.202216.03.2023

Die Galerie Haus Schlangeneck zeigt in ihrer Winterausstellung Arbeiten von Künstler:innen der Galerie, darunter neben Arbeiten von Gotthard Graubner und Christine Reifenberger auch Werke des Düsseldorfer Malers Ulrich Erben.

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Wiebke Siem

in Salzburg
Museum der Moderne Salzburg – Mönchsberg
Wiebke Siem. Das maximale Minimum
19.11.202212.03.2023

Die in Berlin lebende deutsche Künstlerin Wiebke Siem wurde in den 1990er-Jahren mit raumgreifenden Installationen bekannt, in denen sie Alltagsdinge wie Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen oder Spielzeug verfremdete oder in überdimensionierte Objekte übersetzte. Aus Möbelstücken, häuslich konnotierten Gegenständen und Materialien sowie skurrilen, oft marionettenartigen Figuren entstehen psychologisch aufgeladene, ebenso beklemmende wie humorvolle Installationen, die Fragen nach gesellschaftlichen Rollenbildern aufwerfen. Siem bedient sich in ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder einer Formensprache und Präsentationsweise, die auf den Kontext ethnologischer Sammlungen verweisen. Damit kommentiert sie die problematischen Strategien, die in der Moderne bei der Aneignung außereuropäischer Kunst verfolgt wurden. Neben motivischen Anleihen aus der Kunst- und Kulturgeschichte spielt die kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen des männlich dominierten Kunstbetriebs eine wichtige Rolle in Wiebke Siems Schaffen. Die Salzburger Ausstellung ist die erste österreichische Einzelausstellung der Künstlerin, die 2014 mit dem renommierten Goslarer Kaiserring ausgezeichnet wurde.

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Walker Evans

in Helmond, Niederlande
Kunsthal Helmond
Walker Evans Revisited
11.10.202205.03.2023

Walker Evans (1903–1975) gilt als der bedeutendste und einflussreichste Fotograf des 20. Jahrhunderts. Einige seiner Bilder gehören zu den bekanntesten in der Geschichte des Mediums. Unmittelbar und großzügig, analytisch und doch lyrisch, sorgfältig komponiert und zugleich ungezwungen – mit seiner Art zu fotografieren schlug Evans Wege ein, auf denen ihm zahllose andere folgen sollten. Evans wusste dabei, dass die Bedeutung von Fotografie immer auch vom Kontext und den Beziehungen zwischen Bildern abhängt, unabhängig davon, ob diese Bilder an der Wand einer Galerie oder auf Buch- und Zeitschriftenseiten zu sehen sind. Die Ausstellung Walker Evans Revisited in der Kunsthal Helmond untersucht drei verschiedene Reaktionen zeitgenössischer Künstler:innen und Fotograf:innen auf Evans’ Werk: erstens die Fortsetzung und Weiterentwicklung seiner Alltagsfotografie – anonyme Menschen, typische Plätze, populäre Gebäude und Objekte. Zweitens die Neuinterpretationen der Orte, die Evans besucht und fotografiert hatte. Und drittens Projekte von Künstler:innen, die unmittelbar auf bestimmte Einzelbilder von ihm reagieren. All diese Ansätze reichen von Aneignung und Collage bis hin zu Neubetrachtung und Hommage. Unter den ausgestellten Arbeiten befinden sich neben Fotografien von Walker Evans auch Werke von u.a. Sherrie Levine, Stephen Shore.

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Karin Kneffel

in Ludwigshafen am Rhein
Wilhelm-Hack-Museum
Street life – Die Straße in der Kunst von Kirchner bis Streuli
12.11.202205.03.2023

Die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise durch die Straßen der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart. Als lebhafte Verbindung zwischen öffentlichem und privatem Raum bildet die Straße seit jeher einen höchst heterogenen Ort, an dem unterschiedlichste Lebensbereiche – darunter Arbeit, Freizeit, Konsum, Verkehr und Politik – mit gesellschaftlichen Gruppen und Interessen aufeinandertreffen. Sie ist Ort der Repräsentation, Selbstinszenierung und Kommunikation, des Widerstands und Protestes. Street life zeigt auf, wie sich die kulturellen, sozialen, gesellschaftlichen und politischen Diskurse einer Epoche in die künstlerische Auseinandersetzung mit der Straße einschreiben. Die Straße wird zur Bühne, auf der wesentliche Fragestellungen einer Epoche künstlerisch verhandelt werden. In sechs Kapiteln beleuchtet die Ausstellung medien- und epochenübergreifend verschiedene Strategien der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Straße. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Straße als kulturellen Aktionsraum, von den ambivalenten Straßenszenen der Expressionisten, über die Eroberung des urbanen Raums unter gesellschaftskritischen Vorzeichen im Kontext von Happening, Performance und Graffiti bis hin zu zeitgenössischen Praktiken, welche die Straße als menschliches Lebensumfeld im Rahmen von Ökologie und Nachhaltigkeit neu definieren. Die Ausstellung zeigt Werke von u.a. Max Ernst, George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Helen Levitt, Robert Frank, Stephen Shore sowie von Karin Kneffel.

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Timm Ulrichs

in Ingolstadt
Museum für Konkrete Kunst
Reflections / Spiegelwelten
09.10.202205.03.2023

Extrem glänzende Fassaden oder stark reflektierende Autolackierungen mit changierenden Farbeffekten – was noch vor 100 Jahren völlig undenkbar war, prägt unsere Alltagswelt in zunehmendem Maße. Auch in die bildende Kunst haben spiegelnde und reflektierende Materialien längst Einzug gefunden. Ab den 1950er Jahren etablierten sie Künstler wie Heinz Mack als eigenständige Werkstoffe und konzeptuellen Ausgangspunkt zwei- wie dreidimensionaler Werke. Mit der Ausstellung Reflections / Spiegelwelten nimmt das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt diese Werkstoffe wie auch das Prinzip der Spiegelung an sich genauer in den Blick. Ausgehend von Werken aus den Sammlungen des Museums und der Stiftung für Konkrete Kunst und Design präsentiert die Ausstellung Skulpturen, Gemälde, Fotografien und raumgreifende Installationen von fast 30 Künstler:innen, unter ihnen Pionierfiguren der Konkreten und Kinetischen Kunst wie auch aktuelle Positionen. Vertretene Künstler:innen sind u.a. Bettina Bürkle, Heinz Mack sowie Timm Ulrichs.

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Thomas Baumgärtel

in Ruhpolding
Galerie Kaysser
Bananen-Mix
03.12.202205.03.2023

Seit 1986 sprüht der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel seine Graffiti-Bananen an öffentliche Wände in Köln, Deutschland und der ganzen Welt und ist damit als „Bananenspayer“ einer der bekanntesten deutschen Street-Artists. Plakativ, einprägsam und polarisierend dienen seine Pop-Art Bananen als leuchtende Ausrufezeichen im öffentlichen Raum. Aber was er mit der gewonnenen Aufmerksamkeit anfängt, unterscheidet ihn ganz grundsätzlich vom Gros der Sprayer und anonymen Street-Artists. Baumgärtels Bananen verweisen nie nur auf ihn selbst, sondern lenken als krumme Wegweiser die gewonnene Aufmerksamkeit auf etwas, das diese seines Erachtens verdient. Waren dies zunächst Museen und Galerien, neben deren Eingangstüren die gelben Südfrüchte leuchteten, nutzt Baumgärtel seine öffentliche Position seit vielen Jahren auch, um politisch Stellung zu beziehen, sei es gegen den Krieg nach dem 11. September 2001, gegen Erdogan und Trump und nun gegen Putin und seinen brutalen Überfall auf die Ukraine. Und so richtet Baumgärtel seit fast 40 Jahren seine Aufmerksamkeit nicht nur auf Kunst, Menschen und Themen, sondern gewitzt, polarisierend und verantwortungsbewusst auch auf Missstände und Autokraten.

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Armin Weinbrenner

in Bad Zwischenahn
Galerie Moderne
Morgen ist ein neuer Tag
11.11.202205.03.2023

Die Galerie Moderne in Bad Zwischenahn zeigt anlässlich der Präsentation des neuen Kalenders für das Jahr 2023 eine Ausstellung mit Werken der Künstler:innen der Galerie, darunter der Münsteraner Künstler Armin Weinbrenner.

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Jeppe Hein

in Schwäbisch-Hall
Kunsthalle Würth
Sport, Spass & Spiel
13.12.202126.02.2023

Die neue Sammlungsausstellung der Kunsthalle Würth widmet sich den Vergnügungen (wie Überforderungen), die die Freizeit mit sich bringt. Freizeitaktivitäten, ob in Form von Sport oder von Spiel, bieten nicht nur Bewegung und Inspiration, sondern sind als Freiräume des Denkens auch wichtige Faktoren künstlerischer Kreativität. Der Müßiggang jenseits festgelegter Spielregeln, Zerstreuungen in unbekümmerter Freiheit, Tagträume, das Sich-Treibenlassen, Umherschlendern, Rumhängen oder auch Herumalbern prägen unser Freizeitverhalten und finden ihren Niederschlag in unterschiedlichsten künstlerischen Formulierungen. Die Ausstellung folgt klassischen Freizeit-Topoi wie Park, Schwimmbad, Badesee, Manege oder Arena bis hin zu Marina, Pferderennbahn oder Club. Sie widmet sich dem Spielen als schöpferischer Erfahrung – vom kindlichen Spiel bis zum Gesellschaftsspiel. Sie zeigt Puppen- und Schattentheater und findet in den öffentlichen Spielen der Antike, in denen sozial akzeptierter Wettkampf mitunter bis zum Tod führte, die Wurzeln der heutigen Spiel- und Wettkampfkultur. Sie erörtert, warum so viele Künstler von Ernst Ludwig Kirchner über Marcel Duchamp, Man Ray oder Max Ernst bis hin zu Alfred Hrdlicka und François Morellet dem stets mit einer Prise Genialität umwehten Schachspiel ähnlich leidenschaftlich zugetan waren wie dem Boxkampf. Letztlich wendet sie sich dem spielerischen Umhergehen zu und findet im Gehen den (künstlerischen) Zugang zur Welt, den das Nichtgehen vereitelt, und bietet Besucher*innen Gelegenheit zu Partizipation und körperlicher Ertüchtigung etwa im WortSpielZeug Hans Magnus Enzensbergers oder den (Park-)Bänken von Jeppe Hein.

Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben Horst Antes, Georg Baselitz, Max Ernst, George Grosz, Friedensreich Hundertwasser, Alex Katz, Ernst Ludwig Kirchner, Fernand Léger, Max Liebermann, August Macke, Pablo Picasso, Camille Pissarro, Andy Warhol und Erwin Wurm auch Jeppe Hein.

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Josef Albers

in Bottrop
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Josef Albers. Huldigung an das Quadrat
19.10.202226.02.2023

Mit der großen Ausstellung Josef Albers. Huldigung an das Quadrat eröffnet das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop seinen Erweiterungsbau, der es erstmals möglich macht, zeitgleich Sonderschauen und die Sammlung von Josef Albers zu zeigen. Die Ausstellung widmet sich ganz dem außergewöhnlichen Werkzyklus Homage to the Square, an dem Albers seit 1950 bis zu seinem Tod arbeitete. Die berühmte Serie Homage to the Square umfasst rund zweitausend Ölgemälde, auf denen durch die einfache Form des Quadrats die Komposition in den Hintergrund tritt und den Farben die Bühne überlässt – eine Hommage an Form und Farbe. Diese Gemälde sind mittlerweile zu einem Markenzeichen Albers‘ geworden. In Bottrop sind ca. 90 künstlerisch herausragende Beispiele der Serie in acht Ausstellungskapiteln zu sehen, die durch weitere wichtige Werke von Paul Cézanne, Giorgio Morandi, Ad Reinhardt und Donald Judd ergänzt werden. Die Ausstellung ist auch die letzte Ausstellung des in den Ruhestand gehenden langjährigen Leiters des Bottroper Museums, Dr. Heinz Liesbrock.

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Jeppe Hein

in Esbjerg, Dänemark
Esbjerg Kunstmuseum
Andere Dimensionen
24.09.202226.02.2023

Wie kann uns die Kunst die Wahrnehmung anderer Dimensionen als die der Welt, die wir kennen, nahebringen? Kann Kunst ein offenes Verhalten zu all dem, wovon wir nicht mit Sicherheit etwas wissen und nur ahnen können, vermitteln? In der Ausstellung in Esbjerg werden Werke einer Reihe renommierter Künstler wie Stine Deja, Ferdinand Ahm Krag und Jeppe Hein neu inszeniert und dafür mit einer fast theatralischen Lichtsetzung installiert, die das Erlebnis der Arbeiten geradezu in einer anderen Dimension möglich macht. So ist es unmöglich, sich Jeppe Heins Himmelskörper, die kugelförmige Neonskulptur No Presence, mit ihrer leuchtenden Farbintensität zu entziehen. Aber, wie es für Hein charakteristisch ist, spielen die Betrachtenden im Werk eine zentrale Rolle, und sobald diese sich nähern, geht das Licht aus. Mit dieser absurden wirkenden Abweisung wird unser Begehren nach einer Sinnfindung offengelegt. Alle Werke in der Ausstellung tragen zu einem Gefühl bei, dass etwas da ist, was sich unserem endlichen Verständnis entzieht. Und damit werden wir dazu aufgefordert, uns zu dem, was sich sonst der vollen Erkenntnis entgeht, zu positionieren.

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Brigitte Kowanz

in Wien
mumok – Museum Moderner Kunst
Das Tier in Dir – Kreaturen in (und außerhalb) der mumok Sammlung
22.09.202226.02.2023

Die Sammlung des mumok beinhaltet knapp fünfhundert Werke, die mit Tieren zu tun haben – eine beachtliche Anzahl, die Fragen nach den Ähnlichkeiten sowie Unterschieden zwischen Museum und Zoo aufwirft. Was wird hier wie dort verwahrt, beforscht und zur Schau gestellt, um die „Freiheit der Kunst“ und das „wild life“ zu schützen? Und in wessen Interesse? Die Ausstellung stellt sich solchen Fragen und nutzt die populäre Anziehungskraft von Tieren, um über die Natur von Sex, Hunger und Zuneigung nachzudenken sowie über Familien- und Geschlechterbeziehungen, Sozialisation und Domestizierung und nicht zuletzt über die andauernde Wirkung von Kolonialgeschichte. In der Ausstellung geht es damit weniger um Tiere als um Körper, die sich bewegen oder stillstehen, liegen oder stehen, sich ducken oder kriechen. Das Tier als Motiv dient als Ausgangspunkt, um zu einem materialistischen Verständnis von Kunst und Leben zu gelangen.

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Claudia Desgranges

in Berlin
Galerie Gilla Lörcher
Claudia Desgranges – State of Play
20.01.25.02.2023

Die Berliner Galerie Gilla Lörcher zeigt mit Claudia Desgranges – State of Play die zweite Einzelausstellung der in Köln lebenden Malerin Claudia Desgranges in ihren Räumlichkeiten. Die Ausstellung zeigt neue Arbeiten Desgranges, in denen die Malerin sich mit der abstrakten Moderne, dem Minimalismus, dem abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei auseinandersetzt.

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Martin Noël

in Köln
Kunsthandlung Osper
Neues auf Papier
27.01.21.02.2023

Die Kölner Galerie Kunsthandlung Osper zeigt mit Neues auf Papier eine Gruppenausstellung mit Werken von u.a. Martin Kippenberger, Markus Lüpertz und Herta Müller sowie des Bonner Holzschneiders Martin Noël.

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Yoana Tuzharova

in Bedburg-Hau und Goch
Museum Schloss Moyland und Museum Goch
Blickfelder – 35. Übersichtsausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes
06.11.202220.02.2023

Der Westdeutsche Künstlerbund e.V. wurde vor 76 Jahren gegründet und leistet über die Jahrzehnte aktive Kunst- und Kulturarbeit für Nordrhein-Westfalen. In einem Europa der offenen Grenzen führt der Verein mittlerweile auch internationale Projekte durch. Rund 220 professionell arbeitende bildende Künstler:innen sind im Westdeutschen Künstlerbund e.V. zusammengeschlossen. Unter dem Titel Blickfelder stellen rund hundert Künstler:innen in den Innen- und Außenräumen des Museums Schloss Moyland und des Museums Goch ihre Arbeiten aus. Zu sehen sind Werke der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Medienkunst. Die Auswahl aus zahlreichen Bewerbungen wurde von einer Fachjury vorgenommen. Mehrere Generationen von Künstler:innen treffen sich in diesem umfangreichen Ausstellungsprojekt, das so einen spannenden Blick in die Ateliers gibt und eine aktuelle Bestandsaufnahme von Arbeitsfeldern bildender Kunst in NRW bietet. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben Helena Biermann, Satomi Edo und Hyun-Gyoung Kim auch die in Köln lebende Künstlerin Yoana Tuzharova.

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Brigitte Kowanz

in Wien, Österreich
Belvedere 21
Avantgarde und Gegenwart. Die Sammlung Belvedere
15.09.202119.02.2023

Werke vieler österreichischer Künstlerinnen und Künstler aus dem 20. sowie dem 21. Jahrhundert befinden sich in der Sammlung des Belvedere, darunter Arbeiten von Friedensreich Hundertwasser, Maria Lassnig und Zobernig und der Wiener Lichtkünstlerin Brigitte Kowanz. Die Ausstellung Avantgarde und Gegenwart bringt eine hochkarätige Auswahl gegenwärtiger und historischer Positionen aus der Sammlung sowie aus der vom Belvedere verwalteten Artothek des Bundes in ein produktives Wechselspiel. Die Sammlung wird als ein dynamisches Gefüge von Konstellationen begriffen, das auf Kontinuitäten und Brüche, Relevanzen und Redundanzen hin befragt wird. Verschiedene Erzählstränge vermitteln Zugänge zur Kunst von den 1930er-Jahren bis heute und zeigen wesentliche Strömungen und Tendenzen auf.

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Yoana Tuzharova

in Münster
Galerie Laing
Intermezzo – Light Matters
05.02.19.02.2023

Die Münsteraner Galerie Laing zeigt mit Intermezzo – Light Matters eine Gruppenausstellung der jungen Künstler:innen Gro Lühn, Peter Schloss und Yoana Tuzharova. Von der in Köln lebenden bulgarischen Künstlerin Yoana Tuzharova sind neue, teilweise auch großformatige Lichtobjekte zu sehen.

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Timm Ulrichs

in Stuttgart
Brigitte March Contemporary Art
Timm Ulrichs – Im Visier – Room 1
06.01.17.02.2023

Die Stuttgarter Galerie Brigitte March Contemporary Art widmet dem Hannoveraner Totalkünstler Timm Ulrichs mit Im Visier einen Ausstellungsraum mit fotografischen sowie installativen Arbeiten des stets ironisch-scharfsinnigen Künstlers.

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Jeppe Hein

in Hamburg
Hamburger Kunsthalle
Atmen
30.09.202212.02.2023

Die groß angelegte Ausstellung Atmen beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Atmens und seiner Darstellung in der Kunst der Alten Meister und der Gegenwart. Mehr als 100 Werke werden miteinander in spannungsreiche, teils epochenübergreifende Dialoge gebracht. So entsteht ein unkonventioneller Austausch über ein existentielles Thema, das zunächst wie ein unbewusster, biologischer Vorgang anmutet, aber vielfältige soziale und politische Dimensionen bereithält.

Schon in der Antike ist der Atem mehr als nur Luft, die in und aus dem Körper strömt. Er ist Vehikel des Lebens, des Denkens, der Inspiration und in vielen Weltkulturen auch der Seele. In der jüdisch-christlichen Tradition gilt das Einhauchen des Atmens als zentraler Moment des göttlichen Schöpfungsaktes. Atmen bedeutet Leben, während sein Verlust gleichbedeutend ist mit dem Tod. Trotzdem wird unsere Atmung im Alltag oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommen, die erst dann in den Blick gerät, wenn sie schwindet – durch Krankheiten, Klimawandel, Pandemien oder körperliche Gewalt. So sind beispielsweise die letzten Worte von George Floyd 2020 „I can’t breathe“ geradezu zu einem Synonym rassistischer und institutioneller Gewalt geworden.

Weit davon entfernt ein neutraler physiologischer Prozess zu sein, trifft Atmen immer eine – mehr oder weniger offensichtliche – gesellschaftspolitische Aussage. Die Versorgung mit Luft macht auf ganz unterschiedlichen Ebenen Mechanismen von sozialen und politischen Ein- und Ausschlüssen deutlich, auch und besonders in der Zeit einer globalen Pandemie, in der der Zugang zu Sauerstoff lebenswichtig geworden ist. Zugleich machen wir die Erfahrung eines krankheitsauslösenden und unter Umständen todbringenden Potentials von Aerosolen. Der eigene Atem und der unserer Mitmenschen ist zu einer Gefahr geworden, welche dem eigentlich lebenserhaltenden Prinzip des Atmens konträr entgegensteht und unser Verhältnis zur Welt und zueinander radikal in Frage stellt.

Die Ausstellung lädt ein, sich dem facettenreichen Thema auf vielfältige Weise anzunähern und sowohl historische Analogien als auch zeitgeschichtliche Besonderheiten im künstlerischen Umgang mit dem Atmen auszumachen. Rund 45 künstlerische Positionen aus 18 Ländern widmen sich dem Atmen in seiner anhaltenden Bedeutsamkeit und erkunden dessen aktuelle Brisanz. Die interdisziplinäre Bandbreite der präsentierten künstlerischen Medien reicht von Malerei, Skulptur und Installation über Fotografie und Zeichnung bis hin zu Performance, Video, Film und Sound Pieces. Die Ausstellung umfasst Arbeiten von unter anderem Marina Abramović & Ulay, Nina Canell, Natalie Czech, Caspar David Friedrich, Francisco de Goya, Jenny Holzer sowie des in Berlin lebenden Künstlers Jeppe Hein.

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Olafur Eliasson

Thomas Wrede

in Bad Homburg
Museum Sinclair Haus
Ewiges Eis
25.09.202212.02.2023

Die Ausstellung Ewiges Eis in Bad Homburg lädt dazu ein, die Kältezonen der Erde mit ihren einmaligen Landschaften und Lebensräumen sowie verschiedene Formen von Eis und Schnee zu erkunden. 17 künstlerische Positionen verdeutlichen dabei wie nah beieinander überwältigende Schönheit und auch Zerbrechlichkeit der schwindenden Eismassen liegen. Künstler:innen aus aller Welt ermöglichen tiefe Einblicke in die schützenswerten eisigen Regionen der Erde und verdeutlichen die tiefgehenden Verflechtungen von Mensch und Natur. Die Ausstellung zeigt Werke von u.a. Olafur Eliasson und Thomas Wrede.

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Yoana Tuzharova

in Hamm
Gustav-Lübcke-Museum
Yoana Tuzharova– retro spektiv
13.11.202212.02.2023

Jedes Jahr zeichnet die Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit eine junge Künstlerin oder einen jungen Künstler aus Westfalen-Lippe mit dem GWK-Förderpreis Kunst aus. Das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm zeigt anlässlich der Verleihung des GWK-Förderpreises 2022 an Yoana Tuzharova eine Einzelausstellung mit einer großformatigen aktuellen und exklusiv für die Ausstellung geschaffenen Arbeit der in Köln lebenden und arbeitenden Künstlerin.

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Stephanie Gudra

in Chemnitz
Museum Gunzenhauser
present perfect – Neuerwerbungen der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland
13.11.202212.02.2023

Aus den Neuerwerbungen des Bundes präsentiert die Ausstellung present perfect im Museum Gunzenhauser rund 50 Werke von 44 in Deutschland lebenden Künstler:innen in den unterschiedlichsten Techniken, wie Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation, Fotografie und Video.In verschiedenen Ausstellungskapiteln werden gesellschaftliche und politische Themen in der zeitgenössischen Kunst verhandelt, die von einer multiethnischen Vielstimmigkeit geprägt sind. Einen Schwerpunkt bilden Arbeiten zu den Themen Migration und Identität. Hier werden Fragen behandelt, die sich Deutschland als Einwanderungsland widmen, der Suche nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit in einer postmigrantischen Gesellschaft, aber auch Stereotypisierung und Rassismus. Daneben werden Werke gezeigt, die sich mit Geschichtskonstruktion, gesellschaftlichem Wandel und Erinnerungskultur in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Ein weiterer Themenbereich widmet sich der Hinterfragung individueller Identitätskonstruktionen, Geschlechterzuschreibungen und Diversität sowie der Repräsentation von Körper, aber auch Macht und Autorität. Schließlich werden Werke gezeigt, die von formalästhetischen Fragestellungen erzählen, klassische Bildkategorien aufbrechen und in denen Abbilder und Realitäten zur Fiktion werden. In ihrer thematischen und künstlerischen Vielfalt bietet die Ausstellung nicht nur einen spannungsvollen Einblick in die zeitgenössische Kunst, sondern auch in die aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen in Deutschland. Unter den ausgestellten Künstler:innen ist neben Pauline Boudry, Sebastian Burger, Silke Wagner und Jasmin Werner auch die Berliner Photographin Stephanie Gudra.

