Thomas Schütte

in New York
Galerie Peter Freeman, Inc.
Made in Cologne
22.05.19.07.2024

Die New Yorker Galerie Peter Freeman, Inc. präsentiert mit Made in Cologne eine Auswahl von Keramikskulpturen, die alle im Atelier von Niels Dietrich entstanden sind. In den frühen 1980er Jahren studierte Niels Dietrich Keramikdesign an der Hochschule Niederrhein in Krefeld, wo er den Künstler Norbert Prangenberg kennenlernte, der gerade das Mies Van Der Rohe-Stipendium im Museum Haus Lange erhalten hatte. Prangenberg kam mit dem Wunsch auf ihn zu, sich mit Keramik zu beschäftigen, und durch die daraus resultierende Zusammenarbeit gründete Dietrich 1984 sein eigenes Atelier. Der Künstler machte Dietrich mit Thomas Schütte bekannt, dessen Serie Schwarze Zitronen das erste Projekt war, das nach dem Umzug des Ateliers von Krefeld nach Köln im Jahr 1989 realisiert wurde. Vierzig Jahre später, hat Dietrich eine Werkstatt aufgebaut, die von einigen der wichtigsten zeitgenössischen Künstler:innen genutzt wird. Als eines der wenigen Keramikateliers, das sich der bildenden Kunst widmet, zeichnet sich das Atelier durch seine Fähigkeit aus, bedeutende Werke von einzigartiger Qualität und Größe zu schaffen. Das Atelier hat einen tiefgreifenden Einfluss ausgeübt und die Keramikkunst im Rheinland und darüber hinaus aufgewertet.

Made in Cologne ist die erste Ausstellung, die die Bandbreite und Wirkung des Ateliers beleuchtet. Neben Prangenberg und Schütte sind auch die Gründungsmitglieder der Gruppe ZERO Heinz Mack und Otto Piene vertreten, die beide seit langem mit dem Atelier zusammenarbeiten. Neue Keramiken von Alicja Kwade und Mai-Thu Perret verkörpern eine viszerale Materialität, während eine Art strukturierte Abstraktion in den Arbeiten von Richard Deacon und einer Serie von Terrakottaplatten von Heinz-Günter Prager zu finden ist. Die von Rosemarie Trockel und David Adamo nachgebildeten vertrauten Gegenstände erhalten als Keramik neue Funktionen, während die grafischen Interpretationen von Alltagsgegenständen durch Rose Wylie und Mike Meiré spielerische Meditationen über die Natur der visuellen Darstellung offenbaren. Zu den weiteren ausgestellten Werken gehören organische Formen von Cameron Jamie und Anna Zimmermann sowie figurative Arbeiten von Paloma Varga Weisz.

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