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Sybille Hermanns

in Bramsche
Tuchmacher Museum
RotRotRot
10.12.202212.02.2023

Rot ist die Farbe mit der höchsten Intensität und Strahlkraft. Auch für das Bramscher Tuchmachergewerbe hat die Farbe eine besondere Bedeutung. Bereits im 18. Jahrhundert färbten sowohl ein Schönfärber als auch die in einer Gilde zusammengeschlossenen Tuchmacher Wolltuche rot. Im 19. Jahrhundert gehörten rote Uniformstoffe zu den wichtigsten Produkten. Heute ist das „Bramscher Rot“ ein Markenzeichen der Stadt Bramsche und des Tuchmacher Museums. Dazu gehört auch die Produktion von leuchtend roten Wolldecken auf den historischen Maschinen des Museums. Dieser Tradition wird in der Ausstellung RotRotRot nachgespürt. So leben die Bilder der Osnabrücker Künstlerin Sybille Hermanns ganz aus der Präsenz der Farbe. In der Balance von Ruhe und Bewegtheit, von Dichte und Transparenz entstehen Farbräume höchster Intensität. Die Farbe Rot leuchtet in der Vielfalt ihrer Farbklänge vom hellen Orangerot über Rosé und Magenta zum dunklen Bordeaux und verdichtet sich zu abstrakten Farblandschaften. Die Kraft der Farben lässt damit eigene Bildwirklichkeiten erspüren. Neben Arbeiten von Sybille Hermanns zeigt die Ausstellung ebenfalls Werke der Textilkünstlerin Nike Finger-Hamborg, in denen diese meist bereits gebrauchte Materialien einfärbt, bemalt, bedruckt, vernäht, verhäkelt und bestickt.

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Stephan Balkenhol

in Mönchengladbach
Galerie Löhrl
Stephan Balkenhol
11.12.202211.02.2023

Die Mönchengladbacher Galerie Löhrl, die Stephan Balkenhol bereits seit 1983 vertritt, zeigt eine Einzelausstellung mit eigens für die Schau geschaffenen Unikaten des renommierten deutschen Bildhauers. Neben neuen Holzarbeiten sind auch aktuelle Werke Balkenhols wie Figurensäulen, Reliefs, Zeichnungen und mehr zu sehen.

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Thomas Baumgärtel

in Köln
30works Galerie
Billboards
13.01.10.02.2023

Auf besondere Art ist die Kunst von Thomas Baumgärtel mit Köln verbunden und damit mit dem Ort, an dem sie entsteht. Köln ist für den Künstler nicht nur eine Inspirationsquelle, er macht die Stadt selbst auch zum Bildträger. Im Sinne der Streetart geschieht dies, wenn er hinaus geht in den urbanen Raum und ihn unmittelbar für seine Botschaften nutzt. Aber Thomas Baumgärtel holt umgekehrt die Stadt auch in den Galerieraum hinein. Dies geschieht vor allem mit abgerissenen Plakatwänden. Von Baumgärtel werden diese mit zahllosen Papierschichten überzogenen Träger von Werbebotschaften zu ästhetischen Untergründen für seine Stencils umgewidmet und so zu Kunst geadelt. Dabei bringen die Plakatwände stets ihre ganz ureigene Geschichte mit, markieren eine Abfolge von Punkten in der Historie der Stadt, eine Patina aus vergangenen Ereignissen, die es einst wert waren, angekündigt zu werden.

Und auch der tatsächliche Ort, an dem die Wand einst befestigt war, wird zum Bestandteil des Werkes, denn Baumgärtel verwendet stets die Rückseiten der Plakattafeln. Hier hat sich der Abdruck des Gebäudes eingeschrieben, die Mauerstruktur ist sichtbar und die Aura des urbanen Raumes präsent. Die Stadt tritt aber auch als Bildmotiv in Erscheinung. Denn nicht nur seine so berühmt gewordenen Bananen und andere comicartige Motive sprayt Thomas Baumgärtel auf die Plakatwände. Geradezu fotorealistisch stellt er architektonische Wahrzeichen wie die Kölner Kranhäuser oder den Dom dar und zeigt damit eine völlig andere Facette seines Schaffens. In diesen und weiteren Arbeiten bringt Baumgärtel humoristisch bis provokativ seine Haltung zu aktuellem Geschehen zum Ausdruck, setzt Helden der Kindheit augenzwinkernd ein Denkmal und erschafft Stadt-Porträts, die das urbane Leben atmen.

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Shannon Bool

in Krefeld
Kaiser Wilhelm Museum
Shannon Bool trifft Otto Eckmann. Alles was jetzt entsteht ist der Stil unserer Zeit
10.06.202205.02.2023

Seit 2018 laden die Kunstmuseen Krefeld mit der Projektreihe der „Sammlungssatelliten“ Kunstschaffende aus unterschiedlichen Disziplinen ein, sich mit der Sammlung, Museumsgeschichte und der Architektur der drei Häuser – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters – auseinanderzusetzen und sie auf neuartige Weise zu erschließen. Für den „Sammlungssatellit #8“ hat sich die in Berlin lebende Künstlerin Shannon Bool mit dem Grafiker, Maler und Typograph Otto Eckmann (1865-1902) beschäftigt. Eckmann war ein wichtiger Gestalter des Jugendstils und zentraler Protagonist in der Gründungszeit des Kaiser Wilhelm Museums um 1900. Die Kunstmuseen Krefeld besitzen rund 250 Skizzenbücher, Zeichnungen und Druckgrafiken, Kleiderstoffe sowie Entwürfe für Möbel und Glasfenster on Eckmann. Die kanadische Künstlerin Shannon Bool (*1972) hat sich diesem bedeutenden Konvolut genähert und eigene Arbeiten in Auseinandersetzung mit Eckmanns Werk und Person entwickelt. Bool collagiert und überlagert in ihren Werken Motive aus Tradition und Moderne, aus Alltagskultur, Modedesign, Architektur. Ornament und modernistische Strenge, Abstraktion und Figuration verschmelzen miteinander.

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Brigitte Kowanz

in Krems, Niederösterreich
Landesgalerie Niederösterreich
Rendezvous mit der Sammlung. Kunst von 1960 bis heute
21.05.202205.02.2023

[Audioguide auf der Homepage.]

Die Ausstellung im niederösterreichischen Krems bietet einen kurzweiligen Rundgang durch die österreichische Kunstgeschichte der letzten 60 Jahre über drei Stockwerke der Landesgalerie Niederösterreich. Die Sammlungspräsentation zeigt großformatige Gemälde und skulpturale Arbeiten sowie zeitbasierte Medien, die seit dem Erwerb mehrheitlich noch nie ausgestellt waren. Inszeniert werden die Exponate in großzügig ausgelegten inhaltlichen, stilistischen und formalen Gruppierungen. Unter den präsentierten Arbeiten befinden sich Werke von u.a. Johannes Domenig, Christine und Irene Hohenbüchler, Arnulf Rainer, Damiel Spoerri, Erwin Wurm sowie Brigitte Kowanz.

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Timm Ulrichs

in Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart
Hyperimage
07.10.202205.02.2023

Die Ausstellung Hyperimage in der Staatsgalerie Stuttgart erinnert an Rolf H. Krauss, dessen bedeutende photographische Sammlung von der Staatsgalerie Stuttgart angekauft wurde. Bei den meisten Werken dieser Sammlung handelt es sich nicht um Einzelbilder, sondern um Zusammenstellungen von fotografischen Bildobjekten zu einer neuen, übergreifenden Einheit, die man als Hyperimage bezeichnen kann. So lenkt die Ausstellung die Aufmerksamkeit auf das produktive Zusammenspiel fotografischer Bilder, das auch unsere analoge und digitale Lebenswelt prägt. In der konzeptionellen Fotografie kam es bereits seit Mitte der 1960er-Jahre zu einer programmatischen Absage an das Einzelbild. Die Konzeptkunst zielte auf eine radikale Abkehr von den herkömmlichen künstlerischen Medien (Malerei und Skulptur), die als Fetische der Warengesellschaft kritisiert wurden. Da die Fotografie zu diesem Zeitpunkt vom Kunstmarkt noch nicht voll anerkannt war, konnte sie als alternative Gegenkunst auftreten. In diesem Zusammenhang entdeckten viele Künstler:innen das besondere Potential fotografischer Bilder für die Erstellung von Hyperimages. Geradezu systematisch erprobten sie die verschiedenen Möglichkeiten, mehrere Fotografien zu neuen Sinneinheiten zu formieren. Zu sehen sind unter anderem Werke von Bernd und Hilla Becher, Gilbert & George, Rebecca Horn, Katharina Sieverding und Timm Ulrichs.

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Thomas Schütte

in Turin
Tucci Russo: Studio per l'Arte Contemporanea
Thomas Schütte – Works in Glass
27.10.202228.01.2023

Die auf Skulpturen spezialisierte Turiner Galerie Tucci Russo zeigt aktuelle Arbeiten des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte, in denen der Bildhauer sich mit dem Medium Glass auseinandersetzt.

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Claudia Desgranges

in Bonn
Kunstraum 21
Sechs
25.11.202228.01.2023

Die Bonner Galerie Kunstraum 21 zeigt in ihrer Ausstellung zum Jahreswechsel Arbeiten von sechs Künstler:innen der Galerie, darunter neben Imi Knoebel und Uta Rings auch Claudia Desgranges.

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Olafur Eliasson

in Florenz
Palazzo Strozzi
Olafur Eliasson – Nel tuo tempo
22.09.202222.01.2023

Die Fondazione Palazzo Strozzi zeigt mit Olafur Eliasson – Nel tuo tempo die bisher größte Ausstellung des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson in Italien. Eliassons vielfältige Kunstpraxis stellt den Besucher in den Mittelpunkt seiner Reflexion über die Begriffe gemeinsame Erfahrung und menschliche Interaktion mit der Realität. Die Ausstellung ist das direkte Resultat der Auseinandersetzung des Künstlers mit den Räumlichkeiten des Palazzo Strozzi. Eliasson hat sich mit allen Renaissance-Räumen des Palazzos beschäftigt, vom Innenhof bis zum Piano Nobile und dem Strozzina-Untergeschoss. Die Schau zeigt einige ältere Arbeiten neben neuen Installationen, bei denen der in Berlin lebende Künstler Elemente wie Farbe, Wasser und Licht kombiniert, um eine Interaktion zwischen unserer Sinneserfahrung und der Architektur zu schaffen.

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Olafur Eliasson

in New York
The Frick Collection
Olafur Eliasson and Claude Monet
20.10.202222.01.2023

Die renommierte New Yorker Frick Collection präsentiert eine Installation, die von der bekannten Publikationsreihe „Diptychon“ des Museums inspiriert ist. Claude Monets Werk Vétheuil im Winter wird dabei eine neue Arbeit von Olafur Eliasson gegenübergestellt. Monet malte das verschneite Dorf Vétheuil in den Jahren 1878-79, während des ersten von zwei strengen Wintern, die er und seine Familie in dem abgelegenen Dorf am Ufer der Seine verbrachten. In seinem Werk setzt Eliasson, wie häufig, eine Vielzahl an Medien ein um Licht, Farbe und Wahrnehmung zu untersuchen und unser Verständnis füreinander und für unsere Umgebung zu verbessern. Die Arbeit ist Teil von Eliassons fortlaufender Serie der  Farbexperiment, die inspiriert ist von der Idee, eine neue, umfassende Farbtheorie zu entwickeln, die alle sichtbaren Farben des Prismas umfasst. Die auf runden Leinwänden, oft mit Löchern in der Mitte, entstandenen Werke dieser Serie leiten ihre Farbpaletten von Gemälden anderer Künstler, wie J. M. W. Turner und Caspar David Friedrich, und in jüngerer Zeit von eigenen Fotografien des Künstlers aus seiner Heimat Island ab.

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in Thun, Schweiz
Kunstmuseum Thun
Cantonale
17.12.202222.01.2023

Bei der interkantonalen Weihnachtsausstellung der „Cantonale Berne Jura“ wurden 177 Künstler:innen ausgewählt, um einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen geben zu können. 26 davon sind mit 50 Werken im Kunstmuseum Thun vertreten, wobei auf ein die künstlerischen Positionen verbindendes Thema verzichtet wurde. Insgesamt möchte die Ausstellung ein breites Spektrum an künstlerischen Positionen präsentieren und damit das aktuelle Kunstschaffen der Kantone Bern und Jura zeigen. Unter den ausstellenden Künstler:innen befindet sich auch Rainer Eisch.

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Josef Albers

in Den Haag
Kunstmuseum Den Haag
Anni und Josef Albers
15.10.202215.01.2023

Das Kunstmuseum Den Haag zeigt mit Anni und Josef Albers eine Retrospektive des Künstlerduos Anni und Josef Albers mit über 200 Werken – Gemälde, Fotografien, Möbel, Zeichnungen und Textilien. Die Ausstellung zeigt, wie sich Anni Albers zu einer Pionierin der modernen Textilkunst entwickelte und Josef Albers einen künstlerischen Entwicklungsprozess durchlief, der in seiner weltberühmten Serie Homage to the Square gipfelte, die Hunderte von Farbstudien im quadratischen Format umfasst. Obwohl das Ehepaar mit unterschiedlichen Materialien arbeitete, veranschaulicht die Schau die gegenseitige Beeinflussung, insbesondere in ihrem Sinn für Farbe, Rhythmus und Form, sowie ihrem Respekt vor dem Material und ihrer Lust am Experimentieren.

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Karin Kneffel

in Rom
Galerie Gagosian
Face of a Woman, Head of a Child
11.11.202214.01.2023

Die renommierte Galerie Gagosian zeigt in ihrer Dependance in Rom eine neue Werkgruppe der Künstlerin Karin Kneffel, in der sich die Malerin zum ersten Mal mit dem menschlichen Porträt auseinandersetzt. In ihrer künstlerischen Laufbahn hat sich Kneffel stets mit der Bedeutung von Malerei auseinandergesetzt, indem sie Gegenstände, Orte und Ereignisse in einer verführerisch realistischen Weise übereinandergelegt und neu kombiniert hat. Ob von persönlichen Erinnerungen oder kunsthistorischen Quellen inspiriert, ihre Interieurszenen und Stillleben nutzen geschickt das gegenständliche Potenzial des Mediums und unterstreichen gleichzeitig dessen inhärent fiktiven Charakter. Trotz des dramatischen Wechsels in der Thematik bleibt Kneffels raffinierte Technik beständig, und die glatten und leuchtenden Oberflächen ihrer Ölgemälde offenbaren eine große visuelle Tiefe und konzeptionelle Komplexität. So widmet sie sich in ihren neuesten Arbeiten den Gesichtern historischer polychromer Holzfiguren, die durch Vergrößerung und Ausschnitt unheimlich und fesselnd wirken. Wie in ihren barocken Stillleben nutzt Kneffel die Kraft ihrer malerischen Methoden, um die starken Konturen und subtilen Nuancen jedes rustikalen, geschnitzten und gemalten Gesichts in körnigem Detail zu beschreiben.

Kneffel interessiert sich seit langem für sakrale Figuren der Renaissance von bekannten und unbekannten Bildhauern. Während diese archetypischen Modelle die weit verbreitete religiöse Verehrung und die aufkommenden humanistischen Ideale der Epoche verkörpern, säkularisiert Kneffel sie in ihren Gemälden, indem sie alle identifizierenden Attribute und Titel ausblendet und sich auf ihre Gesichtszüge konzentriert. Sie vergrößert ihre Motive und malt die Figuren in stark vergrößerten Nahaufnahmen in Paaren von gleichgroßen Einzelgemälden. Kneffel hebt die eigenwilligen Züge jeder Frau und jedes Kindes hervor und verstärkt durch ihre Unvollkommenheit und anatomische Exzentrik das surreale Gefühl der Künstlichkeit. Indem sie die religiöse Ikonografie zurücknimmt, präsentiert Kneffel die Skulpturen als höchst subjektive dreidimensionale Objekte, denen durch malerische Konturen und Farben eine lebendige Vitalität verliehen wird – der zärtliche, schützende Blick einer Frau oder das Erröten der Wange eines Babys wie ein reifer Apfel. Inmitten dieser Paarungen tauchen zwei Paare aus heutiger Zeit auf – Kneffels jüngeres Ich mit ihrem kleinen Sohn, der jetzt ein erwachsener Mann ist, und eine andere junge Mutter mit ihrem Kind aus ihrem Umfeld, die für ein neues, vielfältigeres Deutschland stehen. Durch die Gegenüberstellung von Porträts aus ihrem eigenen Umfeld und ihrer Gemeinschaft mit denen aus der archetypischen Geschichte definiert Kneffel Porträt, Repräsentation und Familienbande als Elemente eines fortwährenden Dialogs in Leben und Kunst.

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Boris Becker

in Köln
Die Photographische Sammlung/SK – Stiftung Kultur
Photographische Konzepte und Kostbarkeiten – Sammlungspräsentation Teil 2 Urbanes Leben, Architektur, Industrie
02.09.202208.01.2023

Mit den Themen „Urbanes Leben, Architektur, Industrie“ präsentiert die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln eine Auswahl aus den eigenen Beständen mit historischen und zeitgenössischen Werkreihen. Die über 300 Exponate von 21 Photograph:innen aus Deutschland, Italien, den USA und Japan wurden in einem Zeitabschnitt von rund 30 Jahren gesammelt und waren teilweise bereits zu sehen, teilweise werden sie erstmalig gezeigt. So verschieden die Konzepte der Künstler:innen sind, so sehr eint sie die Motivation, ihre Umgebung in möglichst differenzierter und authentischer Form zu vermitteln. Sowohl Bauten, Erzeugnisse, Konstruktionen, Erfindungen, Produktionsvorgänge, Ausstattungen als auch Eingriffe in die Landschaft werden festgehalten und in aufschlussreiche Ansichten und Werkreihen transformiert. Dabei tritt das Abbild des Menschen eher in den Hintergrund, auch wenn sein Lebens- und Arbeitsalltag oft Ursprung dessen ist, was in den Photographien gezeigt wird. Ausgestellt sind neben Arbeiten von Bernd und Hilla Becher, Jim Dine, Lee Friedlander, Candida Höfer, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Stephen Shore auch Photographien von Boris Becker.

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Boris Becker

Timm Ulrichs

in Bergisch-Gladbach
Kunstmuseum Villa Zander
Bibliomania –Das Buch in der Kunst
03.09.202208.01.2023

Die Ausstellung zeigt Kunstwerke in den unterschiedlichsten Medien, in denen der Magie und Ausstrahlung des Buches nachgeforscht wird. Sinnlich-haptische Qualitäten, die Wahl des Papiers, die Gestaltung, die Art, wie ein Buch in der Hand liegt, aber auch als jederzeit verfügbarer Speicher von Zeit, Wissen und Kultur – all diese Komponenten weisen das Buch als ein komplexes Thema aus, dessen gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung gerade in dem Moment, in dem es durch den Vormarsch des digitalen Zeitalters an den Rand gedrängt wird, in seiner ganzen Tragweite erst in das Bewusstsein kommt.

Die besondere Faszination des Buches überträgt sich auch auf die Orte, in deren Zentrum es steht. Über Jahrhunderte hinweg galten Bibliotheken als magische Orte der Gelehrsamkeit und geheimen Wissenschaften. Bücherregale, Buchhandlungen und Archive enthalten ebenso eigene, scheinbar aus-der-Zeit-enthobene Welten. Zur Bücherthematik gehören aber auch aggressive Aktionen wie Zensur und Bücherverbrennung bis hin zur Verfolgung und Ermordung von Autor:innen.

Da in der westlichen Kultur fast jeder eine Beziehung zum Buch unterhält (und sei es mit dem Bilderbuch, Schulbuch, Kochbuch, Bildband), ist das Blättern und Lesen in einem Buch eine tradierte Kulturform und alltägliche Praxis. Wie verändert sich dies aber angesichts der rasanten Zunahme digitaler Medien wie Hörbücher, E-Book-Reader, usw.? Dass das Buch dennoch keineswegs verschwindet, spricht für seine enorme symbolische und kulturelle Bedeutung. So finden gerade heute bibliophile Ausgaben mit besonderer haptischer Qualität zunehmend neue Liebhaberinnen und Liebhaber. Auch in der Sammlung des Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch-Gladbach spielt das Buch eine herausragende Rolle. Eine prägnante Auswahl an Künstlerbüchern und Objekten aus der Sammlung bereichert die Ausstellung von Malerei, Zeichnung, Fotografie, Film, Installation und Buchobjekten, die sich mit dem Thema Buch auseinandersetzen. Unter den gezeigten künstlerischen Positionen befinden sich neben Hanne Darboven, Katharina Fritsch, Andreas Gursky, Candida Höfer, Dieter Roth, Cornelius Völker auch Arbeiten des Konzeptkünstlers Timm Ulrichs und des Kölner Fotografen Boris Becker.

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Brigitte Kowanz

in Graz
Kunsthaus Graz
Faking the Real – Kunst der Verführung
22.09.202208.01.2023

Entlang des Begriffes „Fake“ geht die Ausstellung im Kunsthaus Graz einer künstlerischen Entwicklung seit den 1970ern nach. Faking the Real widmet sich dabei der Frage der Manipulation von Realitäten und zeigt eine Entwicklung vom Plakat im öffentlichen Raum bis zur Intervention in den sozialen Medien. Gerade in den letzten Jahrzehnten nutzten sowohl Grafiker:innen als auch Kunstschaffende parallel zueinander Konzepte und Ideen des Verkaufens, Manipulierens und Zelebrierens. Dabei werden sie immer deutlicher voneinander beeinflusst – nicht nur appropriierend, sondern selbstbewusst affirmativ. Neben materiellen sind es insbesondere technologische Innovationen, die nicht nur die Werbegrafik selbst, sondern in ihrem Spiegel auch die Kunst antreiben. Digitale Layoutprogramme schaffen schier endlose Möglichkeiten für Flächengestaltungen. Aus der Collage kommend, inspirierten erste Bildbearbeitungsprogramme wegweisende Positionen der Kunst wie John Baldessari zu glatten Bildmontagen und beflügelten ab den 1980er-Jahren eine erste Generation digitaler Kunstschaffender wie Peter Kogler zu immer größer werdenden, sich räumlich ausbreitenden Grafiken. Ganz aktuelle Positionen aus der Kunst wie etwa Hito Steyerl lassen dabei die analogen und digitalen Welten nicht nur interaktiv ineinander übergehen, sondern auch unsichtbar verschmelzen. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben John Baldessari, Daniele Buetti, Sylvie Fleury, Robert Indiana, Peter Kogler, Cindy Shermann, Katharina Sieverding, Hito Steyerl und Rosemarie Trockel auch die Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz.

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Timm Ulrichs

in Hannover
feinkunst e.V.
Timm Ulrichs – Kunst & Leben: Beispiele aus Pornoheften, 1978 ff.
02.09.202206.01.2023

Der Hannoveraner Totalkünstler Timm Ulrichs hat mit Humor und Sprachwitz unzählige Arbeiten zwischen Text und Bild entwickelt. In den 1970er-Jahren fielen ihm Bilder der Weltkunst ins Auge, von Rembrandt über Picasso bis Immendorff, jeweils als Raumausstattung auf Fotos in Pornoheften. Eine Idee wurde geboren, und Timm Ulrichs fing an, diese Bilder zu sammeln. 1992 veröffentlichte er eine 30-teilige Serie mit expliziten Reproduktionen aus der Heftsammlung, versehen mit geprägten Angaben zu den darin vorhandenen Werken. Unter dem Titel Kunst & Lebenerschien auch ein Katalog der Serie. In dem Hannoveraner Verein feinkunst zeigt Timm Ulrichs eine Fortsetzung der Serie und präsentiert eine Neuauflage des Kataloges.

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Thomas Baumgärtel

in Lünen
Galerie Anders
Thomas Baumgärtel – Der Bananensprayer, Bilder und Objekte
30.10.31.12.2022

Thomas Baumgärtel ist mit seinen in Stencil-Technik gesprayten Bananen, mit denen er bis heute die Eingänge von über 4000 Kunstmuseen und Galerien sowohl in deutschen als auch internationalen Städten markiert, bekannt geworden. Sein weit darüber hinausgehendes intermediales Werk umfasst neben Zeichnungen, Editionen, Druckgrafiken auch Fotocollagen, Übersprühungen von „alten Meister“-Gemälden und Objekten. Dabei hat er sich keineswegs nur mit dem traditionellen Staffeleibild, sondern auch intensiv mit der Wandmalerei im öffentlichen Raum beschäftigt. Mit dem Symbol der Banane kämpft der Kölner Künstler seit über 30 Jahren für die Freiheit der Kunst, und so reicht die breite Palette des künstlerischen Schaffens Baumgärtels bis in die Aktionskunst, darunter neben subversiven Spravaktionen auch Performances und Happenings. Die Galerie Anders in Lünen bietet in einer Einzelausstellung einen umfassenden Überblick über Thomas Baumgärtels Werk.

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Brigitte Kowanz

in Reichersberg am Inn, Österreich
Galerie am Stein
Brigitte Kowanz 1957 – 2022
07.10.30.12.2022

In mehr als 30 Jahren kontinuierlicher Arbeit hat Brigitte Kowanz ein eigenständiges künstlerisches Vokabular des Lichts geschaffen. Vokabular ist buchstäblich zu verstehen, denn Brigitte Kowanz setzte Licht als Sprache, als Code ein. Sie arbeitete mit reinem Licht als selbstständigem Medium wie früher die Maler mit reiner Farbe. Ein entscheidender Aspekt ihrer Kunst ist ein Gebrauch von Sprache, der aus der Erfahrung urbaner Räume und der Begriffsschrift der Konzeptkunst stammt. Die ausgewählten Arbeiten der Ausstellung in der Galerie am Stein stellen eine Vielzahl von Kowanz künstlerischen Mitteln dar – die Verwendung von Neonlicht, von Spiegeln, von spiegelnden Metallen, von Schrift, von Code, von Information. Kowanz geht es um die Verschränkung von physikalischem materiellem Raum und immateriellem virtuellem Raum. Der Körper befindet sich dabei im realen Raum. Gleichzeitig erweitert sich dieser reale Raum durch Spiegel, Zweiwegspiegel, künstliches Licht etc. für den Körper zu einem virtuellen Raum. Die Wörter dirigieren den Besucher in einen konzeptuellen Raum, in einen fiktiven Raum, in einen Denkraum.

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Thomas Baumgärtel

in Eitorf
Galerie Incontro
Das Kleine Format
30.10.30.12.2022

Die Ausstellung stellt eine große Bandbreite an Kunst im kleinen Fornat aus den letzten hundert Jahren vor, sowohl bezogen auf die gezeigten Techniken und Materialien als auch im künstlerischen Ausdruck. Gezeigt werden Arbeiten von u.a. Banksy, Erich Heckel sowie Thomas Baumgärtel.

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Michael Broermann

Thomas Baumgärtel

in Bergisch-Gladbach
Partout Kunstkabinett
Kunst zum Jahreswechsel
26.11.30.12.2022

Die Galerie Partout Kunstkabinett in Bergisch-Gladbach zeigt die traditionelle Ausstellung Kunst zum Jahreswechselmit dem Kunst-Adventskalender. Unter den neuen Arbeiten der Künstler:innen der Galerie sind auch Michael Broermann und Thomas Baumgärtel.

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Jeppe Hein

in Neumünster
Herbert Gerisch-Stiftung
Jeppe Hein: The best things in life aren't things
14.08.23.12.2022

Die Einzelausstellung des in Berlin lebenden dänischen Künstlers Jeppe Hein in der Gerisch-Stiftung in Neumünster ermöglicht den Besuchern zweierlei Kunsterlebnisse – das Betrachten der Kunstwerke und das Schaffen eigener Kunstwerke. Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten, die sich auf das menschliche Bewusstsein für Körper und Geist beziehen. So bekommen Besucher die Möglichkeit ihren eigenen Atem und ihr Gesicht auf die Museumswände zu malen, in einen inneren Dialog mit Jeppe Heins Tagebuchaquarellen I am right here right now einzutreten, mit Klangschalen und Wasserfarben bunte Frequency Watercolours aufs Papier zu bringen, oder eine Pause auf Heins Modified Social Bench NY #10 im Park einzulegen. Diese Beteiligung an den Kunstwerken, die über die Dauer der Ausstellung entstehen, sensibilisiert die Sinneswahrnehmungen der Besucher und ermöglicht ihnen eine freiere Annäherung an die Kunst.

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Josef Albers

in Memphis, USA
Art Museum of the University of Memphis
Josef Albers: Opening Eyes
16.10.17.12.2022

Die Ausstellung zeigt Werke des Bottroper Künstlers aus der Sammlung des Art Museum of the University of Memphis, darunter drei Gemälde aus der Serie „Homage to the Square“. Die meisten Arbeiten von Josef Albers in der Sammlung des Museums in Memphis sind Geschenke des Architekturprofessors William Huff, der Albers aus Yale kannte und direkt beim Künstler sammelte. Albers’ Werke erkunden den Raum zwischen dem, was man sieht, und dem, was man weiß, und regt damit dazu an, Farbe und Raum neu zu erfahren.

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Claudia Desgranges

Inge Gutbrod

in Landshut
Neue Galerie Landshut
Domestic Space | Christmas Edition II
25.11.16.12.2022

Die Neuen Galerie Landshut präsentiert mit Domestic Space | Christmas Edition II  Auflagenkunst und Multiples von 27 Künstler:innen, die mit ihren Arbeiten die Grenzen der Genres spielerisch ausloten und unterschiedliche Auffassungen von Zeichnung, Malerei, Skulptur und Fotografie zusammenführen. Die spannungsreiche Sammlung zeitgenössischer, limitierter Editionen spielt mit den Möglichkeiten künstlerischer Techniken und spürt die abstrakten wie die figurativen Ebenen des Mediums auf. Unter den präsentierten künstlerischen Positionen befindet sich neben Cathy Daley, Mark Harrington auch die Künstlerinnen Inge Gutbrod und Claudia Desgranges.

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Thomas Zitzwitz

in Köln
Galerie Norbert Arns
Die Vögel des Zufalls
18.11.10.12.2022

Die Galerie Norbert Arns in Köln zeigt mit Die Vögel des Zufalls eine von dem Kölner Künstler Thomas Zitzwitz kuratierte Ausstellung, in der dieser Werke der Künstlerkolleg:innen Wim Delvoye, Gregor Hildebrandt, Alicja Kwade, Alwin Lay, Anna Virnich mit eigenen Arbeiten kombiniert und kontrastiert.

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Jeppe Hein

in Berlin
Julia Stoschek Foundation
at dawn
28.04.04.12.2022

[Ausstellungsmagazin auf der Homepage.]

 

Die Gruppenausstellung at dawn in der Julia Stoschek Foundation verknüpft Prozesse der Bildproduktion mit einem sozialen und politischen Streben nach möglichen Alternativen zu unserer problematischen Gegenwart. Dabei soll ein Gefühl für das utopische Potenzial der Kunst vermittelt werden: Die Kunst als generativer Raum zum Experimentieren, in dem sich verschiedene Bedürfnisse und Verlangen formulieren, queere Beziehungen und Verflechtungen entfalten können. Die 30 präsentierten Arbeiten reichen von Performance-Videos, der filmischen Dokumentation von Land-Art-Projekten zu Video-Skulpturen und Bewegtbild-Installationen bis hin zu Film- und Fotoarbeiten sowie lyrischen Werken. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben Carol Bove, Nancy Holt & Robert Smithson, Nam June Paik und Wolfgang Tillmans auch der dänische Künstler Jeppe Hein.

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Boris Becker

in Köln
Galerie Ulf Larsson
Boris Becker – Von der Maas bis an die Oder
28.10.03.12.2022

Die Kölner Galerie Ulf Larsson zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung Arbeiten des Kölner Fotografen Boris Becker, darunter neue Fotografien aus Berlin.

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in Thun, Schweiz
Kunstraum Satellit
Rainer Eisch
20.10.01.12.2022

Der im schweizerischen Thun geborene Medienkünstler Rainer Eisch zog Anfang der 1990er-Jahre nach Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie bei Christian Megert studierte. Die Auslotung der Möglichkeiten von 3D-Computerprogrammen steht bei Eischs künstlerischem Schaffen im Zentrum. Innerhalb seiner Auseinandersetzung sind es sowohl die Möglichkeiten wie auch die Grenzen von digitalen Medien, die den Künstler interessieren. Im Kunstraum Satellit in Thun wird eine Videoarbeit präsentiert, die Eisch explizit für den Ort kreiert.

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Josef Albers

in Palm Desert, Kalifornien, USA
Heather James Fine Art
Josef Albers – The Heart of Painting
12.05.30.11.2022

Diese Sonderausstellung von Werken von Josef Albers in der Galerie Heather James in Kalifornien widmet sich Albers‘ Auseinandersetzung mit Farbe mithilfe des Rechtecks, wie er es in der bekannten Serie „Homage to the Square“ getan hat. Die Ausstellung fokussiert damit anhand einer Vielzahl von Variationen desselben Motivs auf die Art und Weise, in der Albers Farbe und Gemälde gesehen und verstanden hat.

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Thomas Wrede

in Rostock
Kunsthalle Rostock
Über Wasser und Pflanzen – Künstlerische Positionen zur Nachhaltigkeit
01.10.27.11.2022

In Kooperation mit dem Botanischen Garten der Universität Rostock realisiert die Kunsthalle Rostock ein übergreifendes Kooperationsprojekt, in der naturwissenschaftliche Forschung und Kunst in den Dialog treten. Ausgehend von der Tatsache, dass Wasser die unabdingbare Voraussetzung für die Anwesenheit von organischem Leben ist, verfolgt dieses Projekt das Ziel, die adäquaten Umgangsformen mit Naturressourcen und deren Wertschätzung zu stärken, sowie potentielle Anpassungsstrategien an den Klimawandel zu beleuchten. In der Romantik spielte die Nachahmung der Natur eine große Rolle in künstlerischen Darstellungen. Die zeitgenössische Kunst kann und will sich diesen Luxus nicht mehr leisten. Sie beschäftigt sich heute mit der Wiedergabe der Realität zur Veranschaulichung von Themen und als Wegweiser zu einem nachhaltigeren Lebensstil, um die Naturressourcen Erde, Luft und Wasser für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Ausstellung versammelt internationale Künstler:innen, die sich mit der Natur, den Naturelementen und deren Symbiose mit der Menschheit in ihren künstlerischen Œuvres auseinandersetzen. Sie vertreten verschiedene Kulturen und Ethnien, die in ihrer Essenz einer bestimmten Spiritualität, Mythologie und Technologie im Umgang mit der Natur folgen. Die ausgestellten Arbeiten sind Installationen, Objekte, Malereien, Fotografien und ortsspezifische Werke von u.a. HAP Grieshaber, Han Seok Hyun, Ingar Krauss, Anna McCarthy, Vivan Sundaram und Thomas Wrede.

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Inge Gutbrod

in Marburg
Marburger Kunstverein
Inge Gutbrod & Heiko Börner – Skulpturen & Installationen
30.09.24.11.2022

Der Marburger Kunstverein zeigt in seiner Herbstausstellung aktuelle Arbeiten von Inge Gutbrod, die vor allem mit ihren Wachsarbeiten bekannt geworden ist. Neben den charakteristischen farbigen Werken aus Wachs, die stets an der Grenze zwischen Malerei und Skulptur angesiedelt sind, werden auch Drucke und Zeichnungen der Fürther Künstlerin ausgestellt.

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Thomas Schütte

Ulrich Erben

in Kleve
Museum Kurhaus Kleve
Schatzhaus & Labor: 25 Jahre Museum Kurhaus Kleve
23.07.20.11.2022

Das Museum Kurhaus Kleve begeht 2022 sein 25-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass unternimmt das Museum eine Bestandsaufnahme der Vielfalt an Gegenwartskunst, wie sie sich in den vergangenen Ausstellungen und den damit verbundenen Erwerbungen spiegelt. Anhand von 25 ausgewählten künstlerischen Positionen wird so nicht nur die Geschichte des Museums erzählt, sondern mithilfe von fünf neuen Arbeiten auch die Gegenwart und die Zukunft reflektiert. Unter den beteiligten Künstler*innen sind neben Carl Andre, Katharina Fritsch, Isa Genzken, Axel Hütte, Robert Indiana, Richard Long, Giuseppe Penone, Stephen Prina, Thomas Ruff, Michael Sailstorfer und Gregor Schneider auch Stephan Balkenhol, Thomas Schütte und Ulrich Erben.

in Nürtingen
Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung
Karin Kneffel – Realität geht anders
25.09.20.11.2022

Seit den 1980er Jahren zählt die Düsseldorfer Malerin Karin Kneffel zu den national wie international herausragenden deutschen Künstlerinnen. Für die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung öffnet die immer wieder mit großen Museumsausstellungen geehrte Kneffel – wie 2019 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden – die Tür zu ihrer Gedankenwerkstatt. Realität geht anders bietet in Zusammenarbeit mit der Berliner Galerie Klaus Gerrit Friese anhand von mehr als 50 Arbeiten auf Papier einen exquisiten Blick in die Werkstatt der Künstlerin.

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Emil Schumacher

Josef Albers

Timm Ulrichs

in Recklinghausen
Kunsthalle Recklinghausen
At first sight – Neue Einblicke in die Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen
28.08.13.11.2022

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Sammlung der Kunsthalle Recklinghausen liegt auf Arbeiten der 1947 in Recklinghausen gegründeten Künstlergruppe „junger westen“ und den fortlaufend angekauften Preisträger:innen des gleichnamigen Kunstpreises sowie auf einer konzentrierten Sammlung Kinetischer Kunst, dem deutschen Informel und nicht zuletzt der sogenannten „naiven“ Kunst aus dem Umfeld der Bergleute, vorwiegend aus dem Ruhrgebiet. Die Neupräsentation der Sammlung unter dem Titel At first sight stellt erstmals formale Beziehungen zwischen diesen verschiedenen Sammlungsschwerpunkten her. Die Ausstellung befragt nicht nur die Gültigkeit dieser bisherigen Kategorisierungen, sondern bringt zudem eine ganze Reihe von noch nie oder lange nicht gezeigten Werken aus den Depots in die Ausstellungsräume der Kunsthalle.

Der Titel At first sight spielt dabei nicht nur auf die sprichwörtliche „Love at first sight“, also die Liebe auf den ersten Blick, an, sondern bezieht sich auch auf die personelle Situation der Kunsthalle. Die ausgestellten Arbeiten wurden erstmals von Museumsdirektor Nico Anklam seit seinem Amtsantritt im Sommer 2021 aus dem großen Fundus der städtischen Sammlung ausgewählt. Darüber hinaus ergibt sich auch eine weitere „first sight“, nämlich die für das Publikum: Viele Besucher:innen werden einige der Arbeiten wohl zum ersten Mal entdecken. Neben Werken von Ayşe Erkmen, Gotthard Graubner, Heinz Mack, Otto Piene, Wolf Vostell und Andy Warhol zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Josef Albers, Emil Schumacher und Timm Ulrichs.

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Shannon Bool

in Ravensburg
Kunstmuseum Ravensburg
Musterung. Pop und Politik in der zeitgenössischen Textilkunst
15.07.30.10.2022

Die Auseinandersetzung mit dem Stofflichen, neuen Textilien und Trägermaterialien begeistert aktuell Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Herkunft. Vorhänge, Tapeten und Teppiche werden als Bildträger zeitgenössischer Darstellungen wiederentdeckt. Mit Stoffen, textilem Dekor und Kleidung lassen sich Geschichten und Hintergründe historischer, bildlicher und globaler Zusammenhänge neu erzählen. Dabei steht der Wiederentdeckung traditioneller Techniken die Begeisterung für neue digitale Technologien gegenüber: Digitale Technologie steuert die Webstühle in der heutigen Zeit oder spinnt die Fäden in eine erweiterte Realität. Stoffe und ihre Musterungen sind oft auch kulturelle Identitätssymbole. Im Kontext von Massenproduktion von Textilien und ökologischer Nachhaltigkeit eröffnet künstlerische Materialforschung neue Sichtweisen und Möglichkeiten. Die Ausstellung im Kunstmuseum Ravensburg stellt unterschiedliche Positionen von international renommierten Künstler:innen in einen Dialog, die sich explizit mit textilen Materialien beschäftigen und zugleich deren gesellschaftspolitische Bedeutung erkunden. Immer bleibt die Frage, wie wir mit unseren Ressourcen und Fähigkeiten umgehen. Viele Werke und Bilder codieren soziale und ästhetische Ordnungskonzepte, die sie in Frage stellen. Die Ausstellung möchte zeigen, wie explizit und facettenreich Popkulturelles, (Post-)Feministisches und Tagespolitisches mit textilen Materialien aktuell ihren Ausdruck finden. Unter den gezeigten künstlerischen Positionen befinden sich neben Alexandra Bircken, Tim Berresheim, Erika Hock, Laure Prouvost und Rosemarie Trockel auch die in Berlin lebende Künstlerin Shannon Bool.

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Brigitte Kowanz

in Neuhaus, Kärnten, Österreich
Museum Liaunig
Lost in Space: Raum, Ding und Figur – Entwicklungen innerhalb der Skulptur seit 1945
01.05.30.10.2022

Die Ausstellung Lost in Space im Museum Liaunig in Kärnten ist dem Thema Skulptur gewidmet.
Gezeigt werden rund 140 österreichische und internationale Positionen aus dem Zeitraum 1950 bis zur Gegenwart. Bis auf wenige ergänzende Leihgaben stammen sie alle aus der Privatsammlung der Familie Liaunig. Die Begriffe Raum, Ding und Figur bzw. deren Verhältnis zueinander bestimmen diese Ausstellung thematisch. Das klassische Verständnis der Skulptur geht von jeher vom Anthropomorphen aus.
Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt ein Prozess der Auflösung dieses Prinzips. Der Gegenstand wird durch die Abstraktion eliminiert, kehrt jedoch als „Ready-Made“ in anderer Form wieder zurück. Das Ding bleibt somit zwar im Spiel, bekommt aber zusätzliche Wertigkeiten. Eine Konsequenz ist die Definition des Raumes als Kategorie – wie Zeit, Energie oder Bewegung – im Gegensatz zu den die Skulptur bisher bestimmenden Kategorien wie Masse, Volumen, Schwerkraft. In der klassischen Raumvorstellung verhalten sich die Dinge zum Raum nach dem Prinzip der Verdrängung. Der Körper unterbricht dabei den leeren Raum. Wenn das plastische Gebilde nun den Raum verkörpern soll, muss es ein anderes Verhältnis zu ihm aufbauen. Das bedeutet mitunter, die Leere des Raumes zu erfassen und als solche in der Skulptur zu thematisieren.
Damit ist die Skulptur mehr als ein Ding im Raum, sie schafft erst den Raum.
Die Definition des Raumes bzw. die aktive Beziehung von Ding, Figur und Handlung zum Raum ist ein Grundanliegen der Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert. Schatten-, Licht-, Spiegel-, Hohl- und Zwischenräume sowie Leer-, Luft-, und Scheinräume werden dabei zu bestimmenden Elementen. Der „negative Raum“ als Begriff dafür, alles scheinbar Nichtsichtbare sichtbar zu machen, beschreibt wozu die Skulptur im Lauf des 20. Jahrhunderts mehr und mehr übergegangen ist. Die umfassende Ausstellung versammelt künstlerische Positionen von u.a. Karel Appel, Tony Cragg, Maria Lassnig, Daniel Libeskind, Matt Mullican, Franz West, Fritz Wotruba, Erwin Wurm und von Brigitte Kowanz.

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Brigitte Kowanz

Jeppe Hein

in Heidenheim
Kunstmuseum Heidenheim
Spieglein, Spieglein…
17.07.30.10.2022

[Ausstellungsführer auf der Homepage]

 

Spiegel sind ein Motiv, dem in den Künsten seit Jahrhunderten eine ungebrochene Faszination entgegengebracht wird. Anders als in anderen Genre wie Musik oder Literatur, hat die bildende Kunst ein doppeltes Interesse an Spiegeln: zum einen als inhaltliches, zum anderen als optisches Phänomen. Als Material künstlerischer Produktion haben Spiegel einen hohen Reiz. Durch ihre reflektierenden Oberflächen können sie reale Objekte abbilden und vervielfachen. Mit mehreren Spiegeln lassen sich Labyrinthe bauen, die unsere Sinne täuschen. Spiegel erweitern und kommentieren den Ausstellungsraum, sie können das Publikum zum Teil eines Werks werden lassen und mit ihm in einen Dialog treten.

Spiegeldarstellungen haben eine lange Tradition in der Malerei. Die Geschichte des Spiegels als bildnerischen Materials ist hingegen deutlich kürzer. Hier sind es vor allem die Künstler:innen der ZERO-Gruppe sowie deren Umkreis, die mit Glas, Spiegeln und Licht optischen Phänomenen nachspürten. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte wurden spiegelnde Oberflächen zum politischen Statement, kommentierten Naturerscheinungen, spielten mit Wirklichkeiten und fragten nach der Erkenntnis des eigenen Ichs im Spiegel. Die Ausstellung im Kunstmuseum Heidenheim versammelt eine Vielzahl an unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen an das Thema, darunter Werke von Sylvie Fleury, Lászlo Moholy-Nagy, Josephine Meckseper, Heinz Mack, Slavs and Tatars sowie von Jeppe Hein und Brigitte Kowanz.

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Wiebke Siem

in Den Haag, Niederlande
Kunstmuseum Den Haag
Wiebke Siem – Hot Skillet Mama
11.06.30.10.2022

Das Kunstmuseum Den Haag zeigt die erste Einzelausstellung der deutschen Mixed-Media-Künstlerin Wiebke Siem (geb. 1954 in Kiel) in den Niederlanden. Ihre Installationen, Skulpturen, Textilien und Modeobjekte verweisen auf die Kunstgeschichte sowie auf Mode und Design des 20. Jahrhunderts. Vor allem aber geht es um die Unterordnung der Frau, sowohl in der Kunst als auch im Alltag. Anhand von Themen wie „Häuslichkeit“, und immer mit viel Humor, legt Wiebke Siem die von ihr erlebte soziale Ungleichheit offen. So hängen zwei Beine von einem Lampenschirm über einem Esstisch. An der Wand hängt ein überdimensionaler Teppichklopfer, und es gibt Skulpturen aus Alltagsgegenständen wie Spazierstöcken, Schneidebrettern, Nudelhölzern und Bratpfannen. Das Werk von Wiebke Siem ist befremdlich und amüsant, hat aber immer mehrere Bedeutungen. Zu Beginn ihrer Karriere Mitte der 1980er Jahre entwarf Siem Kleidungsstücke, die die Grenze zwischen Kunst und Design ausloteten. Ihre Sammlung von Kleidern, Hüten, Taschen, Schuhen, seltsamen Kostümen und Masken verwischte die Unterscheidung zwischen Kunst und Mode, da die Gegenstände der Sammlung getragen oder gleichermaßen als ästhetische Objekte angesehen werden konnten. Kritiker taten sie damals als „failed fashion or design“ ab. Für Siem war es, als würde ihr der Zugang zur Kunstwelt verweigert. Trotzdem verbindet sich ihre Arbeit immer noch mit Mode und Textilien. Und indem sie visuelle Verweise auf moderne Kunst mit Materialien und Methoden kombiniert, die mit dem Weiblichen oder dem Männlichen assoziiert werden, zieht Siem weiterhin eine historische Parallele zwischen dem Sexismus des frühen bis mittleren 20. Jahrhunderts und ihren Erfahrungen als Künstlerin in der Kunstwelt. Während ihrer Karriere hat Siem auch auf eine breite Palette ethnografischer Quellen zurückgegriffen, darunter Puppen, traditionelles Möbeldesign und europäische Trachten. Beispiele davon werden ebenfalls in die Ausstellung aufgenommen.

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Thomas Wrede

in Düsseldorf
Beck & Eggeling
Thomas Wrede – Weiss war der Schnee
02.09.29.10.2022

Die Grenzen von Inszenierung und Wirklichkeit stehen in der Fotografie von Thomas Wrede schon immer in einem spannungsreichen Verhältnis. Landschaften sind sein Hauptthema, sei es als Nachbau, als idealisierte Welt oder als ästhetische Konstruktion. Mit seiner jüngsten Serie der Gletscherbilder greift Thomas Wrede auf diese Aspekt zurück und findet in den alpinen Bergen Inszenierungen vor, bei denen der Mensch maßgeblich mitgewirkt hat. Die Ausgangsidee seiner Gletscher-Fotografie ist die verpackte Landschaft. Um dem Abschmelzen der Gletscher etwas entgegenzusetzen, wird das Eis großflächig – temporär oder auch dauerhaft – abgedeckt. Die Bilder zeigen ein Zusammenspiel aus den verwitterten Vliesabdeckungen und den sichtbaren Folgen durch das rapide Abschmelzen des Eises, hervorgerufen durch den Klimawandel. Dabei geht es dem Künstler nicht um das dokumentarische Festhalten dieses Prozesses – Resultat seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit den Gletschern sind verstörend schöne Bilder. Wie auch in früheren Werkgruppen Wredes liegt die Serie der Gletscherbilder damit motivisch zwischen Idylle und Katastrophe. Die Werke in der Ausstellung der Galerie Beck & Eggeling zeigen verschiedenste Aspekte einer sich auflösenden Gletscherwelt und gleichzeitig das große formale Spektrum des Münsteraner Fotografen Thomas Wrede.

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Claudia Desgranges

in Köln
Galerie Floss & Schultz
… and what did you do last summer?
24.09.28.10.2022

Die Kölner Galerie Floss & Schultz zeigt eine Gruppenausstellung mit Künstlern aus dem Rheinland, die sich mit der ganz besonderen Atmosphäre des Sommers 2022 auseinandergesetzt haben. Dabei geht es vor allem um die Öffnungen nach den Corona-Beschränkungen der letzten Jahre. Der Sommer 2022 war anders. Gesichter zeigten wieder ihre Mimik. Abstände wurden verringert. Es wurde umarmt und geküsst. Häuser wurden wieder für Gäste geöffnet, das Reisen wurde wieder zur Normalität. Allerdings war es auch ein Sommer zwischen dem Schock des Kriegsbeginns und der Unsicherheit des kommenden Winters. Manche der Werke sind in Künstlerresidenzen, andere in eigenen oder getauschten Ateliers entstanden. Alle zeugen von der Kraft des Sommers.

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Timm Ulrichs

Thomas Schütte

in Ahlen
Kunstmuseum Ahlen
Fragile. Alles aus Glas! Grenzbereiche des Skulpturalen
19.06.16.10.2022

Im Alltag ist es allgegenwärtig, als künstlerisches Material wurde es erst im 20. Jahrhundert entdeckt: Glas ist ein hoch empfindliches, schwierig zu bearbeitendes und gleichzeitig verführerisches Material – zerbrechlich und widerständig, schwer und schwebend, farbintensiv und transparent. Die Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen macht diese ambivalenten Qualitäten und die damit verbundenen Emotionen in einer umfangreichen Ausstellung mit knapp 100 Exponaten erlebbar und lotet dabei einen Grenzbereich des Skulpturalen aus. Ausgehend von formschönen Gebrauchsgläsern bekannter Gestalter der Jahrhundertwende führt die Präsentation zu den utopischen Entwürfen der „Gläsernen Kette“, ein Zusammenschluss von Architekten, die für eine demokratische und im besten Sinne transparente Gesellschaft bauen wollten. Nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckten ZERO-Künstler, aber auch Künstler wie Hans Arp oder Max Ernst, das lichtleitende und reflektierende Potenzial von Glas. Die aus den USA kommende Studioglasbewegung motivierte Künstler:innen zum selbständigen Experiment mit der Glasherstellung und -verarbeitung. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl künstlerischer Auseinandersetzungen mit Glas und Werke von u.a. Hans Arp, Peter Behrens, Dale Chihuly, Le Corbusier, Tony Cragg, Marcel Duchamp, Ayşe Erkmen, Max Ernst, Lucio Fontana, Lena von Goedeke, Jenny Holzer, Adolf Loos, Hans Scharoun, Robert Smithson, Bruno Taut sowie von Thomas Schütte und Timm Ulrichs.

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Boris Becker

in Bonn
Kunstmuseum Bonn
Deutscher Kaviar: Die Fotografische Sammlung
21.07.16.10.2022

Seit rund 50 Jahren sammelt das Kunstmuseum Bonn zeitgenössische Fotografie. Über 400 Werke und Serien sind dabei zusammengetragen worden, die insgesamt mehrere tausend Fotografien umfassen. Teile der Sammlung wurden in letzter Zeit aufgearbeitet und erforscht und werden in der Sonderausstellung Deutscher Kaviar der Öffentlichkeit neu präsentiert. Mit dem Schwerpunkt auf seit 1965 in Deutschland entstandener Fotokunst bietet die fotografische Sammlung eine besondere Perspektive auf ein halbes Jahrhundert voller gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Veränderungen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Doppelrolle der Fotografie – einerseits als Gebrauchs-, Dokumentar- und Werbefotografie, die zum Massenkonsum anregen soll, andererseits als künstlerische Fotografie, mit der Kritik am kapitalistischen System formuliert werden kann. Dabei werden Bezüge zwischen Werk und Ware, zwischen Finanz- und Kunstmärkten, Kunstschaffenden und dem unternehmerischen Selbst genauso thematisiert wie Fragen nach der sich wandelnden Rolle der Fotografie in der Gesellschaft. Unter den ausgestellten Werken befinden sich u.a. Arbeiten von Bernd & Hilla Becher, Christo & Jeanne-Claude, Felix Droese, Andreas Gursky, Astrid Klein, Sigmar Polke, Timm Rautert, Katharina Sieverding, Heidi Specker und Thomas Struth sowie von Boris Becker.

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Günther Förg

in München
Galerie Thomas
Günther Förg
10.09.15.10.2022

Günther Förgs Werk zeichnet sich durch eine material- und medienübergreifende Bildsprache aus, deren wesentliches Merkmal der Raumbezug ist. Seit Ende der 1970er Jahre entwickelte er diese in der Fotografie, Malerei, Skulptur und mit Installationen. Mit seiner materialbetonten abstrakten Malerei, die sich zunächst in oftmals schwarzen und grauen monochromen Arbeiten manifestierte, erschloss Förg auch neue Bildträger wie Blei und Aluminium. In den 1990er Jahren entstanden großformatige, farbige Fenster- und Gitterbilder, sowie Arbeiten, die in der Tradition der Farbfeldmalerei stehen und die stets im Zusammenhang mit der Erkundung und Umdeutung von Räumen zu sehen sind. In seinen fotografischen Serien beschäftigte er sich mit architekturgeschichtlich bedeutungsvollen Bauten des 20. Jahrhunderts. Die Bezugnahme auf den Raum blieb auch hier wirksam und inspirierte Förg zu weiterer künstlerischer Auseinandersetzung mit architektonischen Strukturen und Bauelementen, losgelöst aus ihrem Kontext. Die Münchner Ausstellung in der Galerie Thomas zeigt exemplarische Arbeiten Förgs aus unterschiedlichen Schaffensperioden.

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Stephan Balkenhol

in Duisburg
Museum Küppersmühle
Full House: Sammlung Ströher
15.07.09.10.2022

In der diesjährigen Sommerausstellung zeigt das Duisburger die Werke renommierter deutscher Künstler:innen aus der Sammlung Ströher vor. Unter den gezeigten Arbeiten befinden sich Fotografien von Thomas Florschuetz, Candida Höfer und Katharina Sieverding, Woll- und Strickbilder von Rosemarie Trockel, Gemälde von Rolf-Gunter Dienst, Jörg Immendorff und Rissa sowie eine Rauminstallation des Bildhauers Stephan Balkenhol.

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Karin Kneffel

in Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart
Intervention in die Sammlung
26.03.03.10.2022

Anlässlich des 65. Geburtstages der Düsseldorfer Künstlerin Karin Kneffel zeigt die Staatsgalerie eine kleine Auswahl von Gemälden aus der Sammlung, in deren Mittelpunkt ein 2021 angekauftes monumentales Werk steht. Die kleine Schau verdeutlicht dabei Kneffels Vorliebe für das Erproben von malerischen Möglichkeiten: Ornamente und Spiegelungen realisiert sie mit größter Präzision in einem langwierigen Prozess, der bis zu vier Malschichten auf mehrfach grundierter Leinwand umfassen kann.

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Karin Kneffel

in Kochel am See
Franz Marc Museum
Karin Kneffel. Im Bild
29.05.03.10.2022

Die Ausstellung in Kochel am See beschäftigt sich mit der illusionistischen Malerei der Düsseldorfer Künstlerin Karin Kneffel, mit der diese eine Verbindung und gleichzeitig eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellt. Zeitgenössische Gemälde Kneffels werden dabei neben Werken präsentiert, die vor 100 Jahren entstanden sind und lassen diese damit in neuem Licht erscheinen.

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Stephanie Gudra

in Bonn
Bundeskunsthalle Bonn
Identität nicht nachgewiesen: Neuerwerbungen der Sammlung des Bundes
07.05.03.10.2022

Die Bundeskunsthalle Bonn präsentiert eine Auswahl von ca. 170 Arbeiten, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre angekauft worden sind. Der Titel der Ausstellung, ein Werkzitat, verweist auf die Kriterien der Werkauswahl: Diese waren Diversität, Toleranz und gesellschaftliche und persönliche Hinterfragungen von Konzepten, darüber hinaus sollten die Arbeiten Themen wie zeitgenössische politische und gesellschaftliche Relevanz, postkoloniale Diskurse, Posthumanität, Geschichtskonstruktionen, Urbanität oder auch eine werkimmanente Bildästhetik widerspiegeln. Die Ausstellung veranschaulicht, wie historische und aktuelle Entwicklungen, kollektive Sehgewohnheiten oder Hinterfragungen von Bildkonstruktionen künstlerisch und modellhaft umgesetzt werden.  Die Auswahl der Werke belegt zudem, dass die gegenwärtigen künstlerischen Ausdrucksformen eine breite Palette an Techniken und Medien umfassen – von raumgreifenden Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie und Videoarbeiten. Unter den ausgestellten Werken befinden sich auch eine Arbeit von Stephanie Gudra.

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Brigitte Kowanz

in Linz
Schlossmuseum Linz
ISTR
29.04.02.10.2022

Das Schlossmuseum Linz zeigt mit Brigitte Kowanz eine der renommiertesten und wichtigsten Künstlerinnen Österreichs. In Wien geboren, studierte sie von 1975 bis 1980 an der Universität für angewandte Kunst Bildhauerei, wobei schon damals ihr Hauptinteresse den lichterzeugten Medien Video, Film und Fotografie galt. In Abgrenzung zu den figurativen und neoexpressionistischen Tendenzen in der neuen Malerei suchte sie die analytische Auseinandersetzung mit lichtbezogenen Phänomenen der Wahrnehmung und deren Auswirkungen auf einen traditionellen Bildbegriff, den sie von Anfang an in Frage stellte und konsequent erweiterte. Es entstanden Rauminstallationen mit Schwarzlichträumen, für die Kowanz mit phosphoreszierenden und fluoreszierenden Pigmenten bemalte Papier- und Leinwandarbeiten entwickelte, die frei im Raum hingen. Das Licht diente Kowanz als primäres künstlerisches Gestaltungsmedium, als Material und Informationsträger für Bilder, Zeichen und Botschaften. Die Wechselwirkung zwischen Licht, Sprache, Raum und Zeit war wesentlich in ihrer konzeptuellen Kunst, die nie eindeutig sein sollte, sondern auf verschiedenen Ebenen rezipiert werden sollte. Kowanz‘ Werke sind stets stark ortsbezogen und auch in Linz hat sich die 2022 verstorbene Künstlerin intensiv mit den räumlichen und architektonischen Gegebenheiten im Linzer Schlossmuseum auseinandergesetzt, wo mit ISTR posthum eine großformatige Rauminstallation realisiert wird.

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Brigitte Kowanz

Stephan Balkenhol

in Wien
Heidi Horten Collection
OPEN
03.07.02.10.2022

Mit der Ausstellung OPEN feiert die Wiener Heidi Horten Collection die Eröffnung ihres eigens für die Sammlung geschaffenen Museum, das auf Wunsch und Initiative der Kunstsammlerin Heidi Goëss-Horten entstand. Die Architektur dieses Museums steht im Mittelpunkt der Eröffnungsausstellung und lässt rund dreißig ausgewählte Werke der Heidi Horten Collection erstrahlen. Diese Arbeiten geben exemplarisch Einblick in die über Jahrzehnte gewachsene und weiterentwickelte Sammlung von Heidi Goëss-Horten, darunter viele Neuerwerbungen zeitgenössischer Kunst. Deutlich werden die Offenheit und Vielfalt der Sammlung, die dem vielseitigen Interesse und der Begeisterung der Kunstsammlerin Rechnung tragen. Die Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel. Das erste fokussiert auf die Lichtarbeiten der Sammlung – ein kleines, aber hochkarätiges Konvolut, das 2001 mit dem Ankauf eines Objekts aus Neonröhren von Dan Flavin seinen Anfang nahm. Ein weiterer Bereich befasst sich mit Schrift als Phänomen, das sowohl in klassischen Gemälden wie auch in Leuchtarbeiten der Sammlung originärer Bestandteil des Kunstwerkes ist. Ein drittes Kapitel schließlich widmet sich Arbeiten der Sammlung, die von der existenziellen Auseinandersetzung des Menschen im Spannungsfeld von physischer Außenwelt und seelischem Innenleben erzählen sowie seinem Verhältnis zu Tier und Natur nachspüren. Gezeigt werden u.a. Arbeiten von Jean-Michel Basquiat, Dan Flavin, Lucio Fontana, Damien Hirst, Joseph Kosuth, Robert Rauschenberg, Franz West, Erwin Wurm sowie von Stephan Balkenhol und Brigitte Kowanz.

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Thomas Baumgärtel

in Berlin
JRGALLERY und Raab Galerie
Wald – Thomas Baumgärtel und Nicole Meyer
26.08.26.09.2022

Das Motiv der „Spraybanane“ dient dem Kölner Künstler Thomas Baumgärtel dazu, seine Betrachter in andere Welten hineinzuziehen. Dabei nimmt er sich immer wieder neue Themen und Stile vor, die er in seiner Handschrift, der der Street und Pop Art entlehnten Bananenform, zu seinen eigenen macht und sie mit neuem Leben füllt. In der Berliner Ausstellung zeigt Baumgärtel nun Werke zum Thema „Wald“, die er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Nicole Meyer gemalt hat.

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Inge Gutbrod

in Fürth
kunst galerie fürth – Städtische Galerie
hier geblieben! – Kunst für die Stadt
23.07.25.09.2022

Anlässlich des 20jährigen Jubiläums der kunst galerie fürth widmet sich die Ausstellung hier geblieben! Kunst für die Stadt der vergleichsweise jungen Sammlungstätigkeit der Stadt Fürth. So wurden in den letzten vier Jahren knapp 40 Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Objekte und Skulpturen von insgesamt 16 in Fürth ansässigen Künstler:innen erworben, die erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert werden. Die Ausstellung versucht dabei, eine kulturelle Identität der Region jenseits von räumlichen Grenzen herauszuarbeiten und damit die Vielseitigkeit der künstlerischen Ansätze und zugleich spannungsvolle Bezüge sichtbar zu machen. Unter den Werken in einer Vielzahl von Medien befinden sich u.a. auch Wachsarbeiten von Inge Gutbrod, bei denen die strenge serielle Reihung einem zufälligen Moment ausgesetzt wird.

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Timm Ulrichs

in Dortmund
Museum Ostwall
Flowers! Blumen in der Kunst des 20. & 21. Jahrhunderts
30.04.25.09.2022

Blumen begleiten uns im Alltag und sind mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Zugleich sind sie ein seit Jahrhunderten verbreitetes Thema in der Kunst. Mit dem Zeitalter des Barock wurde das Blumenstillleben zu einer eigenständigen Bildgattung, in der die Schönheit der Natur als auch die Vergänglichkeit des irdischen Seins zum Ausdruck gebracht wurden. Auch in der modernen und zeitgenössischen Kunst hat das Motiv nicht an Faszination verloren. Das Museum Ostwall im Dortmunder U präsentiert ausgehend von der eigenen Sammlung künstlerische Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts, die Blumen in den Mittelpunkt rücken und sich verschiedenster Medien, wie Malerei, Fotografie, Video und Installation, bedienen. 180 Werke von fast 50 Künstler:innen illustrieren die Entwicklung der Blumendarstellungen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst und reflektieren die künstlerischen und medialen Transformationsprozesse. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben u.a. Hans Arp, Joseph Beuys, Andreas Gursky, Hannah Höch, David Hockney, Judith Kaminski, Otto Piene, Gerhard Richter, Pipilotti Rist, Martha Rosler auch Timm Ulrichs.

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Thomas Wrede

in Tecklenburg
Otto Modersohn Museum Tecklenburg
Kryal. Vom Verschwinden des Eises. Lena von Goedeke & Thomas Wrede
30.04.25.09.2022

Das Otto Modersohn Museum Tecklenburg widmet sich einem hochaktuellen Thema, dem Kryal als dem Lebensraum von Schnee und Gletscher. Mit der Bildhauerin Lena von Goedeke und dem Fotografen Thomas Wrede setzen sich zwei Zeugen der Transformation und des Verschwindens dieses einzigartigen und fragilen Lebensraums auseinander. Ihre auf zahlreichen Expeditionen in das Eis der Arktis und der Alpengletscher entstandenen Werke sind komplexe und intensive Zeugnisse der verheerenden Zustände dort, wo sich unsere Welt in einem besonders offenkundigen Wandel befindet. Sie liefern dialogisch-zweistimmig aufwühlende Zeitdokumente des Anthropozäns und weisen die so maßgeblich durch den Menschen verursachten globalen klimatischen Auswirkungen auf die lokalen Biosphären nach. Lena von Goedeke hinterfragt ihre physischen, visuellen und ästhetischen Erfahrungen auf ihren Reisen im Hinblick auf Wahrheit und sozial-mediale Inszenierung der Arktis als Ausdruck des Unwiederbringlichen. Ihr individuell künstlerischer Blick und die extreme körperliche Auseinandersetzung im Kontakt mit dem fremdartigen eisigen Lebensraum sind wesentliche Bestandteile ihrer Neubewertung scheinbar gewohnter Bilder der Gletscher unseres Planeten. Thomas Wrede bildet die befremdliche ästhetische Qualität der sterbenden Gletscher der Alpen in immersiven Panaromen und sensiblen Details fotografisch ab. Er führt in seinen 2017 begonnenen Fotoserien transformatorische Prozesse und sich potenzierende Naturphänomene dieses Areals vor. Es sind Bilder zwischen Dokumentation und subjektivem Sehen, die das Natürliche und das Künstliche verschmelzen lassen. Seine Zeugnisse zeigen auf, dass die Klimakrise und die damit einhergehenden – nicht nur landschaftlichen – Veränderungen sich bereits sehr nahe, mittlerweile in Europa, abspielen.

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Shannon Bool

in Berlin
Berliner Stadtraum
Musée de la Fraise
14.09.25.09.2022

Parallel zur Berlin Art Week findet das temporäre Musée de la Fraise in Berlin seine Heimstatt, das sich wie ein Rhizom über Berlin verteilt und sich dafür die Stände von Karls Erdbeerhof einverleibt, um sich Themen wie Sinnlichkeit, Begierde und Verlangen zu widmen. Das Musée de la Fraise definiert sich durch eine ganz eigenständige positive Radikalität, bei der in einem Akt des Un-Learning die Etablierung und Weiterentwicklung eines weiblichen Blicks auf Kunst und Konsum verfolgt wird. Die Teilnehmerinnen spiegeln in ihrer unnachgiebigen Beharrlichkeit und ihren entschiedenen soziopolitischen Setzungen eine radikale Haltung, die eine positive gesellschaftliche Strahlkraft erzeugt. Ihre Themenfelder reichen von der anhaltenden Gender-Ungerechtigkeit über die sozio-ökologischen Folgen der Klimakrise zum fortschreitenden globalen Turbokapitalismus. Das Musée de la Fraise existiert und entsteht dabei im Stadtraum und funktioniert als Netzwerk sowie als singuläre Entitäten, als einzelne Stimmen sowie als Kanon zu einem dringlichen Appell aktiv gelebter Community und sozioökologischer Verantwortung. Unter den beteiligten Künstlerinnen ist neben Annette Frick, Käthe Kruse, Shana Moulton und Laure Prouvost auch die Berliner Künstlerin Shannon Bool.

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Jeppe Hein

Timm Ulrichs

in Waldenbuch, Deutschland
Museum Ritter
Aus Spiel wird Kunst
22.05.18.09.2022

Die Ausstellung im Museum Ritter präsentiert Werke an der Schnittstelle von Spiel und Kunst. Sie geht sowohl gestalterischen Aspekten als auch den schöpferischen Kräften von Spiel und Spaß nach. Tätigkeiten wie anfassen, umschichten oder neuordnen, die üblicherweise in Museen nicht gestattet sind, sind hier ausdrücklich erlaubt, zumindest bei einem Teil der Exponate. Diese sprechen den Aktions- und Gestaltungswillen des Gegenübers an und dürfen berührt, benutzt und verändert werden. So kommt beispielsweise das konstruktive Potenzial von Jeppe Heins raumgreifender Installation Intervention Impact erst dann zum Tragen, wenn die weißen Kartonwürfel wie überdimensionierte Bauklötze verwendet und immer wieder neu arrangiert werden. Dagegen lädt der allseitig mit sechs Augen markierte Glückswürfel von Timm Ulrichs zum gedanklichen Experiment ein, zum Begreifen der Absurdität des garantierten Glückfalls angesichts des vorhersehbaren Ergebnisses.

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Shannon Bool

in Charlottetown, Prince Edward Island, Kanada
Confederation Centre of the Arts
Shannon Bool: The Shape of Obus
07.05.18.09.2022

Die jüngeren Arbeiten der in Berlin lebenden und arbeitenden kanadischen Künstlerin Shannon Bool bedienen sich einer Vielzahl an Medien, darunter Wandteppich, Seidenmalerei, Collage, Skulptur und Fotogramm. Dabei kreisen sie um ein zentrales Thema, nämlich eine Kritik der Moderne durch unkonventionelle Materialprozesse, kombiniert mit einer Bool eigenen Interpretation psychoanalytischer Konzepte. Indem Bool die Kehrseite der Moderne untersucht, legt sie verdrängte ästhetische Einflüsse sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Architektur offen. Die Rolle der Architektur bei der Kontrolle von Körpern und Verhalten steht im Mittelpunkt von Bools Ansatz, in der Innenarchitektur verwendete objektivierende Strategien zu identifizieren, wie sie sich beispielsweise in der Anordnung von Nischen und Sichtachsen in Wohnräumen zeigen. So untersucht sie in ihren Wandteppichen die Architektur von Mies van der Rohe und Le Corbusier sowie in jüngeren Arbeiten mit gestickten Grundrissen Räume von Adolf Loos und Carlo Molino. In weiteren im Confederation Centre of the Arts gezeigten Wandteppichen und Fotogrammen verkompliziert sie Le Corbusiers Plan Obus, der darauf abzielt, Algier in eine moderne imperiale Hauptstadt zu verwandeln. Durch Überlagerung verbindet sie Corbusiers Architekturzeichnungen mit seinen damals weit verbreiteten erotischen Zeichnungen und orientalistischen Postkarten, was auf eine gegenseitige Beeinflussung deutet. Bools Seidenbilder schließlich spielen mit unseren Erwartungen, indem sie die Weichheit und Sinnlichkeit des Stoffes mit der Starrheit und Flachheit eines modernistischen Gitters kombinieren.

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Martin Noël

in Murnau
Kunststiftung Petra Benteler im Blauen Land
Radikal Minimal: Martin Noël | Ugo Dossi
27.05.17.09.2022

Die Ausstellung Radikal Minimal in der Kunststiftung Petra Benteler in Murnau wirft einen neuen Blick auf die Linie als Gegenstand und Medium künstlerischer Reflexion und zeigt mit Martin Noël und Ugo Dossi zwei außergewöhnliche Positionen. Noël gilt mit seinen minimalistischen Linienkompositionen als Erneuerer des Holzschnitts. Der Künstlerforscher Dossi evoziert mit puristischen Zeichen Räume des Archetypischen. Im Dialog eröffnet sich der faszinierende Ausdrucksreichtum der Linie.

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Boris Becker

in Köln
Rautenstrauch-Joest-Museum
Syrien – Gegen das Vergessen
10.06.11.09.2022

Die Ausstellung Syrien – Gegen das Vergessen im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln möchte der Zerstörung von Städten, Landschaften und Menschenleben etwas entgegensetzen. Die Ausstellung erzählt von einem Land mit jahrtausendealter Geschichte, mit einem Neben- und Miteinander unterschiedlichster Kulturen und Religionen, mit lebendigen Städten, vielfältigem Alltagsleben und vibrierender zeitgenössischer Kunst. Gezeigt werden historische, syrische Artefakte aus deutschen Sammlungen im Dialog mit zeitgenössischen Positionen und syrischer Alltags- und Erinnerungskultur. Entlang einer Zeitachse werden die Besucher:innen durch Zeugnisse frühester Menschheitsgeschichte u.a. aus den Höhlen von Yabroud geführt. Sie bekommen Einblicke in die Entwicklung von Städten und einen Eindruck von unterschiedlichen Zivilisationen, die in Syrien einst lebten. Ein zweiter Abschnitt der Ausstellung lädt ein in die Städte Aleppo, Damaskus und Raqqa, die die Besucher*innen als „Szenen“ erleben können. Kalligraphie, Filmmaterial und 3D-Projektionen beleuchten die kulturelle Vergangenheit Syriens und seine jüngste Geschichte insbesondere in diesen kulturellen Zentren. Die Ausstellung präsentiert den Nahen Osten damit aus syrischer Perspektive und öffnet Syrer:innen einen Raum, sich ihrer ersten Heimat zu erinnern und diese Erinnerung zu teilen. Unter den gezeigten Werken befinden sich auch Fotografien des Kölner Künstlers Boris Becker.

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Brigitte Kowanz

in Nürnberg
Neues Museum
In Erster Linie: Werke aus der Sammlung Stadler
28.01.11.09.2022

Das Neue Museum in Nürnberg zeigt eine Ausstellung von Werken aus der Sammlung des Münchner Sammlerpaares Annette und Rainer Stadler, die zum ersten Mal öffentlich präsentiert werden. Neben Arbeiten von Gerold Miller, Gregor Hildebrandt und Heimo Zobernig werden auch Werke der Wiener Künstlerin Brigitte Kowanz ausgestellt. So sehr sich die gezeigten Künstler:innen in ihrer Bildsprache und ihrer Materialwahl auch unterscheiden, spielen für sie alle die formalen Mittel wie Farbe, Form und die Linie eine besondere Rolle.

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Yoana Tuzharova

in Celle
Kunstmuseum Celle
light matter | yoana tuzharova
27.03.11.09.2022

Die in Köln und Münster lebende und arbeitende Künstlerin Yoana Tuzharova setzt im Umgang mit Licht auf bildhauerische Strategien. Sie überlagert verschiedene Ebenen, kontrastierende Farben, natürliches und künstliches Licht. Es entstehen farbige Schatten und Verläufe. Nicht nur die Architektur beeinflusst die Installation Tuzharovas, sondern auch die von außen durch die Scheibe dringenden Lichter transformieren die Arbeit. Während das Sonnenlicht am Tag über die Skulpturen wandert, bringen bei Nacht die Lichter von Straßenbeleuchtung und Verkehr das Werk in Bewegung.

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Jeppe Hein

in New York, USA
Rockefeller Center – Center Plaza
Changing Spaces
21.06.09.09.2022

Mit Changing Spaces bietet das Rockefeller Center in New York City eine kostenlos nutzbare interaktive öffentliche Kunstinstallation des renommierten dänischen Künstlers Jeppe Hein an. Die wasserbasierte Skulptur, die Hein als eine Form von sozialer Skulptur und „flüssiger Architektur“ beschreibt, soll die Besucher dazu inspirieren, spielerisch mit dem Kunstwerk und seiner Umgebung zu interagieren und eine friedliche Ruhepause an diesem ikonischen Ort einzulegen. Changing Spaces besteht aus vier Kreisen aus Wasserwänden, die aus dem Boden auftauchen und emporschießen. Die kreisförmigen Wasserwände steigen und fallen zufällig und gehen ineinander über, wodurch der Wasserpavillon in kleinere Räume innerhalb der Struktur geteilt wird. Besucher dürfen sich innerhalb der Struktur von Raum zu Raum bewegen, da das Kunstwerk ständig unvorhersehbar Form und Aussehen ändert und eine spielerische und interaktive Umgebung für Erwachsene und Kinder gleichermaßen schafft. Heins Arbeit im Rockefeller Center bietet den Besuchern die Möglichkeit, mit ihrer Umgebung und untereinander in Kontakt zu treten und gleichzeitig an etwas Unerwartetem und Überraschenden teilzunehmen, mit dem Hein traditionelle Einstellungen und Erwartungen an die Kunst hinterfragt.

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Shannon Bool

in Rom
Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea
Intertwingled – The Role of the Rug in Arts, Crafts and Design
21.03.04.09.2022

„Everything is deeply intertwingled. – Alles ist tief verflochten.“ Mit diesem Satz versuchte der amerikanische Soziologe und Philosoph Ted Nelson 1960 die Komplexität der Zusammenhänge im Bereich des Wissens zu beschreiben, bei dem Wissen als aus unzähligen Verbindungen und Querverbindungen bestehend betrachtet wird. Ausgehend davon unternimmt die Ausstellung in der römischen Galleria Nazionale d'Arte Moderna e Contemporanea eine Interpretation der zeitgenössischen vernetzten Welt anhand des Motivs des Teppichs in Kunst, Handwerk und Design. Teppiche bestehen aus einer Vielzahl von Fäden und Knoten, die sich zu Mustern und Oberflächen verflechten und ein Netzwerk schaffen, das metaphorisch auch Grundlage unserer Gesellschaft ist. Darüber hinaus lassen sich Teppiche in ihrer Funktion als materielle und metaphorische Raumbesetzungen interpretieren, da sich ihr Gewebe auch aus politischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen zusammensetzt. Die Ausstellung befragt diese und weitere Themen anhand von mehr als 80 Werken aus Malerei, Fotografie, Design und Kunsthandwerk, darunter Arbeiten von Ettore Sottsass, Aldo Rossi, Italo Rota, Eduardo Chillida, Giorgio de Chirico, Lucio Fontana, Jackson Pollock sowie von Shannon Bool.

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Jeppe Hein

Olafur Eliasson

in Kopenhagen, Dänemark
Copenhagen Contemporary
LIGHT & SPACE
03.12.202104.09.2022

Die große Kopenhagener Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst zeigt unter dem Titel LIGHT & SPACE auf 5.000 m2 eine Vielzahl großformatiger Installationen, die sich der gleichnamigen amerikanischen Kunstrichtung verbunden fühlen. Anhand älterer wie zeitgenössischer Werke nähert sich die Ausstellung der Faszination für moderne Materialien wie Fiberglas oder beschichtetem Glas, die Künstlerinnen und Künstler in Los Angeles in den 1960er Jahren mit ihren glatten und reflektierenden Oberflächen zu begeistern begannen. Diese Künstler setzten sich nicht nur mit diesen neuen Materialien auseinander, sondern erweiterten die Konzeption und die Erfahrung von Kunst auch durch die Fokussierung auf die Erfahrung des Kunstwerkes und des umgebenden Raumes durch den Betrachter. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Verbindungen zwischen der Kunstszene der amerikanischen Westküste und zeitgenössischer europäischer Kunstproduktion anhand von Werken von u.a. Anish Kapoor, Bruce Nauman, James Turrell, Judy Chicago, Karin Sander, Jeppe Hein und Olafur Eliasson.

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Jeppe Hein

in Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Konschthal Esch
Jeppe Hein - Distance
18.06.04.09.2022

Die monumentale, über mehrere Stockwerke reichende Installation des dänischen Künstlers Jeppe Hein in der Konschthal Esch in Luxemburg leistet einen spektakulären Beitrag zur Erkundung der architektonischen und szenografischen Möglichkeiten des ehemaligen Möbelhauses, das nun als Ausstellungshalle genutzt wird. Die Arbeit ist eine ortsspezifische Installation, die sich auf die jeweilige architektonische Konfiguration des Ausstellungsraums bezieht. Durch die modulare Bauweise mit Stahlschienen ist sie an verschiedene räumliche Gegebenheiten anpassbar und wird so montiert, dass sie durch das gesamte Gebäude bzw. den Ausstellungsraum läuft. So nimmt das Werk je nach Ausstellungsort unterschiedliche Formen an. Distance lädt Besucher:innen damit ein, die neu geschaffene Kunsthalle individuell und spielerisch zu erkunden. Beim Betreten des Raumes reagiert ein Sensor und gibt eine Kugel frei, die sich in Bewegung setzt und auf einem 800 Meter langen Rundkurs durch Loopings, scharfe Kurven und andere dynamische Abschnitte läuft. Zunächst folgen die Besucher:innen der weißen Plastikkugel auf ihrem Weg, aber da jede neue Besucher:in eine neue Kugel auslöst, verliert sich die Spur der eigenen Kugel bald und die gesamte Architektur kann als eine bewegte und dynamische Struktur erlebt werden. Der mechanische Aspekt dieser Arbeit erinnert an die vergangene Industrieära von Esch, ein Zeitalter der Maschinen. Zu sehen und zu erleben ist ebenfalls Jeppe Heins Arbeit social bench, die auf dem Vorplatz der Konschthal ausgestellt wird und von der Öffentlichkeit benutzt werden kann.

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Claudia Desgranges

in Köln
Galerie Floss & Schultz
New York Connection
22.07.04.09.2022

Das Programm der Kölner Galerie Floss & Schultz spiegelt widmet sich seit Jahren dem intensiven Dialog künstlerischer Positionen aus New York und Deutschland. So sind die Künstler:innen Joe Barnes, Claudia Desgranges, Rainer Gross, Ivo Ringe und Don Voisine persönlich miteinander im Kontakt und setzen den traditionsreichen transatlantischen Diskurs der Malerei fort, der sich in Kombination mit Arbeiten weiterer Künstler:innen in der Ausstellung New York Connection niederschlägt.

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Stephan Balkenhol

in Salzburg
Galerie Thaddaeus Ropac
Tout le monde
23.07.03.09.2022

Die renommierte internationale Galerie Thaddaeus Ropac zeigt in ihrer Salzburger Niederlassung eine Einzelausstellung des in Kassel und Karlsruhe lebenden Künstlers Stephan Balkenhol mit neuen Arbeiten des deutschen Bildhauers.

Boris Becker

in Köln
Galerie formformsuche
Architekturen: Boris Becker / Herman van den Boom – Hochbunker / Luftwachtürme
20.08.03.09.2022

Die Fotografen Boris Becker und Herman van den Boom zeigen in der Kölner Ausstellung Zweckarchitekturen, deren Funktion mit Ende des Kalten Krieges zum Stillstand kam. Beide Photographen suchen mit ihren Kameras die architektonischen Zeitzeugen in ihrem Herkunfts- bzw. Nachbarland. Boris Becker dokumentierte so rund 700 deutsche Bunkerbauten und Herman van der Boom spürte die siebzehn erhaltenen niederländischen Luftwachtürme von ehemals 138 Bauten des Architekten Marten Zwaagstra auf. Die Fotografien beider Künstler dokumentieren politische Wirklichkeiten und ihre Verwandlung in Artefakte. Neben diesem dokumentarischen Aspekt gibt die Ausstellung exemplarisch einen Einblick in die konzeptuelle Herangehensweise der beiden Fotografen.

Samuel Treindl

in Münster
LVM Versicherung
Biegestelle Kolde-Ring
03.09.03.09.2022

Im Rahmen des Kunstfestivals Schauraum Münster realisiert der Konzeptkünstler Samuel Treindl sein Projekt Biegestelle Kolde-Ring auf dem Campus der LVM. Treindl, der mit fünf Kunstwerken in der Kunstsammlung LVM vertreten ist, möchte mit dem interaktiven, partizipativen und sozialen Projekt Biegestelle Kolde-Ring den Besuchern die Möglichkeit geben, ein selbstgewähltes Objekt durch den Künstler biegen zu lassen und so aus einem trivialen Alltagsgegenstand ein zertifiziertes und originales Kunstwerk werden zu lassen. Treindl macht damit auch auf Entwertungs- und Neubewertungsprozesse von vermeintlich obsoleten Objekten aufmerksam und regt zum Nachdenken über Ressourcenverschwendung und Recycling an.

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Thomas Baumgärtel

in Königswinter, Deutschland
Hotspot KW Factory
ROAD-SIGNS / Extended
23.06.28.08.2022

In dem ehemaligen Fabrikgebäude der ZERA-Werke zeigt der als Banansprayer bekannte Thomas Baumgärtel seine erste Einzelausstellung in Königswinter. Zu sehen sind neben älteren Arbeiten auch neuere Sprayarbeiten des stets politisch und intertextuell arbeitenden Kölner Künstlers.
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Jeppe Hein

in Stockholm
Moderna Museet
Jeppe Hein: Who are you really?
21.05.28.08.2022

Der in Berlin lebende dänische Künstler Jeppe Hein wurde ins Moderna Museet eingeladen, um das Publikum auf völlig neue Weise zu begeistern. Anstatt die Ausstellung in einem der Räume des Museums für Sonderausstellungen zu installieren, wird das künstlerische Projekt in verschiedenen Bereichen, darunter auch im Außenraum, präsentiert. Jeppe Heins Werk konzentriert sich immer auf die Interaktion mit dem Publikum, und in den letzten Jahren wurden seine Arbeiten immer performativer. In seinem aktuellen Großprojekt Who are you really? kann das Publikum in Interaktion mit einem monumentalen Brunnen auf dem Exerzierplatz treten und sich anhand von verschiedenen Stationen im Inneren des Museums, Workshops zur Sammlungspräsentation und Diskussionen mit der Frage nach der eigenen Identität beschäftigen.

Mehr… www.modernamuseet.se/stockholm/en/exhibitions/jeppe-hein/

Karin Kneffel

in Brühl
Max Ernst Museum Brühl
Karin Kneffel – Im Augenblick
01.05.28.08.2022

In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Karin Kneffel zeigt das Max Ernst Museum Brühl eine umfassende Ausstellung mit rund 80 Arbeiten der Düsseldorfer Malerin. Die Präsentation versammelt Ölgemälde und Aquarelle von 2004 bis heute und gibt prägnante Einblicke in das vielschichtige Schaffen einer der profiliertesten Vertreterinnen der deutschen Gegenwartskunst. Eine Häuserfront im Abendlicht, der Blick in einen Ausstellungssaal, Ansichten von wohnlichen Innenräumen – die vermeintlich vertraute Atmosphäre in den Arbeiten von Karin Kneffel hält nur dem ersten Blick stand. Auf den zweiten Blick irritieren optische Brechungen, Spiegelungen und räumliche Verzerrungen die Sehgewohnheiten.

Eine Malerei mit einer Hausfront, auf die ein Schattenspiel fällt. In Kneffels Werken überlagern sich verschiedene Zeit- und Wahrnehmungsebenen, die die Künstlerin unter Einbezug von Verweisen auf die Kunst-, Architektur- und Filmgeschichte zu komplexen Bildfindungen verdichtet. Illusion und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, Gegenständlichkeit und traumartige Verfremdung fließen ineinander über und lassen nahezu surreale Momente entstehen. Trotz ihres greifbar wirkenden, mit höchster Perfektion gestalteten Erscheinungsbildes bleibt die Malerei von Karin Kneffel dabei meist rätselhaft verschlossen und wahrt eine geheimnisvolle Distanz.

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Emil Schumacher

in Hagen
Emil Schumacher Museum Hagen
Emil Schumacher und die Form seiner Zeit
24.04.28.08.2022

Die neue Ausstellung des Emil Schumacher Museums repräsentiert das internationale Design des gesamten 20. Jahrhunderts anhand herausragender Entwürfe von Peter Behrens, Mario Botta, Marcel Breuer, Arne Jacobsen, Vico Magistretti, Enzo Mari, Bruno Munari, Verner Panton, Ettore Sottsass, Dante della Torre, Marcel Wanders und vielen Weiteren. Abseits der allgegenwärtigen Klassiker, wie der ikonischen Liege von Le Corbusier, bietet die Ausstellung im Zusammenklang von Malerei, Bildhauerei und Design eine neue Perspektive. Der Maler Emil Schumacher hatte ein ganz besonderes Interesse an Formen aller Art, die immer wieder seine Aufmerksamkeit fesselten. Er entdeckte sie etwa in Treibholz an den Stränden Ibizas ebenso wie in Überresten von Kartoffelkraut auf einem Acker in der Umgebung von Hagen. Sein künstlerischer Blick zeigte sich auch in seinem Wohnhaus und seiner unmittelbaren, privaten Umgebung wider. Schon in der Zeit der ersten großen Erfolge, Anfang der 1950er-Jahre, erwarb Schumacher Möbel für die eigene Einrichtung, deren klare Formen schon damals als Danish Design Furore machten. Nur wenige Jahre später hatte Schumacher durch zahlreiche Ausstellungen auch intensiven Kontakt zu italienischen Kunsthändlern und Sammlern, in deren Häusern er mit italienischem Design der Zeit konfrontiert wurde. Die Ausstellung stellt Designklassiker der Moderne Gemälden und Plastiken sowie Objekten der Angewandten Kunst aus den Hagener Museen gegenübergestellt.

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Timm Ulrichs

in Dortmund
Museum Ostwall
doing photography – Fotografien aus der MO_Sammlung
08.07.28.08.2022

Im Ausstellungsraum „MO_Schaufenster“ entwickeln und kuratieren Dozenten:innen der TU Dortmund Ausstellungsformate mit partizipativen Vermittlungsangeboten. Das kollaborative Ausstellungsprojekt zeigt das fotografische Spektrum der Sammlung am Ostwall und zeigt thematische, formale und mediale Schnittstellen. Porträtaufnahmen, Dokumentationsbilder und fotografisches Experiment bilden die Schnittstelle zwischen dem Alltags- und Kunstmedium Fotografie. Zu sehen sind u.a. Arbeiten von Dieter Roth und Timm Ulrichs.

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Thomas Baumgärtel

in Schweinfurt
Kunstverein Schweinfurt
POP ART hautnah erleben: Sammlung Lars Hofmann
22.07.28.08.2022

Der Schweinfurter Sammler Lars Hofmann begeisterte sich schon als Kind für die Kunst, insbesondere die Pop Art. So stellte er im Laufe der Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung zusammen, die im Kunstverein Schweinfurt gezeigt wird. Unter den ausgestellten Arbeiten befinden sich neben Werken von Mel Ramos, Peter Wolframm, Paul Thierry auch Arbeiten des Kölner Bananensprayers Thomas Baumgärtel.

Mehr... www.kunstverein-schweinfurt.de/newsseiten/news-detailseite/pop-art-hautnah- erleben-1.html

Timm Ulrichs

in Bremen
Weserburg Museum für moderne Kunst
Skulpturale Poesie
26.03.14.08.2022

Unter den fruchtbaren Beziehungen zwischen Kunst und Literatur spielt der Dialog zwischen Poesie und Skulptur in der zeitgenössischen Kunst eine besondere Rolle. Die Gruppenausstellung in Bremen widmet sich mit einer internationalen Auswahl den facettenreichen Formen skulpturaler Poesie seit den 1960er Jahren. Objekte sind mit Texten beschrieben, oder die Buchstaben selbst treten als dreidimensionale Kunstwerke in Erscheinung, bilden Räume und sind Gegenstand von Aktionen und Performances. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben Jenny Holzer und Martin Kippenberger auch Timm Ulrichs.

Mehr… weserburg.de/ausstellung/skulpturale-poesie/

Jürgen Becker

in Köln
Galerie formformsuche
Jürgen Becker. New York 1972
02.07.13.08.2022

Die Ausstellung in der Kölner Galerie formformsuche stellt die vor 50 Jahren entstandene Bildserie New York 1972des bedeutenden und mit vielen Preisen ausgezeichneten Schriftstellers Jürgen Becker vor. Organisiert vom Goethe-Institut befand sich Jürgen Becker 1972 auf einer zweimonatigen Lesereise durch die USA und Kanada. Im Anschluss daran blieb er einige Zeit in New York, wo ihm der befreundete und zu dieser Zeit in New York lebende Schriftstellerkollege Max Frisch die Aufenthaltsmöglichkeit in dem Apartment eines Universitäts-Professors vermittelte. Mit einer Rollei 35 erkundete Jürgen Becker bildnerisch den Broadway abschreitend den Stadtraum und hielt die „täglichen Gänge durch die Stadt in einer Art von visuellem Tagebuch fest“ (Jürgen Becker). Dieses stellte für ihn eine andere Möglichkeit als das Schreiben dar und wurde bewusst zu einem Mittel, Erzählweisen und Wahrnehmung ohne Wörter als eigene „Geschichten des Sehens“ umzusetzen. Die Fotografien aus New York 1972wurden seinerzeit nicht in einer Publikation veröffentlicht oder in einer Ausstellung gezeigt und wurden erst vor wenigen Jahren von Jürgen Beckers Sohn, dem Fotografen Boris Becker, wiederentdeckt und 2017 erstmals öffentlich gezeigt. Die Serie fasziniert mit ihrer bildnerischen Qualität und der Gleichzeitigkeit von Erzählmomenten in einer Stadt, die von vielen parallelen kulturellen Einflüssen und Zeichen geprägt ist. Darüber hinaus lässt sie sich in der Fotografiegeschichte in den Kanon der Street Photography einreihen, wo sie u.a. im Vergleich zu Walker Evans, Lee Friedlander, Robert Adams und Robert Frank betrachtet werden kann.

Mehr… www.formformsuche.de/ausstellungen/juergen-becker-new-york-1972

Thomas Wrede

in Schruns, Österreich
Kunstforum Montafon
Vom Schmelzen und Schwinden
12.06.12.08.2022

In der international besetzten Ausstellung Vom Schmelzen und Schwinden im Kunstforum Montafon werden unterschiedlichste künstlerische Umsetzungen gezeigt, von Malerei über Fotografie bis Video und Konzeptkunst, die sich mit dem Verschwinden des Eises und der Gletscher auseinandersetzen. Unter den gezeigten künstlerischen Positionen befindet sich neben u.a. Axel Braun und Anouk Kruithof auch der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede, dessen Triptychon des verpackten Presena-Gletschers mit den Maßen 180 x 295 cm in dieser Ausstellung zum ersten Mal präsentiert wird.

Mehr… kfm.at/ausstellungen/detail-ausstellungen/article/vom-schmelzen-und-schwinden/

Günther Förg

in Berlin
Galerie Max Hetzler
Günther Förg: Exposition Collective 1974 – 2007
28.04.06.08.2022

Die Galerie Max Hetzler zeigt an ihrem Berliner Standort eine Einzelausstellung des deutschen Malers Günther Förg, die Werke aus drei Jahrzehnten seiner Karriere umfasst. Förgs Arbeit war geprägt von seiner multidisziplinären Herangehensweise, der Vielfalt thematischer Bezüge und Motive sowie seiner Beschäftigung mit Kunst und Architektur der Moderne. Seit den frühen 1970er Jahren schuf Förg so ein Werk, das Gemälde und Zeichnungen ebenso umfasst wie Skulpturen, Fotografien und Wandmalereien. Die meist abstrakte und monochrome Malerei der Anfangsjahre ist eine deutliche Abkehr von der damals in Deutschland vorherrschenden figurativen Malerei. Dabei ist eine klare Entwicklung von den monochromen Bildern der 1970er-Jahre zu zunehmend strukturierten „Fensterbildern“ und ab Anfang der 1990er-Jahre zu den flimmernden Rastern der als Grid Paintings bekannten Malerei zu erkennen. Ebenso wichtig waren die vielen Reisen, auf denen Förg ab den 1980er Jahren fotografierte. Für seine Architekturfotografien bevorzugte er das Großformat. Insbesondere widmete er sich Bauten des italienischen Rationalismus und der ikonischen Architektur der Moderne des 20. Jahrhunderts.

Mehr… www.maxhetzler.com/exhibitions/gunther-forg-exposition-collective-1974-2007-2022/press-en/

 

Thomas Zitzwitz

Ulrich Erben

in München
Walter Storms Galerie
Drei Farben: BLAU, WEISS, ROT
06.07.06.08.2022

In Anlehnung an die gleichnamige Film-Trilogie des polnischen Regisseurs Krzysztof Kieślowski sind die drei Ausstellungshallen der Münchener Galerie Walter Storms jeweils einer dieser Farben gewidmet. Kuratiert von Gregor Hildebrandt und Caro Jost werden über 100 Werke von 50 verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen gezeigt, darunter Arbeiten von Sabrina Fritsch, Gotthard Graubner, Imi Knoebel, Alicja Kwade, Agnes Martin, Maurizio Nannucci, Anselm Reyle, Sean Scully, Günther Uecker sowie von Ulrich Erben und Thomas Zitzwitz.

Mehr… www.storms-galerie.de/exhibition/blau-weiss-rot

Stephan Huber

in München
Center for Advanced Studies (CAS)
Stephan Huber – Shining
28.04.31.07.2022

Im Zentrum der Ausstellung in München steht das Werk Shining aus dem Jahr 2001, das Stephan Hubers hellgelbes Elternhaus in einer grau-weißen Eislandschaft zeigt. Das Haus bildet den Rahmen eines fiktiven Rundgangs, der in den Jahren 1960 bis 1965 angesiedelt ist. Dieser Rundgang wird in abstrahierter bildhafter Form auf die Räume des CAS übertragen, die unter anderem als Landkartenraum, Bibliothek oder Spielzimmer firmieren und gestaltet sind. Zu sehen sind Werke des Münchner Bildhauers aus einer breiten Schaffensperiode der Jahre 1981 bis 2022.

Mehr… www.lmu.de/de/newsroom/veranstaltungskalender/veranstaltung/kunst-am-cas-stephan-huber--shining.html

Olafur Eliasson

in Seoul, Südkorea
PKM Gallery
Olafur Eliasson: Inside the new blind spots
15.06.30.07.2022

Die PKM Gallery in Seoul zeigt in einer großangelegten Einzelausstellung Arbeiten des isländisch-dänischen Künstlers Olafur Eliasson, die das Publikum dazu einladen, herkömmliche Sehweisen und die Art und Weise, wie wir uns durch unsere Umgebung bewegen, zu überdenken. Präsentiert werden neueste Skulpturen, Aquarelle und großformatige Drucke, mit denen der Künstler unser Bewusstsein für das Hier und Jetzt stärken möchte. So setzt gerade seine Aquarellserie die Untersuchung von „Farbphänomenen“ fort, die für viele seiner Werke ein zentrales Anliegen sind. Die Schichten von Farben, die nur mit wenigen Tönen überlagert werden, die leichte Umkehrung eines Farbschemas und die verschobenen Positionen der Kreise vermitteln den Eindruck von Tiefe, Dauer und Bewegung.

Die Schichtarbeit wird auch in Seeing Sensitivity Flare wiederholt, einer Wandskulptur, die auf dem Phänomen „Lens Flare“ basiert. Lens Flare bezieht sich auf die Lichtringe und Lichtkreise, die in einer Kamera erscheinen, wenn sie auf die Sonne oder ein anderes helles Licht gerichtet ist, und gilt in Film und Fotografie als Abfallprodukt. Eliasson verwandelt diesen Fehler jedoch in ein zentrales Element, das es in all seinen Möglichkeiten zu erforschen gilt, und das erstaunliche Ergebnis wird uns präsentiert. Zusammen mit weiteren neuen Arbeiten liegt der Fokus in den Haupträumen der Galerie auf neuen Werken, die Eliassons umfassende Recherchen in multidisziplinären Bereichen wie Mathematik, Naturwissenschaften und Astrophysik unter Verwendung verschiedener Medien enthüllen und unsere Sinne schärfen sollen. Daneben zeigt die Ausstellung ältere Arbeiten, darunter die Farbspektrumserie aus dem Jahr 2005, mit der das Lichtspektrum nachgeahmt wird, das mithilfe des Tiefdruckverfahrens in Pigmente übersetzt wird und in einem Raster aus 40 gerahmten monochromen Drucken besteht, wodurch ein nahtloser Übergang von tiefem Violett zu dunklem Purpur entsteht.

Mehr… www.pkmgallery.com/exhibitions/olafur-eliasson5

Thomas Zitzwitz

in Paris, Frankreich
Galerie Richard
Summer Painting Show
09.07.30.07.2022

Die Summer Painting Show der Pariser Galerie Richard umfasst Gemälde von u.a. Chris Finley, Joeggu Hossmann, Rainer Gross, Rémy Hysbergue, Gilles Teboul und Thomas Zitzwitz, die sich mit der künstlerischen Aneignung digitaler Ästhetik und kreativer Software beschäftigen.

Mehr… www.galerierichard.com/index.php/en/accueil-english/

Thomas Baumgärtel

in Schwetzingen
Kunstverein Schwetzingen
Best of
10.06.24.07.2022

Der Kunstverein Schwetzingen feiert sein 50. Jubiläum mit zwei Ausstellungen, von denen eine in der Orangerie Schwetzingen gezeigt wird und die Ausstellungshöhepunkte der letzten Jahre versammelt. Unter diesen 16 „Best of“-Künstler:innen aus Köln, Düsseldorf, Leipzig oder Berlin, die in der Schau aktuelle Kunstwerke präsentieren, ist auch der Kölner „Bananensprayer“ Thomas Baumgärtel.

Mehr… kunstverein-schwetzingen.de/re5/?p=2703

Thomas Baumgärtel

in Riehen/Basel, Schweiz
Galerie Mollwo
Banana Underground – Urban Pop Artist Thomas Baumgärtel
11.06.24.07.2022

Seine gesprayten Bananen an den Eingängen wichtiger Kunstinstitutionen sind weithin bekannt und gelten mittlerweile als Qualitätssiegel. Seine performativen Kunstaktionen haben für Aufsehen gesorgt. Seine aus kleinen Spraybananen zusammengesetzten Bilder im Stil des von ihm erfundenen „Bananenpointillismus“ bestechen durch ihren subversiven Witz. Mit diesen und weiteren Arbeiten gehört der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel zu den vielseitigsten deutschen Konzeptkünstlern. Seine Werke haben durch das sich allgegenwärtig wiederholende Motiv der Banane dabei nicht nur einen humorvollen Charme und einen hohen Wiedererkennungswert, sondern sind auch Ausdruck von Baumgärtels ausgeprägtem sozialkritischen und politischen Engagement. Stets hat er – zugespitzt und ironisch aber ohne erhobenen Zeigefinger – mit den Mitteln seiner Kunst Missstände angeprangert, offensiv für die Freiheit der Kunst und für die Demokratie gekämpft und dabei auch Kontroversen nicht gescheut. Die Galerie Mollwo im schweizerischen Riehen zeigt eine umfassende Ausstellung des Werkes von Thomas Baumgärtel.

Mehr… www.mollwo.ch/Ausstellungen/index.html

Thomas Zitzwitz

in Köln
Galerie Norbert Arns
Thomas Zitzwitz: Kiss Cool
24.06.24.07.2022

Die Kölner Galerie Norbert Arns zeigt mit Kiss Cool die erste Einzelausstellung von Thomas Zitzwitz in der Galerie. Zitzwitz hat sich dabei von der französischen Redewendung des aus einer Werbung entstammenden, einen magischen Moment verheißenden, „Kiss Cool“ inspirieren lassen. Die Ausstellung versammelt Arbeiten, die zum Teil eigens dafür gemalt worden sind und bei denen sich auch für den Maler ein Kiss Cool-Moment eingestellt hat. Das, was als Arbeit an der Wand zu sehen ist, ist in vielen Fällen ebenfalls das Ergebnis einer überraschenden und magischen Wendung in der Arbeit, die der Künstler nicht vorhergesehen hat und auch nicht vorhersehen konnte. So entstehen Zitzwitz‘ Rakelbilder oft in einer Art Blindflug: Das mit Pigmenten versehene Acrylgel ist, wenn es frisch aufgetragen wird, undurchsichtig und nebelig. Welche Farbwirkung es im getrockneten und klaren Zustand haben wird, und zu welchem Ergebnis der Auftrag mit dem Rakel führen wird, kann der Maler nur ungefähr abschätzen. Das Malen der Spraybilder verläuft in dieser Beziehung ganz ähnlich: Auch hier muss sich der Maler auf einen Kiss Cool-Moment einlassen. Kunst heißt eben nicht nur, die Kontingenz zuzulassen, sondern auch mit dem Zufall zu spielen. Dieser Lockerheit korrespondiert eine Lockerheit in der Zusammenstellung der Arbeiten, die nicht so streng ist, wie sie es in anderen Ausstellungen des Malers gewesen ist.

Mehr… galerienorbertarns.de/home

Thomas Wrede

in Neunkirchen
Städtische Galerie Neunkirchen
Weiss war der Schnee – Das Gletscherprojekt von Thomas Wrede
08.04.17.07.2022

Die Klimakrise betrifft als globale Bedrohung die gesamte Menschheit und ist kaum noch aufzuhalten. Der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede, der sich in seinem fotografischen Werk immer wieder mit der Natur und unserem ambivalenten Verhältnis zu ihr auseinandersetzt, hat sich mit den Folgen der Erderwärmung befasst und in seiner charakteristischen, prägnanten Bildsprache das Abschmelzen alpiner Gletscher eindrucksvoll festgehalten. Entstanden sind spektakuläre Landschaftsaufnahmen, die die Monumentalität der Bergwelt sowie die Schönheit und Fragilität des Eises widerspiegeln.

„Ich wollte Bilder finden, die die Spuren der Klimakrise und den fast hoffnungslosen Kampf gegen diese rapiden Veränderungen in unserer Heimat sichtbar werden lassen“, so Thomas Wrede. Seit 2017 reist Wrede immer wieder in die Alpen, u.a. zum Rhonegletscher in die Schweiz, der bis Ende des Jahrtausends vermutlich komplett abgeschmolzen sein wird. Thomas Wrede richtet seine Kamera auf die Oberflächen der Gletscher, die mit speziellen Vliesen abgedeckt werden, um das Abschmelzen im Sommer zu verhindern. Und er steigt ins Innere der Eishöhle, um dort einzufangen, wie das Sonnenlicht durch die mittlerweile immer dünner werdenden Eisschichten und die dort jahrhundertelang eingeschlossenen Sauerstoffblasen fällt. Die Gletscherbilder werden in der Neunkirchener Ausstellung ergänzt durch Arbeiten aus Thomas Wredes früheren Werkreihen Samsø und Real Landscapes. Auch in diesen Reihen reflektiert Wrede Natur- und Umweltthemen in einer einzigartigen Bildästhetik zwischen surrealer Verfremdung, kritischer Dokumentation und apokalyptischer Fiktion.

Mehr… staedtische-galerie-neunkirchen.de/aktuell/

Thomas Baumgärtel

in Eschweiler
Galerie Art Engert
Bananas & Other Stories
15.05.15.07.2022

In der Eschweiler Galerie Art Engert zeigt der als Bananensprayer bekannte Kölner Künstler Thomas Baumgärtel in der Ausstellung Bananas & Other Stories ältere und aktuelle Arbeiten in einer monographischen Einzelausstellung.

Mehr… www.artengert.de/bananasandotherstories/

HG Esch

in Düsseldorf
Galerie im Stilwerk
Nah und Fern. Architektur Fotografie
13.05.12.07.2022

Kommt die Architektur erst durch die Fotografie zu ihrer ästhetischen Wirkung und kann Architekturfotografie an sich schon Kunst sein? Neben populären Selfies mit berühmten Gebäuden im Hintergrund und der Nutzung als Kulisse für Werbeaufnahmen steht die Architektur seit weit über 100 Jahren auch im Fokus der künstlerischen Fotografie, mit pittoresken Motiven in Städten und Landschaften oder bei der sensiblen Erkundung architektonischer Details. Der renommierte Fotograf HG Esch fotografiert weltweit Bauwerke mit hohem Wiedererkennungswert, ebenso wie anonyme Details. Die Aufnahmen belegen die Bildwürdigkeit ihrer architektonischen Protagonisten, ob in Tokyo, Peking oder Düsseldorf, und belassen die Frage nach der Verortung des Künstlerischen in einem Schwebezustand zwischen Architektur und Fotografie. Seine bekannten Serien wie Megacities oder City and Structure wurden international ausgestellt und in Büchern veröffentlicht. Im Fokus stehen hier die heutigen Boomcities, vor allem die asiatischen, mit ihren imposanten Kulissen. Im Rahmen des Programms von düsseldorf photo+ sind die Werke von HG Esch erstmals in Düsseldorf zu sehen, einer Stadt, die international zu den Zentren ambitionierter Architektur gehört.

Mehr… www.fils-fine-arts.de/hg-esch/

Brigitte Kowanz

Olafur Eliasson

Stephan Huber

in Wolfsburg
Kunstmuseum Wolfsburg
Macht! Licht!
12.03.10.07.2022

Künstliches Licht galt in der Moderne als Symbol modernen Lebens. Auch wenn ein Leben ohne künstliches Licht heute nicht mehr denkbar ist, wird es auch mit Lichtverschmutzung und Energieverschwendung in Verbindung gebracht. Die Schau Macht! Licht! im Kunstmuseum Wolfsburg zeigt künstlerische Positionen, die sich bewusst auf politische, ökologische oder soziale Aussagen konzentrieren und den Einsatz von Licht – und damit auch im übertragenden Sinn den Einsatz von Ressourcen – kritisch kommentieren. Ausgehend von ausgewählten Werken aus der Sammlung des Kunstmuseum Wolfsburg wird in der abgedunkelten Halle des Museums ein großes Spektrum an Werken der Lichtkunst präsentiert, deren kritisches Potential sich unter anderem auf folgende Bereiche bezieht: Utopie/Dystopie, Ökologie/Biologie, Ökonomie, Gewalt/Macht, Kontrolle/Überwachung, Werbung/Manipulation, Aufklärung/Verunklärung, Grenze/Ausgrenzung, öffentlicher Raum. Zu den beteiligten Künstler:innen zählen neben Joseph Beuys, Christian Boltanski, Monica Bonvicini, Sylvie Fleury, Damien Hirst, Mischa Kuball, Bettina Pousttchi, Tobias Rehberger und Peter Weibel auch Olafur Eliasson, Stephan Huber, Brigitte Kowanz und Timm Ulrichs.

Mehr… www.kunstmuseum.de/ausstellung/macht-licht/

Shannon Bool

Stephan Huber

in Bonn
Kunstmuseum Bonn
Nur nichts anbrennen lassen: Neupräsentation der Sammlung
03.06.202001.07.2022

Nach der großen Bestandsaufnahme der Malerei in der Ausstellung Jetzt! Junge Malerei in Deutschland lenkt das Kunstmuseum Bonn den Blick wieder auf die eigene Sammlung, die in ihren vielfältigen Aspekten neu präsentiert wird und Ankäufe und Schenkungen der letzten Jahre sowie Dauerleihgaben aus privaten Sammlungen einbezieht. Die Neuhängung bietet zugleich die Möglichkeit einer neuen Konzentration auf die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit. So gibt ein Raum mit Bildern der 1980er Jahre einen Rückblick auf die emphatische Revitalisierung der Malerei und zugleich einen Ausblick auf aktuelle Projekte der Malerei. Gezeigt werden hier Werke des Informel sowie Blinky Palermo, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Thomas Huber. Diskutiert werden ebenso die Bildmöglichkeiten der Fotografie und Videokunst sowie der Installation. Unter den ausgestellten Künstlern befinden sich neben Shannon Bool und Stephan Huber u.a. auch Georg Baselitz, Joseph Beuys, Isa Genzken, Katharina Grosse und Reiner Ruthenbeck.

Mehr… www.kunstmuseum-bonn.de/nocache/ausstellungen/aktuell/info/nur-nichts-anbrennen-lassen-4170/

Thomas Baumgärtel

in Nürnberg
Galerie Voigt
50 Ways to Love Art
27.05.26.06.2022

Die Nürnberger Galerie Voigt zeigt in ihrer Jubiläumsausstellung insgesamt 50 Werke, die stellvertretend für die Galeriegeschichte stehen, in denen die Galerie in über 200 Ausstellungen eine Vielzahl unterschiedlicher künstlerischer Positionen präsentieren konnte. Unter den ausgestellten Künstler:innen befindet sich neben dem Kölner Künstler Thomas Baumgärtel auch Georg Baselitz, Christo & Jeanne-Claude und Katharina Grosse.

Mehr… galerievoigt.de/stories/50-ways-of-loving-art-27-mai-26-juni-2022/

Thomas Schütte

in London, Groß Britannien
Frith Street Gallery
Thomas Schütte
29.04.25.06.2022

Thomas Schütte, einer der renommiertesten Künstler seiner Generation, beschäftigt sich mit realen und erfundenen Formen, oft verzerrt und beunruhigend, sowie mit Themen des kulturellen Gedächtnisses, des Kampfes und des utopischen Ideals. Vergangenheit und Gegenwart der Geschichte der Skulptur prallen im Werk des Düsseldorfer Künstlers aufeinander. Seine Motive, die sich ernsthaft mit der conditio humana befassen, finden ihre Form in expressiven Physiognomien und Typologien. Diese moduliert er immer wieder und testet unterschiedlichste Materialien, Maßstäbe und Dimensionen. Das Ergebnis dieser Erforschung bestimmter Themen und Bilder sind umfangreiche Werkserien, die die figurative Skulptur neu beleben und im Kontext zeitgenössischer Fragestellungen aktualisieren. Die Ausstellung in der renommierten Londoner Frith Street Gallery zeigt die Nixe (2021), eine riesige Meerjungfrau aus Bronze, die in den Himmel zu blicken scheint. Ihre optimistische Form stammt aus demselben fantastischen Reich wie viele Monumentalfiguren von Schütte. Nixe gibt den Ton für den Rest der Ausstellung an, die Figuren in zwei Medien zeigt: Keramik und Glas. So trifft der Betrachter in der Ausstellung auf eine Reihe von Charakteren, jede mit einer unverwechselbaren Stimmung oder einem unverwechselbaren Ausdruck.

Mehr… www.frithstreetgallery.com/exhibitions/206-thomas-schutte/

Brigitte Kowanz

in Prag, Tschechien
Kunsthalle Praha
Kinetismus: 100 Years of Electricity in Art
22.02.20.06.2022

Die erste Ausstellung in der Kunsthalle Praha in Prag ist thematisch von der ehemaligen Funktion des Gebäudes als Umspannwerk inspiriert: Elektrizität und die verschiedenen darauf basierenden Technologien verändern die künstlerische Praxis seit mehr als hundert Jahren. Die Ausstellung erforscht so die Geschichte der Elektrizität in der Kunst, die von der frühen künstlerischen Nutzung motorisierter Bewegung und künstlichen Lichts bis hin zu fortschrittlichen Computermodellen, Informationstechnologie und digitaler Kunst reicht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den vier Schlüsselbereichen Kinematographie, kinetische Kunst, kybernetische Kunst und Computerkunst. Insgesamt zeigt die Ausstellung über neunzig Kunstwerke mehrerer Generationen von Künstlern aus der ganzen Welt, darunter Arbeiten von László Moholy-Nagy, Marcel Duchamp, François Morellet, William Kentridge, sowie Olafur Eliasson und Brigitte Kowanz.

Mehr… www.kunsthallepraha.org/en/udalosti/kinetismus-100-years-of-electricity-in-art

Josef Albers

in Valencia, Spanien
Institut Valencia d'Art Modern
Anni and Josef Albers. Art and Life
24.02.19.06.2022

Die Ausstellung in Valencia ist dem Werk von Anni und Josef Albers gewidmet und erforscht die verschiedenen künstlerischen Produktionslinien dieser beiden herausragenden Künstler und Pioniere der Moderne des 20. Jahrhunderts. Anni und Josef Albers lernten sich 1922 am Bauhaus kennen und heirateten drei Jahre später. Während ihres gesamten Lebens und ihrer künstlerischen Praxis teilten sie die Überzeugung, dass Kunst unsere Welt tiefgreifend verändern kann und im Mittelpunkt der menschlichen Existenz stehen sollte. Während sie ihre jeweilige Arbeit unabhängig voneinander entwickelten, hatten sie ein Leben lang eine enge, empathische Bindung und unterstützten sich gegenseitig in einem kontinuierlichen produktiven Dialog.

Die umfassende Ausstellung ist die erste in Spanien, die dem Künstlerpaar gemeinsam gewidmet ist. Die Ausstellung folgt einer chronologischen Reihenfolge und umfasst rund 350 Werke – Gemälde, Fotografien, Entwürfe und Textilien, Filme, dokumentarisches Material sowie eine Auswahl an Möbeln aus ihrer Zeit am Bauhaus – die einige der vielen Höhepunkte in der Karriere der Künstler markieren.

Mehr… www.ivam.es/en/exposiciones/anni-and-josef-albers-art-and-life/

Boris Becker

in Sindelfingen
Schauwerk Sindelfingen
Ortswechsel: Fotografie aus der Modernen Galerie - Saarbrücken
21.11.202119.06.2022

Das Schauwerk in Sindelfingen zeigt rund 250 Werke der in den 1950er-Jahren begründeten umfangreichen und bedeutenden Sammlung der Modernen Galerie – Saarbrücken. Ihre Anfänge gehen zurück auf den Fotopionier und Initiator der „subjektiven Fotografie“ Otto Steinert. Die für die Ausstellung ausgewählten Werke von knapp 30 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern umfassen den Zeitraum 1925 bis 2015 und eröffnen Einblicke in programmatische Entwicklungen der Fotografiegeschichte: László Moholy-Nagy und Albert Renger-Patzsch sind ebenso mit Arbeiten vertreten wie Otto Steinert und seine Schülerinnen und Schüler Monika von Boch, Kilian Breier und Gunther Keusen. Künstler des Projekts „Mapping the Museum“, wie Boris Becker, Simone Demandt oder Hans-Christian Schink, ermöglichen einen Blick auf zeitgenössische Strömungen: Sie hielten 2014/15 den im Rohbau befindlichen Erweiterungstrakt der Modernen Galerie fotografisch fest.

Mehr… www.schauwerk-sindelfingen.de/de/ausstellungen/aktuelle-ausstellungen/detail_19584.html

Timm Ulrichs

in Berlin
Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
CASH on the Wall
17.02.19.06.2022

Die Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank befasst sich in einer großangelegten Ausstellung mit dem Thema Geld in der Kunst. Seit jeher befassen sich Künstler:innen fantasievoll und facettenreich mit dem Thema Geld. Die Herangehensweisen reichen von der künstlerischen Bearbeitung von Geldscheinen und Münzen über hintersinnige Arbeiten zum Widerspruch von Materialwert und ideellem Wert bis hin zur konzeptuellen Auseinandersetzung mit sozialen und gesellschaftspolitischen Aspekten. Die Ausstellung hinterfragt mit ästhetischen Mitteln den „Wert“ des Geldes in unserer Gesellschaft: Wie wichtig ist Geld für jeden einzelnen? Kann man sich seiner wirtschaftlichen Bedeutung überhaupt entziehen? Kann Kunst überhaupt frei sein? Inwieweit sind Kunstschaffende selbst im System von Existenzsicherung, Wertsteigerung und Marktmacht gefangen? Ein wiederkehrender künstlerischer Ansatz ist die Kritik am Kapitalismus, aber auch am Verhältnis von Kunst und Kommerz. So zerlegten und verfremdeten Künstler:innen wie Andy Warhol US-Dollar-Scheine als Symbole für die monetäre Supermacht USA. Weitere künstlerische Exkurse befassen sich mit dem Thema „Gold“. Auch der Kunstmarkt und die Werte von Kunst als Handelsware und Spekulationsmasse werden thematisiert. Nicht zuletzt forciert der Trend zur NFT-Kunst (Non-Fungible Token) in Nachdenken über die Bedeutung digitaler Unikate. Zu den ausgestellten Künstler:innen zählen u.a. Joseph Beys, Alicia Kwade, Daniel Spoerri, Andy Warhol und Timm Ulrichs.

Mehr… kunstforum.berlin/vorschau/

Timm Ulrichs

in Bonn
Kunstmuseum Bonn
Welt in der Schwebe - Luft als künstlerisches Material
14.02.19.06.2022

Luft ist existenziell für alles Lebendige auf der Welt. Sie ist überall, dabei unsichtbar und flüchtig, buchstäblich nicht zu begreifen. Während wir sie im alltäglichen Leben bisher als etwas Selbstverständliches betrachtet haben, erscheint Luft in politischen und gesellschaftlichen Diskursen zurzeit als zentrales Element: In der Corona-Krise tragen wir Mund-und-Nasen-Schutz, um andere vor unserer Atemluft zu schützen, Wissenschaftler:innen untersuchen, welche Rolle Aerosole bei der Übertragung des Covid-19-Virus spielen, und Klimaaktivist:innen kämpfen für saubere Luft, um die Welt noch zu retten.

Die Darstellung von Luft gehört spätestens seit der Renaissance zu den künstlerischen Herausforderungen, insbesondere in der Malerei. Luft als Werkstoff hingegen ist ein relativ junges Phänomen in der Kunst. Seit der Moderne streben Künstler:innen die künstlerische Aneignung der Welt wie auch ihre Entgrenzung und Transformation an. Es erscheint deshalb nur folgerichtig, dass sie sich der Luft nicht nur als Idee, sondern auch als Material zuwandten. Luft wird nicht mehr nur als Wind, Wolken, Nebel, Dampf, Rauch oder Atem abgebildet, sondern bewusst als Medium eingesetzt. Seither tritt Luft als Ausdrucksmittel und Thema zugleich in den bildenden, angewandten und darstellenden Künsten in Erscheinung.

Im Fokus der Bonner Ausstellung steht Luft als künstlerisches Material und als Träger von Formen und Ideen in der Bildenden Kunst. Die ausgestellten Werke sind, genauso wie das Material, das ihnen allen gemeinsam ist, mal raumgreifend, mal minimal oder gar unsichtbar, solide wie ephemer, drinnen wie draußen. Die Kunst stürmt, haucht, weht, pustet, verfliegt, atmet, säuselt und schwebt. Unter den gezeigten Arbeiten sind Werke von u.a. Judy Chicago, Christo & Jeanne-Claude, Andreas Gefeller, Otto Piene und Timm Ulrichs.

Mehr… www.kunstmuseum-bonn.de/de/ausstellungen/welt-in-der-schwebe/

Jan Paul Evers

in Düsseldorf
Galerie Kadel Willborn
Is It True? Natalie Czech, Jan Paul Evers, Barbara Kasten, Kathrin Sonntag
14.05.11.06.2022

„Ist es wahr?“ ist die grundsätzliche Frage, wenn man Bilder in den Medien sieht. Galt die Fotografie in ihren Anfängen noch als objektiv fixierter Beweis eines tatsächlich stattgefundenen Ereignisses, ist man sich heute, in Zeiten zahlreicher Möglichkeiten der Bildmanipulation, nicht mehr sicher. Die Künstler:innen der Ausstellung in der renommierten Düsseldorfer Galerie Kadel Willborn arbeiten mit und gegen die dokumentarisch anmutende Technik des fotografischen Apparats. Natalie Czech konstruiert mit Bild und Text Momente zwischen Realität und Illusion, während die mit der Kamera fixierten realen Installationen von Barbara Kasten als Bild erscheinen, wie ein abstraktes Gemälde. Jan Paul Evers und Kathrin Sonntag wiederum verschieben selbst die Parameter zwischen Authentizität und Illusion, indem sie am fotografischen Bild arbeiten.

Mehr… www.kadel-willborn.de/en/data/exhibitions/186/is-it-true.html

Thomas Wrede

in Berlin
Schloss Biesdorf
Habitate
13.03.06.06.2022

 

Klimaveränderung, das Verschwinden von Tier- und Pflanzenarten, der Verlust von Lebensräumen und Ressourcen sind zentrale Themen unserer Zeit. Komplexe wissenschaftliche Untersuchungen zu Ursachen und Folgen dieser Entwicklungen ergründen mögliche politische Handlungsfelder, um diese Prozesse zu verlangsamen. Dem analytischen Blick der Wissenschaft und den politischen Programmen stellt die Ausstellung Habitate zehn künstlerische Positionen gegenüber, die in Installationen, Videoarbeiten, Fotografien, Objekten und Zeichnungen die politischen und ökonomischen Verflechtungen im komplexen Verhältnis zwischen Mensch und Natur mit Themen wie Verlust, Bedrohung und Verdrängung aber auch Erhalt, Schutz und Schönheit fragiler Lebensräume, teils fragmentarisch, teils mit ausgeprägter Intention untersuchen. Unter den im Schloss Biesdorf ausgestellten Künstler:innen befindet sich auch der Münsteraner Fotograf Thomas Wrede, der großformatige fotografische Arbeiten aus der seit 2017 entstandenen Werkreihe über das Abschmelzen der alpinen Gletscher zeigt.

Mehr… schlossbiesdorf.de/de/ausstellungen/aktuell/

Wiebke Siem

in Berlin
Berlinische Galerie
Modebilder - Kunstkleider
18.02.30.05.2022

Mode und Kunst sind Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen und individueller Bedürfnisse. So zeigt die Ausstellung in der Berlinischen Galerie Fotografie, Malerei und Mode von 1900 bis heute. Neben zahlreicher Modefotografien quer durch das 20. Jahrhundert sprechen ebenso viele Gemälde und Zeichnungen von der Rolle der Mode als Ausdrucks- und Repräsentationsmittel einer Zeit: vom Reformkleid um 1900 über die Dada-Dandies der 1920er Jahre bis zu avantgardistischen Kleidungsentwürfen in der zeitgenössischen Kunst. Rund 270 Exponate beleuchten das Verhältnis von Kunst und Mode: Welche Rolle spielt die Mode in Malerei, Zeichnung und Fotografie der letzten 100 Jahre? Nach welchen Regeln werden Kleidung und Kostüme in der Bildenden Kunst eingesetzt? Wie kleiden und inszenieren sich Künstler:innen damals und heute? Wie wird Mode als Medium in der zeitgenössischen Kunst genutzt? So nutzt beispielsweise die Berliner Künstlerin Wiebke Siem Mode und Kleidung als skulpturales oder performatives Material. Neben Wiebke Siem zeigt die Ausstellung Werke u.a. von Hans-Peter Feldmann, Hannah Höch, Käthe Kruse, Helmut Newton.

Mehr… berlinischegalerie.de/ausstellung/modebilder-kunstkleider/

Thomas Baumgärtel

in Hilden
Wilhelm-Fabry-Museum
Die Moderne Wunderkammer - Kuriositäten der Welt
03.04.29.05.2022

Im 16. Jahrhundert entstanden als Vorläufer der modernen Museen die sogenannten Wunderkammern. Betuchte Adlige, Gelehrte und wohlhabende Bürger begannen in sechs Kategorien zu sammeln, was ihnen bedeutend für die Erzählung der Welt erschien. Auch der Hildener Arzt Wilhelm Fabry begann in dieser Zeit seine Tätigkeit als Chirurg und beschäftigte sich in dieser Epoche des Aufschwungs, des Umbruchs, der Entdeckungen und der großen Reisen mit Wissenschaft, Medizin und Aberglaube. Die Hildener Ausstellung versucht diesen Kosmos der Wunderkammer auf mannigfaltige Weise darzustellen. Angefangen bei einem Traktat Wilhelm Fabrys von 1615, einem präparierten Krokodil von 1840 oder einer Alraune, führt sie zu Positionen zeitgenössischer Künstler:innen wie Jenny Michel oder Thomas Baumgärtel, die auch heute noch von der Idee der Wunderkammer fasziniert und inspiriert werden.

Mehr… www.wilhelm-fabry-museum.de

Michael Broermann

in Remagen
Künstlerforum Remagen
In Between
15.05.29.05.2022

Der in Köln lebende und arbeitende Maler Michael Broermann zeigt im Künstlerforum Remagen unter dem Title In Between neue Arbeiten.

Mehr… www.kuefo-remagen.de

Thomas Baumgärtel

in Aachen
Tuchwerk Soers - Atelier Pasch
Kunst an der Kante - Positionen zum Rheinischen Braunkohlerevier und Klimawandel
01.05.21.05.2022

Die Künstler:innen der Ausstellung im Tuchwerk Soers in Aachen setzen sich in den Medien Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Installation, Fotografie und Computer Art sowie mit Vorträgen und Workshops mit der Umweltzerstörung durch den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier und dem Klimawandel auseinander. Zu sehen sind Darstellungen der zerstörten Region und Formen des wachsenden Widerstandes gegen die Kohle. Die Bilder verstören einerseits, setzen aber der Katastrophe andererseits etwas Persönliches entgegen und versuchen positive Energien freizusetzen. Unter den beteiligten Künstler:innen sind neben dem Kölner Künstler Thomas Baumgärtel auch Emmanuel Henninger, Nadine Liesse, Thomas Mayer und Clemens Pasch.

Mehr… tuchwerk-aachen.de

Shannon Bool

in München
Lenbachhaus
Dip in the Past - Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
01.03.15.05.2022

Die Münchener Ausstellung Dip in the Past zeigt die wiederkehrende Beschäftigung der Malerei mit ihrer eigenen Historie. Ausgehend von dem Kern der Sammlung des Museums Lenbachhaus – den Werken des Blauen Reiter – und im Zusammenspiel mit der in Bonn und München beheimateten Sammlung der KiCo Stiftung untersucht die Ausstellung die Entwicklungen moderner Malerei und deren künstlerischer Diskurse seit der frühen Nachkriegszeit bis in die jüngere Vergangenheit. In der Ausstellung stehen dabei Künstler:innen verschiedener Generationen und unterschiedlicher kultureller Traditionen miteinander im Dialog, so dass sich vielfältige inhaltliche Rückbezüge und Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart der Malerei ergeben.

Neben klassischen Positionen der Farbfeldmalerei von Marcia Hafif und Rolf Rose im Dialog mit Farbimprovisationen basierend auf westafrikanischen Gewebemustern von Atta Kwami sind auch konzeptuelle Positionen zu sehen, insbesondere vertreten durch minimalistische Arbeiten von Max Cole sowie von Matti Braun und Shannon Bool, die beide Seide als Bildträger einsetzen und damit die Malerei durch eine auch materielle textile Komponente erweitern.

Mehr… www.lenbachhaus.de/entdecken/ausstellungen/detail/dip-in-the-past

Sibylle Springer

in Nürnberg
Kunsthalle Nürnberg
Something Between Us
19.02.15.05.2022

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen, so egoistisch er bisweilen auch erscheinen mag. Schon Aristoteles charakterisierte den Menschen als „zoon politikon“, als soziales wie politisches Wesen, das zwischenmenschliche Verbindungen eingeht, weil ihm Gemeinschaft ein grundlegendes Bedürfnis ist. Auch heute steht der Mensch, trotz einer zunehmend individualisierten Gesellschaft, in einem komplexen wie wechselseitigen Beziehungsgeflecht mit seinen Mitmenschen. Die Gruppenausstellung in der Kunsthalle Nürnberg thematisiert den Menschen als Gemeinschaftswesen und blickt dabei auf die anthropologischen Konstanten zwischenmenschlicher Beziehungen: Liebe, Empathie und Geborgenheit einerseits, sowie andererseits Hass, Abhängigkeit und Ausgrenzung. Insbesondere die Covid-19-Pandemie hat in den vergangenen zwei Jahren gezeigt, wie dramatisch das Fehlen zwischenmenschlicher Kontakte sein kann und was es bedeutet, wenn Familie und Freunde sich fernbleiben müssen. Zwar muss der Mensch im Zeitalter global vernetzter Aktivität und Konnektivität sein Heim nicht mehr verlassen, um zu kommunizieren oder Netzwerke zu pflegen, um zu arbeiten oder einzukaufen. Der Austausch von Gedanken und Meinungen, Ideen und Konzepten ist aktuell keineswegs gefährdet, und doch können technische Kommunikationsmittel körperliche Nähe, ein Händeschütteln, Umarmen oder Schulterklopfen nicht ersetzen. Denn der Mensch kommuniziert nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Gestik und Mimik, gar durch seinen Geruch. Die Ausstellung Something Between Us in der Kunsthalle Nürnberg zeigt gattungsübergreifende Arbeiten von Künstler:innen, die sich den existenziellen Fragen des (zwischen-)menschlichen Daseins widmen, darunter auch Werke der Bremer Malerin Sibylle Springer.

Mehr… www.kunstkulturquartier.de/kunsthalle/ausstellungen/vorschau-detail/blog/1372?cHash=0a3d8729d6ebb1d9cd5a36de3bb922b1

Thomas Wrede

in Athen, Griechenland
Onassis Stegi Athen
Weather Engines
01.04.15.05.2022

Das Wetter ist ein dynamisches System aus Druck, Temperatur und Feuchtigkeit. Es berührt den Menschen unmittelbar, wird aber auch mit Messgeräten, Karten und Simulationen erfasst. Weather Engines in Athen ist sowohl eine Kunstausstellung als auch eine Reihe von Vorträgen, Performances und Workshops. Zusammen wird das Wetter als komplexes System, als Beobachtung und Kontrolle und als gelebte Erfahrung erforscht. Die Projekte und Veranstaltungen beziehen sich auf Naturphänomene und den Klimawandel, vergangene und gegenwärtige Strategien der Wettermanipulation sowie auf unterschiedliche gesellschaftspolitische Atmosphären rund ums Atmen und Wohnen. Unter den gezeigten Werken sind auch Arbeiten des Fotografen Thomas Wrede.

Mehr… www.onassis.org/whats-on/weather-engines

Josef Albers

in Düsseldorf
Galerie Ludorff
Josef Albers - Colors in Play
05.03.14.05.2022

Die renommierte Düsseldorfer Galerie Ludorff zeigt eine Auswahl von Werken des deutsch-amerikanischen Künstlers Josef Albers. Die Einzelausstellung konzentriert sich auf das druckgraphische Werk Albers‘ und zeigt anhand von 60 zwischen den Jahren 1961 und 1973 entstandenen Werken das vielfältige Schaffen des wegweisenden Künstlers, Pädagogen und Farbtheoretikers, dessen intensive Beschäftigung mit der Wirkung von Farbe nach wie vor eine große Faszination beim Betrachter auslöst.

Mehr… www.ludorff.com/ausstellungen/galerie-ludorff-josef-albers-colors-in-play-5-maerz-14-mai-2022-duesseldorf

Thomas Baumgärtel

in Schweinfurt
Museum Otto Schäfer
Albrecht Dürer revisited - Dürers Drucke und die Zeitgenossen
20.02.09.05.2022

Das Museum Otto Schäfer in Schweinfurt zeigt in einer großen Ausstellung ausgewählte Drucke des berühmten deutschen Künstlers Albrecht Dürer in Kombination mit zeitgenössischen Künstler:innen, die sich in ihren Arbeiten mit Werken Dürers auseinandergesetzt haben. Neben einer Vielzahl an Drucken Dürers sind Werke von u.a. HAP Grieshaber, Alfred Hrdlicka, Christiane Kaufmann und Thomas Baumgärtel zu sehen. Der u.a. mit seiner Spraybanane in der Kunstsammlung LVM vertretene Kölner Baumgärtel zeigt in Schweinfurt das großformatige Werk Adam+Eva aus dem Jahr 2009.

Mehr… www.museumottoschaefer.de/de/ausstellungen

Emil Schumacher

in Ochsenhausen
Städtische Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen
Emil Schumacher
06.03.08.05.2022

Die Städtische Galerie im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen stellt mit einer Ausstellung von Emil Schumacher einen der großen deutschen Maler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Seine expressive Malerei machte den aus Hagen stammenden Künstler zu einem Star des Informel. Seine kraftvoll-gestischen Bilder waren auf der documenta und den großen Biennalen ebenso zu sehen wie bei Ausstellungen auf der ganzen Welt. Schumacher war insbesondere als Mitglied der Künstlergruppe „junger westen“ bekannt. In Abgrenzung von der Kunst der Nazizeit und als Reaktion auf die traumatischen Erfahrungen von Diktatur und Krieg suchten sie nach neuen bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten und entwickelten die freie Expressivität der informellen Kunst. Nachdem 1951 die ersten ungegenständlichen Bilder entstanden waren, fand die Malerei Emil Schumachers bald auch international Beachtung. In den 1980er-Jahren folgte die Rückkehr zur Gegenständlichkeit in seiner Malerei, aus der im Spätwerk eine Reihe von beeindruckenden Gemälden hervorgingen. Gänzlich vom Gegenstand abgewandt hatte sich der Maler jedoch auch in seinen früheren Schaffensphasen nie. Immer wieder finden sich in seinen Bildern Tierfigurationen, bevorzugt Pferde und Vögel, wenn auch oft nur schemenhaft. Ebenso durchgängig sind die Motive Rad, Bogen und Kreis sowie Häuser und Bäume in einer abstrakten Farblandschaft. Die Ausstellung in Ochsenhausen zeigt einen umfangreichen Ausschnitt aus seinem reichen Schaffen. Der zeitliche Bogen spannt sich von frühen Zeichnungen aus den 1950er-Jahren bis zum letzten großen graphischen Werk, dem im Todesjahr entstandenen Künstlerbuch Genesis, einer Huldigung des Malers an die Schöpfung.

Mehr… www.oechslefest-ochsenhausen.de/ochsenhausen-erleben/ausstellungen-im-fruchtkasten

Thomas Baumgärtel

in Eitorf
Galerie Incontro
Wir bitten zu Tisch
27.03.08.05.2022

Die Gruppenausstellung in der Galerie Incontro zeigt Grafik, Malerei, Fotografie und Objekte zum Thema Küchenbilder. Neben klassischen Stilleben und Darstellungen von Obst und Gemüse sind auch humorvolle Annäherungen an das Thema Essen und Küche zu sehen, darunter Arbeiten von Thomas Baumgärtel.

Mehr… www.galerie-incontro.de/wir-bitten-zu-tisch

Karin Kneffel

in Detmold
Schloss Detmold - Lippische Gesellschaft für Kunst
Karin Kneffel - Ein Gruß aus der Küche
03.04.08.05.2022

Die Detmolder Lippischen Gesellschaft für Kunst zeigt mit der Ausstellung Karin Kneffel – Ein Gruß aus der Küche eine Schau mit Malereien der Düsseldorfer Künstlerin, in denen diese sich mit Küchenräumen, Essen und Speisezimmern auseinandersetzt.

Mehr… www.kunstverein-lippe.de/ausstellungen/karin-kneffel/

Diango Hernández

in Mailand
FL Gallery / Wizard
Olaismo
28.03.28.04.2022

Die Mailänder Galerie FL | Wizard zeigt mit Olaísmo eine Einzelausstellung des in Düsseldorf lebenden kubanischen Konzeptkünstlers Diango Hernández. Präsentiert werden zwölf Ölgemälde und zwei polychrome Metallskulpturen, die sich allesamt mit der subjektiven Wahrnehmung des Künstlers beschäftigen. Die Arbeiten zeigen Hernández‘ Blick aus seinem Haus in die Außenwelt als verschwommene Bilder und damit in eine, möglicherweise durch die Corona-Pandemie, gebrochene Realität. Dabei bleiben die Bilder jedoch außerordentlich reich an visuellen Texturen.

Mehr… www.wizardgallery.com/exhibitions/61-diango-hernandez.-olaismo-solo-show/

Jeppe Hein

in Hamburg
Bucerius Kunst Forum
Minimal Art. Körper im Raum
12.02.24.04.2022

Reduzierte Formensprache, die Verwendung industriell gefertigter Materialien und ein hohes Maß an Oberflächenästhetik sind die Kennzeichen der Minimal Art, die Anfang der 1960er Jahre in den USA entstand. Die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum widmet sich erstmals der sinnlichen Seite des Minimalismus. Die veränderte Wahrnehmung durch die Bewegung der Betrachter:innen im Raum, unterschiedliche Lichtstimmungen und raumgreifende Objekte erweisen die Minimal Art als eine Kunst, die für alle fühl- und erfahrbar ist. Die Ausstellung präsentiert herausragende Werke der US-amerikanischen Gründungsväter der Minimal Art der 1960er Jahre und stellt diese deutschen und zeitgenössischen Positionen gegenüber. Im Fokus stehen dabei die Betrachtenden und ihre individuelle Wahrnehmung der objekthaften Werke im Raum. Dadurch wird die Idee einer Demokratisierung der Kunst wieder lebendig, nach der die Minimal Art von allen gleich und ohne Vorwissen erfahren und verstanden werden kann. Gezeigt werden dafür siebzehn ikonische Werke, u.a. von Carl Andre, Dan Flavin, Donald Judd, Sol LeWitt, Robert Morris, Imi Knoebel, Charlotte Posenenske, Frank Gerritz und Jeppe Hein.

Mehr… www.buceriuskunstforum.de/ausstellungen/minimal-art

Thomas Schütte

in Madrid
Galerie carlier / gebauer
Thomas Schütte
25.02.23.04.2022

Die renommierte Galerie carlier | gebauer zeigt an ihrem Standort in Madrid eine Ausstellung mit Werken des Düsseldorfer Künstlers Thomas Schütte aus der Reihe der Köpfe, darunter fünf Keramiken aus der Serie Old Friends Revisited, ein großer Frauenkopf und zwölf Inkjet-Pigmentdrucke, in denen sich Schütte ebenfalls mit den Möglichkeiten der Darstellung des menschlichen Gesichts auseinandersetzt. Schütte inszeniert dabei die groteske Präsenz des menschlichen Antlitzes, indem er Konventionen der klassischen Porträtbüste mit überzogenen Ausprägungen der Gesichtszüge und stark buntfarbigen, spiegelnden Glasuren besetzt. Den Fratzen der Old Friends Revisited stellt Schütte einen Frauenkopf gegenüber, der für ihn für Liebreiz und Innigkeit steht.

Mehr… www.carliergebauer.com/exhibitions/7715

Stephan Balkenhol

in Berlin
König Galerie
Stephan Balkenhol
05.03.17.04.2022

Die König Galerie zeigt an ihrem Berliner Standort im Nave von St. Agnes eine speziell für diesen Raum entwickelte Ausstellung des renommierten deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol, der berühmt ist für seine farbigen Holzskulpturen, aber auch Reliefs, Zeichnungen und Drucke erstellt. Die Einzelausstellung umfasst 18 Skulpturen und Wandreliefs aus Holz, in denen sich Balkenhol mit für ihn zentralen Themen beschäftigt: Männer und Frauen in Alltagskleidung, Tiere, Zwischenwesen sowie architektonische Elemente. Eines der Werke enthält erstmals mit dem Fahrrad, mit dem Balkenhol in jungen Jahren zweimal über die Alpen nach Italien fuhr, auch einen persönlichen Gegenstand des Künstlers. Auf dem Sattel sitzt eine Holzskulptur, deren Haltung die Frage offenlässt, ob sie sich gerade auf den Weg macht oder gerade angekommen ist. Diese Ambivalenz ist für Balkenhols Werk ebenso zentral wie die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsraum. So hängt im Altarraum des profanierten Kirchenraumes ein großformatiges Relief eines männlichen Gesichts mit Micky-Maus-Ohren, eine Arbeit, in der Balkenhol den frühen Einfluss der Pop-Art verarbeitet. Auch Arbeiten aus Balkenhols prominentester Reihe der Männer in schwarzen Hosen und weißen Hemden sind zu sehen. Eine Gruppe von sechs freistehenden Skulpturen aus Pappelholz, die in einer Reihe aufgestellt sind und deren Sockelhöhen und Figurengrößen in ihren Proportionen variieren, spielen damit mit Perspektive und Wahrnehmung. Es bleibt damit dem Betrachter überlassen, ob es sich um einen Bewegungsablauf einer einzelnen Person oder eine Aufstellung von sechs verschiedenen Männern handelt.

Mehr… koenig.art/collections/stephan-balkenhol

Stephan Balkenhol

in Zuoz, Schweiz
Monica De Cardenas Galerie
Alex Katz / Stephan Balkenhol
18.12.202116.04.2022

Die Galerie Monica De Cardenas zeigt in ihrer Dependance im schweizerischen Zuoz, in der Nähe von St. Moritz, neuere Arbeiten von Alex Katz und Stephan Balkenhol, die sich in je unterschiedlichen Medien mit dem Thema der menschlichen Figur im 21. Jahrhundert auseinandersetzen. Während von Alex Katz, einem der bedeutendsten amerikanischen Maler der Gegenwart, Gemälde, großformatige „Cartoons“ und Kohlezeichnungen ausgestellt werden, zeigt wird von Stephan Balkenhol neben weiteren aktuellen Arbeiten die große Skulptur Female Herm gezeigt, eine aus drei riesigen Rumpfteilen geschaffene Frauenbüste, die mit intensiver, aber dennoch zurückhaltender Energie und Anmut lebendig wird.

Mehr… www.monicadecardenas.com/alex-katz-stephan-balkenhol/

Olafur Eliasson

in Madrid, Spanien
Galería Elvira González
Olafur Eliasson: Navegación situada
20.01.02.04.2022

Die renommierte Madrider Galería Elvira González zeigt mit Navegación situada die vierte Einzelausstellung des isländisch-dänischen Künstlers in der Galerie. In den gezeigten Arbeiten untersucht Eliasson, wie wir durch die komplexe Welt von heute navigieren, wie wir ein Gefühl der Präsenz erzeugen und wie man den Betrachter der Werke auf ein unerwartetes, offenes Terrain einladen kann. So wird die Arbeit Lava Residuum aus dem Jahr 2021 gezeigt, bei der eine Reihe übereinanderliegender Glasscheiben auf einem Regal aus Treibholz, das an den Küsten Islands gesammelt wurde, angeordnet sind. Das aus Sibirien stammende Holz wurde von Meeresströmungen nach Island getragen und während seines langen Transports von Sonne und Salzwasser gebleicht. Elliptische Ausschnitte in den Glasschichten legen verborgene Töne und Formen dahinter frei. Die Themen Transparenz und Überlagerung werden auch in sieben großformatigen Aquarellen aus der Serie „Situierter Abwesenheitsnavigator“ aufgegriffen, wobei hier das Auftragen verschiedener Schichten von Aquarellpigmenten einen Eindruck von Tiefe, Dauer und Bewegung erzeugen. Daneben wird die Projektion The missing left brain gezeigt, die mit einer sich durch zufällig rotierende Linsen und optische Geräte erzeugte ständig verändernden Symphonie aus Schatten und Reflexionen die Betrachter in ihren Bann zieht.

Mehr… elviragonzalez.es/exposicion/olafur-eliasson-navegacion-situada/

Olafur Eliasson

in Los Angeles, USA
Tanya Bonakdar Gallery
Olafur Eliasson: Your Light Spectrum and Presence
05.02.02.04.2022

In der Ausstellung Olafur Eliasson: Your Light Spectrum and Presence in der Tanya Bonakdar Gallery in Los Angeles repräsentieren elf zwischen 2012 und 2021 entstandene kreisförmige Gemälde Eliassons langjährige Auseinandersetzung mit Licht, Farbe und der Art und Weise, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und mit ihr interagieren. Die kreisförmigen Leinwände der Serie „Farbexperimente“ möchten unsere Erwartungen hinterfragen und uns zum genauen, immer wieder neuen Sehen herausfordern. Ein wiederkehrendes Motiv der Arbeiten Eliassons ist der Regenbogen, dessen helles Farbspektrum sich in vielen Werken wiederfindet. Eliasson begann seine fortlaufende Reihe „Farbexperimente“ im Jahr 2009, inspiriert von der Idee, eine neue, umfassende Farbtheorie zu entwickeln, die alle sichtbaren Farben des Prismas umfassen würde. Dabei arbeitete er mit einem Farbchemiker zusammen, um für jeden Nanometer Licht im Spektrum einen genauen Farbton zu mischen. Seit diesen ersten Experimenten hat Eliasson Kompositionen geschaffen, die von einfachen Erkundungen des Spektrums bis zu komplexeren Bemühungen, das Licht eines bestimmten Moments an einem bestimmten Ort einzufangen reichen. Die Ergebnisse sind einzigartige asymmetrische Farbmuster, die das Tageslicht im Verlauf dieses bestimmten Moments darstellt. In seinen neuesten Werken thematisiert Eliasson Licht in der Dunkelheit. Der Hintergrund der Gemälde ist schwarz, wodurch eine Isolierung des Regenbogens entsteht, der von Nichts umgeben ist. Die Leere in der Mitte ist jedoch nicht vollständig frei von sichtbarem Licht, stattdessen erkennt der Betrachter verschiedene subtile Schattierungen von tiefem Blau und Purpur, die den Blick langsam auf das angrenzende Farbspektrum lenken. Ungefähr auf die Proportionen eines menschlichen Körpers skaliert, lassen die Gemälde den Betrachter von einem herrlichen Regenbogen umgeben.

Mehr… www.tanyabonakdargallery.com/exhibitions/626-olafur-eliasson-your-light-spectrum-and-presence-tanya-bonakdar-gallery-los-angeles/

Brigitte Kowanz

Stephan Huber

Timm Ulrichs

in Celle
Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon
4 + 20 Lichtstunden
10.12.202120.03.2022

Lichtkunst zeigt, was Licht sein und bedeuten kann: Zeitmesser, Kommunikationsinstrument, Blendwerk, magischer Verwandler und nicht zuletzt die schnellste Welle im Universum. Mit über 40 Positionen und fast 100 Werken internationaler Lichtkunst besitzt das Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon eine der größten öffentlich zugänglichen Sammlungen dieser Art. Die Ausstellung „4 + 20 Lichtstunden“ bringt Licht in die dunkle Jahreszeit und verweist auf das ungewöhnliche Konzept des Museums als 24-Stunden-Kunstmuseum: Am Tag be- und erleuchtet eine Auswahl von 24 Positionen aus der Sammlung die Museumsräume. Alles andere Licht bleibt in dieser Zeit ausgeschaltet. Die Zusammenstellung der Werke bietet nicht nur einen Einblick in das Denken und Schaffen der Künstler:innen, sie schärft auch das Bewusstsein für das Sehen und Verstehen von Lichtphänomenen. Der Innenbereich des Kunstmuseum Celle wird so völlig neu erfahrbar als sinnlicher Reflektions- und Resonanzraum voll Weite, Licht und Farben. Zusätzlich strahlt bei Nacht Lichtkunst rund um die Fassade und lädt zum nächtlichen Kunst-Spaziergang. Als Erweiterung des Kunstmuseums ist in Celle außerdem der Lichtkunstbahnhof zu entdecken. Er bietet rund um die Uhr weitere spannende Erleuchtungen mit mehreren neuen Installationen. Unter den gezeigten Werken befinden sich neben Arbeiten von Otto Piene, Mischa Kuball, Jan Van Munster auch Werke von Stephan Huber, Timm Ulrichs und Brigitte Kowanz, die ebenfalls in der Kunstsammlung LVM vertreten sind.
Mehr… https://kunst.celle.de/Ausstellungen/

Ulrich Erben

in London, Groß Britannien
Galerie Bastian
Ulrich Erben - Räume aus Licht und Farbe
11.02.12.03.2022

Die Galerie Bastian in London präsentiert nie zuvor gezeigte Werke von Ulrich Erben, einem der Pioniere der Farbfeldmalerei. Mit neuen und früheren Arbeiten beleuchtet Räume aus Licht und Farbe Erbens besonderes Interesse an Architektur und den Dimensionen des Raums sowie an dessen Gestaltung im Bild durch feine Lichtmodulation und Farbabstufungen. Die ausgestellten Werke widmen sich so Erbens Hauptthema der wechselseitigen Beziehung von ungegenständlichen und einfachen Formbereichen, während die Gemälde selbst zu Reflexionen über Thema, Komposition und die fortwährende Faszination der Farbfeldmalerei anregen. Erbens frühes Interesse an Landschaftsdarstellungen spielt eine entscheidende Rolle für das Verständnis seiner späteren, reduzierteren Werke. Um Energie und Fluktuation zwischen den Elementen zu suggerieren, nutzt er subtile Lichtverläufe. Erbens in London präsentierten neuesten Gemälde aus dem Jahr 2021 zeigen nicht nur die Wurzeln von Erbens künstlerischer Praxis, sondern auch ihre aktuelle Umsetzung auf Leinwand.

Mehr… www.bastian-gallery.com/ausstellungen/ulrich-erben/

Josef Albers

in Hong Kong, China
David Zwirner Gallery
Josef Albers: Primary Colors
18.01.05.03.2022

Die renommierte Galerie David Zwirner zeigt an ihrem Standort in Hong Kong mit Primary Colors die erste Einzelausstellung von Werken des Bottroper Künstlers Josef Albers in China. Kuratiert von Brenda Danilowitz, der Chefkuratorin der Josef und Anni Albers Foundation, unternimmt die Schau eine Untersuchung der scheinbar unendlichen chromatischen Möglichkeiten für visuelle Kombinationen, die sich für Albers aus den Primärfarben Rot, Gelb und Blau zusammen mit Schwarz ergeben. Josef Albers gilt als einer der einflussreichsten abstrakten Maler des 20. Jahrhunderts sowie als bedeutender Gestalter und Pädagoge. Albers‘ künstlerischer Ansatz, der eine Brücke zwischen europäischer und amerikanischer Moderne schlug, bestand hauptsächlich aus einer Untersuchung der Wahrnehmungseigenschaften von Farbe und räumlichen Beziehungen. Mit einfachen geometrischen Formen versuchte Albers Effekte zu erzeugen, bei der die visuelle Wahrnehmung einer Farbe durch die angrenzenden beeinflusst wird. Sein präziser Farbauftrag erzeugt Raum- und Tiefenspiele, da die flächigen Farbformen, die die meisten seiner Werke ausmachen, in die Bildebene zurückzutreten oder aus ihr herauszuragen scheinen. Die Ausstellung in Hong Kong zeigt Werke von Albers aus den 1930er Jahren, als er nach North Carolina auswanderte, wo er das Art Department am berühmten Black Mountain College gründeten, bis hin zu Werken aus der Zeit kurz vor seinem Tod 1976. Zu sehen sind auch mehrere Gemälde aus Albers' „Homage to the Square“-Serie, seinem berühmtesten Werk. Diese Gemälde basierten auf einem verschachtelten quadratischen Format, das es Albers ermöglichte, mit endlosen Farbkombinationen und Wahrnehmungseffekten zu experimentieren.

Mehr… www.davidzwirner.com/exhibitions/2022/josef-albers-primary-colors

Samuel Treindl

in Münster
LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälischer Kunstverein / Kunsthalle Münster
Nimmersatt - Gesellschaft ohne Wachstum denken
27.11.202127.02.2022

Das menschliche Handeln beeinflusst die Umwelt maßgeblich. Der Globale Norden mit seiner privilegierten ökonomischen Position folgt der Auffassung, keine andere Option als die des Wachstums zu haben. Doch man sieht heute mehr denn je: Wachstum ist endlich. Was kann nun an seine Stelle treten – als neuer Handlungsgrundsatz und als individuelles sowie gesellschaftliches Ziel? Die Ausstellung Nimmersatt? Gesellschaft ohne Wachstum denken tritt in die Postwachstumsdebatte ein. Ausgangspunkt ist der aktuelle Moment der Krise, dem einander bedingende Ereignisse wie soziale Ungleichheit, Klima, Krankheit, Kriege, Flucht und Fremdenhass zu Grunde liegen. Dazu ist es notwendig, ausgetretene Denkpfade zu verlassen und neue zu betreten. Die präsentierten Arbeiten zeitgenössischer Künstler:innen schlagen neue Denkweisen vor, nehmen Handlungsoptionen in den Blick und imaginieren Modelle für ein Leben nach einem totalen Kollaps. Teil der Ausstellung an allen drei Standorten ist der Münsteraner Künstler Samuel Treindl, dessen aus früheren Ausstellungseinrichtungen zusammengebauten Möbeln die Räume nicht nur ästhetisch prägen, sondern auch die Frage nach der Nachhaltigkeit im Ausstellungsbetrieb mit einer klaren Position zum Recycling beantworten.

Mehr… https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/ausstellungen/nimmersatt-gesellschaft-ohne-wachstum-denken/

Jan Paul Evers

in Düsseldorf
Galerie Kadel Willborn
Jan Paul Evers: Apotropäische Psychotope
15.01.26.02.2022

Fotografie als Abbild einer Wirklichkeit wird im Werk von Jan Paul Evers subversiv aufgelöst. Die Bilder des in Köln lebenden Künstlers wollen eine vermeintlich „Wirklichkeit“ vor dem Objektiv der Kamera weder dokumentieren noch inszenieren. Ausgangspunkt der Arbeiten ist Evers‘ digitales Bildarchiv aus gefundenen und eigenen Motiven, die zunächst mit Photoshop bearbeitet, ausgedruckt und anschließend analog fotografiert werden. Der entscheidende Moment im Arbeitsprozess von Evers findet in der Dunkelkammer statt, wo das endgültige Motiv mit analogen Mitteln wie Abdeckungen, Abwedeln und Nachbelichtungen herausgearbeitet wird. Durch diese Bearbeitung der Fotografie entsteht eine originale Kopie anstatt einer Reproduktion der Realität. In diesem Sinne zeigen die Arbeiten von Jan Paul Evers einen Arbeitsprozess und Bildwerdung, in der Dokumentation und Abstraktion, sichtbare Oberfläche und verborgener Code sowie Vergangenheit und Gegenwart kollabieren. Die renommierte Düsseldorfer Galerie Kadel Willborn zeigt neue Arbeiten des Fotografen, der jüngst mit dem „Großen Hans-Purrmann-Preis der Stadt Speyer“ ausgezeichnet wurde.

Mehr… https://www.kadel-willborn.de/en/data/exhibitions/182/apotropaeische-psychotope.html

Timm Ulrichs

in Bonn
Kunstverein Tiergarten
Scheitere an einem anderen Tag
14.01.26.02.2022

Der Titel der Ausstellung im Berliner Kunstverein Tiergarten „Scheitere an einem anderen Tag“ ist eine lakonische Aufforderung, die Umsetzung von Zielen und Aufgaben und die damit einhergehenden möglichen Niederlagen und Erfolge zu verschieben. Er verweist auf die Rolle des Gewinners und des Verlierers, des Superagenten, dem in jedem Film immer alles erfolgreich gelingt. Erfolg und Scheitern setzen Maßstäbe und Ziele voraus, an denen sich Fortschritt und Verbesserung messen lassen sollen. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie sich Scheitern in der künstlerischen Praxis und Form widerspiegelt. Es werden exemplarisch historische Positionen gezeigt, die bis heute einen kritischen und engagierten Spot auf gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen richten. Darüber hinaus werden aktuelle künstlerische Setzungen präsentiert, die sich mit dem Scheitern des künstlerischen Tuns auseinandersetzen und dieses in ihrer künstlerischen Praxis visualisieren. Das Scheitern äußert sich bei manchen mit subtilem Humor oder als eindeutige Geste, in der Widerständigkeit des Materials, im absurden Tun oder im Aufzeigen von humanitären Missständen. Die Ausstellung nimmt dabei Bezug auf das politische, soziale und ökologische Engagement in der Kunst der letzten Jahrzehnte. Die Beiträge stehen für sich, sind Zeitzeugen – teils von der Geschichte konterkariert – und suchen außerdem Antworten auf die entlarvende Frage, warum sich für drängende Probleme kaum Lösungen finden lassen. Unter den gezeigten Arbeiten befinden sich Werke von Joseph Beuys, Thomas Hirschhorn, Daniel Richter, Wolf Vostell und Timm Ulrichs.

Mehr… http://website.kunstverein-tiergarten.de/ausstellungen/aktuelle-ausstellung/

Martin Noël

in Wien, Österreich
Albertina
Martin Noël. Die Retrospektive
11.12.202120.02.2022

Als erstes Museum in Österreich zeigt die Albertina Werke Martin Noëls in einer umfangreichen Schau, die einen Überblick über seine wichtigsten Schaffensphasen geben wird. Das Werk des 1956 in Berlin geborenen Künstlers hat die Entwicklung der zeitgenössischen Druckgrafik in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Noël befand sich Zeit seines Lebens auf der Suche nach übersehenen Details. In nahezu all seinen Arbeiten steht das Verhältnis von Linie und Fläche im Mittelpunkt. Die Ausstellung rückt Noël in seiner Rolle als Objektkünstler in den Fokus und präsentiert anhand von rund 60 ausgewählten Arbeiten verschiedenste Werkgruppen, die zwischen den frühen 1990er Jahren und 2010 entstanden sind.
Mehr… https://www.albertina.at/ausstellungen/martin-noel-die-retrospektive/

Thomas Schütte

in Berlin
Georg Kolbe Museum
Thomas Schütte
18.11.202120.02.2022

In den Skulpturen des Düsseldorfer Bildhauers Thomas Schütte treffen sich die Geschichte und Gegenwart der Bildhauerei. Mit seiner intensiven Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper begegnet der international agierende Künstler mit forschendem Blick und großer Beharrlichkeit einer heute oftmals als obsolet empfundenen Disziplin. Seine humorvollen und zugleich tief auf die menschliche Verfasstheit zielenden Motive finden ihre Form in eigenwilligen Physiognomien und Typologien. Diese moduliert er immer wieder, erprobt unterschiedlichste Materialien, Maßstäbe und Dimensionen. Das Ergebnis sind extensive, elaborierte Werkserien, die der figürlichen Plastik frisches Leben einhauchen und ihren aktuellen Daseinszweck demonstrieren. Die Ausstellung im Berliner Georg Kolbe Museum umfasst rund 30 Skulpturen und zahlreiche Arbeiten auf Papier – darunter auch Werke, die erst 2021 entstanden. Ergänzt werden diese durch eine Auswahl konzeptionell-architektonischer Modelle, mit denen der Künstler seit vielen Jahren die revolutionären Raumprinzipien der Moderne aufgreift. Ob organisch-figürlich oder raumbildend und abstrakt, lassen sich alle Arbeiten Schüttes als Aufforderung lesen, die Komplexität kulturhistorischer Dynamiken, Diskurse und Darstellungsweisen anzuerkennen.
Mehr… https://www.georg-kolbe-museum.de/?p=17716

 

Shannon Bool

Thomas Schütte

in Stuttgart
Kunstmuseum Stuttgart
Jetzt oder nie - 50 Jahre Sammlung LBBW
13.11.202120.02.2022

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Sammlung LBBW und der langjährigen Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart werden Werke aus der Sammlung LBBW in einer Sonderausstellung präsentiert. Erstmals wird dabei das gesamte Spektrum der Sammlung LBBW zu sehen sein, von der Kunst der Klassischen Moderne bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Chronologisch gegliedert folgt die Ausstellung zunächst dem künstlerischen Blick auf die Vorkriegszeit, die Weimarer Republik und das Dritte Reich. Weiterhin im Fokus stehen die Geschehnisse und Debatten um die Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands, der Kampf der Frauen um Gleichberechtigung, die 68er-Bewegung und der terroristische Widerstand gegen den Staat seitens der RAF. Jüngere Kunstwerke reflektieren aktuelle Fragestellungen, darunter Migration, Transfer zwischen den Kulturen, die fortschreitende Digitalisierung und Ökonomisierung der Lebens- und Arbeitswelt sowie die manipulative Macht von Bildern. Unter den ausgestellten Künstlerinnen und Künstlern befindet sich neben Thomas Demand, Otto Dix, Tracey Emin, Günther Förg, Isa Genzken, Andreas Gursky, Hannah Höch, Stephan Huber, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Neo Rauch, Tobias Rehberger, Gerhard Richter, Pippilotti Rist, Martha Rosler, Thomas Ruff, Emil Schumacher, Thomas Schütte, Cindy Sherman, Rosemarie Trockel auch Shannon Bool.

Mehr… https://www.kunstmuseum-stuttgart.de/ausstellungen/jetzt-oder-nie

Thomas Baumgärtel

in Köln
30works Galerie
INSIGHTS - Virtuell und real
11.12.202119.02.2022

Die Kölner Galerie 30works präsentiert im Rahmen eines Hybridevents alle Künstler:innen der Galerie sowohl virtuell als auch real physisch in den Galerieräumen. Die Ausstellung spannt dabei einen Bogen vom Naturalismus und Surrealismus über abstrakte Malerei bis hin zu Urban Art, und möchte mit der hybriden Ausstellungsform sowohl den Künstler:innen als auch den Besucher:innen die Gelegenheit bieten, die teilweise neuen Werke aus einer gänzlich neuen Perspektive zu entdecken. Unter den Künstlern der Galerie ist auch der als „Bananensprayer“ bekannte Kölner Künstler Thomas Baumgärtel.

Mehr… https://30works.de/ausstellung/insights/

Brigitte Kowanz

in Wien, Österreich
Galerie zs art
Martin Noël: Der Raum dazwischen
19.01.18.02.2022

Einen wesentlichen Teil seines Schaffens widmete der deutsche Künstler Martin Noël dem Holz- oder Linolschnitt. Was ihn von der traditionellen Buchdruckkunst unterscheidet, ist die radikale Reduktion seiner Abstraktionen. Es reicht ihm etwa eine von rechts nach links in den Raum geschnittene, mäandernde Linie, um das Hochformat mit anregender Spannung aufzuladen. Eine Spannung, die sich auf das umgebende Umfeld unweigerlich überträgt. Risse, gekittete Brüche oder florale Schattenspiele an Wänden oder auf dem Boden waren Noëls Inspirationsquellen. Die mittels Stichel geschnittenen Motive bestechen durch ihre vibrierende Leichtigkeit. Mit solchen gravierten Linien eröffnen sich, canyonartigen Gräben gleich, Räume zwischen den per Handabzug gedruckten Farbfeldern. Die expressive Topologie des Druckstocks setzt sich im Druckwerk eindrucksvoll fort und bekommt durch die Maserung des Holzes und der Mischung aus Druck-, Ölfarbe und Pigmente eine malerische Handschrift.

Mehr… https://www.zsart.at/de/exhibitionsfairs

Brigitte Kowanz

in Wien, Österreich
Albertina Modern
The 80s. Die Kunst der 80er Jahre
10.10.202113.02.2022

Die 80er-Jahre waren das wichtigste Jahrzehnt für die Kunst unserer Zeit. Erstmals dominierte nicht mehr ein alles bestimmender Stil wie Abstraktion oder Pop Art. Die 80er sind geprägt von einem noch nie dagewesenen Stilpluralismus, der sich des Bildfundus vergangener Jahrhunderte bedient: Die 80er sind die Geburtsstunde der Postmoderne. Nach den Jahren von Minimalismus und Konzeptkunst befriedigen die Neuen Wilden mit ihrer neoexpressiven Malerei den Hunger nach Bildern. Jeff Koons entdeckt den Kitsch. Francesco Clemente bemüht die antike Mythologie, während Julian Schnabel mit seinen Materialcollagen das Ideal des reinen Bildes zertrümmert. Cindy Sherman und Robert Longo enttäuschen die Erwartungshaltung von permanenter künstlerischer Innovation und attackieren den Fetisch der Originalität von Kunst. Jean-Michel Basquiat und Keith Haring avancieren zum Inbegriff der nicht angepassten Kunst. Die feministische Kunst von Barbara Kruger und Jenny Holzer erklärt der männlichen Dominanz und der konsumfixierten amerikanischen Gesellschaft den Krieg. Und erstmals fügt sich die österreichische Kunst von Franz West, Brigitte Kowanz oder Erwin Wurm nahtlos in die internationale Kunst ihrer Zeit. Die Ausstellung in der Wiener Albertina bietet einen Überblick über die Vielfalt der Kunst in den 1980ern.

Mehr… https://www.albertina.at/albertina-modern/ausstellungen/the-80s-die-kunst-der-80er-jahre/

Yoana Tuzharova

in Mönchengladbach
MMIII Kunstverein Mönchengladbach
Yoana Tuzharova: plasma soil
15.01.13.02.2022

Die in Bulgarien geborene und in Münster und Köln lebende und arbeitende Künstlerin Yoana Tuzharova kreiert in ihren bildhauerischen Werken Reaktionen auf Räume, plastische Werke, die den Kontext der Umgebung aufgreifen und hinterfragen. Für den MMIII Kunstverein Mönchengladbach entwickelte sie eine ortsspezifische Lichtinstallation in der dunklen Jahreszeit. Die Künstlerin verwendet dazu bunte Lichtfarben, um Räume zu desillusionieren. Sie öffnet Räume und neue Perspektiven mit Lichtkörpern, die den Betrachter ummanteln. Die Farben changieren stetig und verändern dabei die Raumstrukturen.

Mehr… https://www.mmiii.de/ausstellungen/2022/yoana-tuzharova

Berthold Socha

in Münster
Kunstsammlung LVM
Berthold Socha: Auf gutem Grund - 125 Blicke auf die LVM
06.10.202112.02.2022

Die künstlerische Fotografie zählt seit mehr als 20 Jahren zu den Schwerpunkten der Kunstsammlung LVM, die ein breites Spektrum dieses Kunstgenres zeigt. Fotografien als Handabzug auf Barytpapier üben dabei eine besondere Faszination aus, da hier der Künstler in der Dunkelkammer über die Ästhetik des Abzugs entscheidet. Genau dafür ist der Fotograf und Münsteraner Berthold Socha bekannt.

Die Idee, anlässlich des 125-jährigen Jubiläums eine umfangreiche Fotoserie über die LVM zu entwickeln, führte schon Ende 2018 zu einem Auftrag an Berthold Socha. Über viele Monate begab er sich auf Spurensuche innerhalb und außerhalb des LVM-Gebäudeensembles. Orte, die selbst für die Mitarbeitenden der LVM nicht zugänglich sind, wie z. B. die Technikräume, werden von ihm in ein ganz neues Licht gesetzt und stadtbekannte Ansichten der LVM-Gebäude aus seiner persönlichen künstlerischen Perspektive gezeigt. Bei seinen fotografischen Streifzügen über den LVM-Campus ist er in seiner bekannt zurückhaltenden, wertschätzenden und zugänglichen Art Kolleginnen und Kollegen aus vielen Abteilungen begegnet und wurde in gleicher Weise empfangen. So konnte gemeinsam mit allen Beteiligten diese außergewöhnliche Jubiläumsserie entstehen, die gleichermaßen ein LVM-Zeitzeugnis darstellt wie auch ein künstlerisch hochwertiges, fast poetisches Werk.

Noch bevor die Serie der 125 Fotografien im Oktober 2021 erstmals präsentiert werden konnte, verstarb Berthold Socha im September 2021. Auf gutem Grund – 125 Blicke auf die LVM ist damit das letzte von ihm realisierte Projekt. Sochas Werk, und damit seine Persönlichkeit, werden immer einen ganz besonderen Stellenwert in der Kunstsammlung LVM einnehmen.

Jeppe Hein

in Bad Homburg
Museum Sinclair-Haus
Tempo! Alle Zeit der Welt
26.09.202106.02.2022

Alles auf der Erde ist ständig im Fluss – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dabei ist es offenbar nur für eine Spezies bedeutsam, diese systematisch zu erfassen, zu standardisieren und zu messen. Die Menschen haben ihre eigene Zeit erfunden und viele ihrer Aktivitäten richten sich darauf aus, die Taktung pro Sekunde zu erhöhen. Beschleunigung ist das wesentliche Merkmal der Moderne. Besonders nach 1945, der Zeit der „Großen Beschleunigung“, hat damit auch der Verbrauch von Rohstoffen stark zugenommen: Die Geschwindigkeiten des Alltags, der industriellen Produktion, des Umlaufs von Dingen und Daten sind verbunden mit Kohle, Erdöl, Wäldern, Wasser und den Ökosystemen der Erde insgesamt.

Die stetige Beschleunigung hat geologische und biologische Kreisläufe längst deutlich gestört: Das Treibhausgas CO2 beispielsweise wird durch menschliche Aktivität schneller erzeugt, als es gebunden und damit wieder aus der Atmosphäre gezogen werden kann. Zugleich haben viele Menschen in Industriestaaten das Gefühl, aus dem Takt geraten zu sein: Sie suchen nach einem passenden Lebensrhythmus in einem von Stress und Entfremdung geprägten Alltag. Die Ausstellung Tempo! Alle Zeit der Welt in Bad Homburg lädt dazu ein, neu zu entdecken, inwiefern die Tempi der Erde und der Menschen einander berühren. Kunstwerke sowie Objekte erzählen Geschichten über Beschleunigung, Zeitverlust-Empfindungen, Tiefenzeit und Techniken der Verlangsamung. Dazu hat das Museum Sinclair-Haus Arbeiten von u.a. Mark Formanek, Simone Kessler, Rachel Sussman sowie von Jeppe Hein versammelt.

Mehr… https://kunst-und-natur.de/museum-sinclair-haus/ausstellungen/tempo

Jan Paul Evers

in München
Galerie Jo van de Loo
Jan Paul Evers: drop your assets, drop acid.
26.11.202105.02.2022

In seinen Werken folgt der Kölner Fotograf Jan Paul Evers einem erweiterten Fotografiebegriff: mit künstlerischen Arbeiten im fotografischen Verfahren erobert er den Raum, schafft ihn neu und bannt ihn schließlich auf Papier, wobei die Spur eines Objektes manchmal sichtbar bleibt, andere Male gänzlich unkenntlich wird. In Evers kontemplativen fotografischen Werken, allesamt Unikate, geht er den technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Mediums Fotografie nach. Die Galerie Jo van de Loo zeigt neue Arbeiten des Fotokünstlers.
Mehr… https://www.galerie-jovandeloo.com

LVM-Kulturwelt